Brennenstuhl Primera-Line PM 231 E im Praxistest

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Das Brennenstuhl Primera-Line PM 231 E ist ein Zwischenstecker, der zwischen Steckdose und Verbraucher sitzt und anzeigt, wie viel Strom ein Gerät zieht. Es gehört zu den einfachen, günstigen Messgeräten. Für die Jagd nach Stromfressern und Standby-Verbrauch reicht es, bequem zu bedienen ist es nicht.
Die Daten des Geräts
| Leistungsmessbereich | 0,2 bis 3600 W |
| Strommessbereich | 0 bis 16 A |
| Spannung / Frequenz | 230 V, Anzeige 45 bis 65 Hz |
| Verbrauchszähler | 0 bis 9999,9 kWh |
| Tarife | zwei, zum Beispiel Tag- und Nachtstrom |
| Anzeigen | Spannung, Strom, Leistung, Leistungsfaktor, Energie, Kosten, Messzeit |
| Sonstiges | Kinderschutz an der Steckdose, 3 Knopfzellen LR44 im Lieferumfang |
| Gewicht | rund 220 g, Artikelnummer 1506600 |
Wie ein Energiekostenmessgerät arbeitet
Das Gerät misst fortlaufend Spannung und Strom und berechnet daraus die Wirkleistung in Watt. Aus Leistung und Zeit ergibt sich der Verbrauch in Kilowattstunden, und mit dem hinterlegten Strompreis rechnet es die Kosten aus. Das ist dasselbe Prinzip wie beim digitalen Stromzähler im Keller, nur für eine einzelne Steckdose.
Der Leistungsfaktor zeigt, wie viel der aufgenommenen Scheinleistung tatsächlich als Wirkleistung genutzt wird. Bei Heizlüftern und Wasserkochern liegt er nahe 1, bei Netzteilen und LED-Lampen oft deutlich darunter. Für die Stromrechnung zählt nur die Wirkleistung, die das Gerät auch anzeigt.
Warum 0,2 Watt wichtig sind
Viele billige Zwischenstecker messen erst ab etwa 1 bis 2 W zuverlässig. Genau darunter liegt aber der Standby-Verbrauch moderner Geräte. Ein Messbereich ab 0,2 W ist deshalb der eigentliche Vorteil dieses Geräts. Damit lässt sich prüfen, ob der Fernseher im Bereitschaftsmodus wirklich unter 1 W bleibt oder ob die Kaffeemaschine heimlich warmhält.
Bei sehr kleinen Lasten sind alle Zwischenstecker ungenauer als im mittleren Bereich. Werte unter 1 W sollten Sie als Größenordnung lesen, nicht auf die Nachkommastelle genau.

Einrichten und messen
- Batterien einsetzen. Die drei LR44 sitzen hinter einer Klappe. Die Kontakte sind empfindlich, also vorsichtig einlegen.
- Strompreis eingeben. Den Preis je Kilowattstunde aus Ihrer Abrechnung eintragen, inklusive Grundpreis-Anteil nur dann, wenn Sie das bewusst so wollen. Bei zwei Tarifen auch die Umschaltzeit festlegen.
- Gerät einstecken. Messgerät in die Wandsteckdose, Verbraucher in das Messgerät.
- Lange genug messen. Bei Geräten mit wechselnder Last wie Kühlschrank oder Gefriertruhe mindestens 24 Stunden, besser eine Woche.
- Hochrechnen. Den gemessenen Verbrauch auf ein Jahr umrechnen: Tageswert mal 365.
Die Schwächen
Die Bedienung ist der häufigste Kritikpunkt. Die Einstellungen erfolgen über wenige Tasten mit Mehrfachbelegung, und die Anleitung erschließt sich nicht beim ersten Lesen. Das Display ist klein, eine Hintergrundbeleuchtung fehlt. In einer dunklen Ecke hinter dem Schrank hilft nur die Taschenlampe.
Laut Hersteller halten die Knopfzellen Einstellungen und Messwerte, wenn das Gerät ausgesteckt wird. Käufer berichten allerdings, dass das nicht immer zuverlässig klappt und die Batterien schnell leer sind. Notieren Sie wichtige Werte, bevor Sie das Gerät umstecken.

Was sich zu messen lohnt
- Kühl- und Gefriergeräte. Laufen rund um die Uhr. Ein altes Gerät mit 300 kWh und mehr im Jahr kann gegenüber einem neuen deutlich mehr kosten, als man denkt.
- Unterhaltungselektronik im Standby. Fernseher, Receiver, Spielkonsolen und Soundbars summieren sich.
- Umwälzpumpen und Aquarien. Kleine Leistung, aber Dauerbetrieb.
- Werkstattgeräte mit Netzteil. Ladegeräte für Akkuwerkzeug ziehen oft auch ohne Akku Strom. Tipps dazu im Beitrag Energiesparen in der Werkstatt.
- Heizlüfter und Radiatoren. Hier zeigt das Gerät schnell, warum Strom als Heizung teuer ist.
Grenzen, die Sie kennen sollten
Das Gerät verträgt dauerhaft höchstens 16 A beziehungsweise 3600 W. Für Waschmaschine, Trockner und Heizlüfter reicht das, aber nicht für fest angeschlossene Geräte wie Herd, Durchlauferhitzer oder Wärmepumpe. Die lassen sich nur mit einem Zwischenzähler im Verteiler messen, und der gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Stecken Sie keine Mehrfachsteckdose mit mehreren großen Verbrauchern hinter das Messgerät, und lassen Sie es nicht dauerhaft unter Volllast in einer schlecht belüfteten Ecke stecken.
Für wen es passt
Wer einmal systematisch die Verbraucher im Haus durchgehen will, bekommt mit dem PM 231 E ein günstiges Werkzeug mit gutem Messbereich. Wer oft misst oder die Werte am Handy sehen möchte, ist mit einem Gerät mit beleuchtetem Display oder einer smarten Zwischensteckdose besser bedient. Einen Vergleich weiterer Modelle bietet der Beitrag zum Energiekostenmessgerät, etwa das Arendo-Gerät von CSL.
Häufige Fragen
Wie genau ist das Messgerät?
Für Haushaltsverbraucher im mittleren Leistungsbereich ist die Genauigkeit für die Kostenabschätzung ausreichend. Bei Kleinstlasten unter 1 W sind Abweichungen normal.
Misst es auch den Strompreis mit Grundgebühr?
Nein, es rechnet nur mit dem Arbeitspreis, den Sie eingeben. Die Grundgebühr fällt ohnehin unabhängig vom Gerät an.
Kann ich damit Photovoltaik messen?
Ein Balkonkraftwerk lässt sich damit nicht zuverlässig messen, weil das Gerät für die Messung von Verbrauch ausgelegt ist. Verwenden Sie dafür ein ausdrücklich dafür vorgesehenes Messgerät. Mehr zum Thema im Beitrag Strom sparen.



