LogiLight EM0001 Energiekosten Messgerät im Praxistest

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Das LogiLight EM0001 ist ein einfaches Energiekosten-Messgerät für die Steckdose. Es sitzt zwischen Steckdose und Verbraucher, misst Leistung und Verbrauch und rechnet die Kosten aus. Für den Haushalt reicht das Gerät, wenn man seine Grenzen kennt – vor allem bei sehr kleinen Standby-Werten und beim Löschen gespeicherter Daten.
Die technischen Daten
| Einsatzbereich | Innenräume, 5 bis 45 °C |
| Nennspannung | 250 V, 50 Hz |
| Strom | bis 16 A |
| Leistung | bis 3680 W |
| Maße | etwa 3 × 13,5 × 6 cm |
| Gewicht | 259 g inklusive Verpackung |
| Bedienung | vier Tasten |
| Sonstiges | Kinderschutz in der Steckdose, zwei Tarife einstellbar |
Die Angaben stammen vom Hersteller. Eine Messgenauigkeit nennt er nicht – bei Geräten dieser Preisklasse ist das üblich, aber eine Einschränkung, die man im Hinterkopf behalten sollte.

Was das Gerät anzeigt
Das Display zeigt die aktuelle Leistung in Watt, die aufgelaufene Energie in Kilowattstunden, die daraus berechneten Kosten und die Einschaltdauer des Verbrauchers. Zwei Stromtarife lassen sich hinterlegen, etwa für Tag- und Nachtstrom. Wer keinen Preis eingibt, kann das Gerät direkt nach dem Auspacken nutzen und nur Watt und Kilowattstunden ablesen.
Ein kleiner Speicher hält die Werte, wenn das Gerät aus der Steckdose gezogen wird. Die Angaben zur Pufferung sind in den Unterlagen widersprüchlich: mal ist von mitgelieferten Batterien, mal von einem Akku die Rede.
So wird gemessen
Das Gerät misst Spannung und Strom mehrmals pro Sekunde und berechnet daraus die Wirkleistung, also den Teil, der tatsächlich als Energie verbraucht und vom Stromzähler abgerechnet wird. Über die Zeit summiert, ergibt das die Kilowattstunden.
Eine sinnvolle Messung läuft so:
- Messgerät einstecken, dann den Verbraucher daran anschließen.
- Tarif einstellen, am besten den eigenen Arbeitspreis in Cent je kWh.
- Lange genug messen. Ein Kühlschrank schaltet sich zyklisch ein und aus, hier sind mindestens 24 Stunden nötig, besser eine Woche. Eine Waschmaschine misst man über einen kompletten Waschgang.
- Auf ein Jahr hochrechnen, um Geräte vergleichen zu können.

Die Stärken
Einfache Bedienung. Vier Tasten, ein großes Display, keine App. Das Gerät ist ohne Anleitung verständlich.
Zwei Tarife. Für Haushalte mit Wärmepumpen- oder Nachtstromtarif praktisch.
Kinderschutz. Die Steckdose hat einen Berührungsschutz.
Günstiger Preis. Für gelegentliche Messungen im Haushalt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmig.
Die Schwächen
Das Display ist matt. Bei seitlichem Licht ist es schwer abzulesen.
Der Reset löscht alles. Es gibt keine Möglichkeit, nur einzelne Werte zurückzusetzen. Wer mehrere Geräte nacheinander misst, muss die Ergebnisse vorher notieren.
Waagerechtes Display. In Steckdosen mit Klappdeckel oder in Steckdosenleisten, die auf dem Kopf liegen, steht die Anzeige verkehrt herum.
Nur für innen. Für Außensteckdosen an Pumpen oder Gartengeräten ist es nicht gedacht.
Kleine Werte messen
Standby-Verbräuche unter 1 bis 2 Watt erfassen einfache Energiekostenmessgeräte oft nur ungenau oder gar nicht. Das ist kein spezielles Problem des EM0001, sondern der Bauart geschuldet. Ein Trick hilft: Mehrere Standby-Geräte über eine Steckdosenleiste gemeinsam messen, dann liegt der Wert in einem Bereich, den das Gerät zuverlässig anzeigt.
Was die Messung bringt
Typische Stromfresser im Haushalt sind alte Kühl- und Gefriergeräte, Umwälzpumpen ohne Regelung, Aquarien, Wäschetrockner und Unterhaltungselektronik im Dauer-Standby. Ein Gerät, das rund um die Uhr 10 Watt zieht, verbraucht im Jahr knapp 88 kWh. Wie viel Geld das ist, hängt vom eigenen Strompreis ab. Weitere Spartipps gibt es unter Wie Sie als Heimwerker Strom sparen.
Vergleichbare Geräte
Energiekostenmessgeräte dieser Klasse ähneln sich stark, einige werden unter verschiedenen Namen baugleich verkauft, etwa das Tevigo 90670. Mit mehr Funktionen oder anderer Bauform gibt es zum Beispiel das Brennenstuhl PM 231 E und das ELV Energy Master Basic. Einen allgemeinen Überblick bietet der Beitrag zum Energiekostenmessgerät.
Für wen es passt
Das EM0001 ist ein Gerät für Haushalte, die gelegentlich wissen wollen, was ein Kühlschrank, ein Aquarium oder die Unterhaltungselektronik tatsächlich verbraucht. Es misst ein Gerät nach dem anderen, zeigt die Werte direkt an und kommt ohne App und Konto aus. Wer dagegen dauerhaft mehrere Verbraucher überwachen oder Messreihen auswerten will, braucht ein anderes Gerät – etwa einen Zwischenstecker mit WLAN und Protokollfunktion oder einen Zwischenzähler im Verteilerkasten, den eine Elektrofachkraft setzt. Für die Frage, ob sich der Austausch eines alten Gefrierschranks lohnt, reicht das EM0001 dagegen völlig: eine Woche messen, auf das Jahr hochrechnen, mit dem Datenblatt eines neuen Geräts vergleichen.
Häufige Fragen
Kann ich damit einen Elektroherd messen?
Nein. Herde und Durchlauferhitzer sind fest angeschlossen und oft mit Drehstrom versorgt. Ein Steckdosenmessgerät misst nur Geräte mit Schukostecker bis 16 A.
Wie genau ist das Gerät?
Der Hersteller macht dazu keine Angabe. Für Vergleiche zwischen Geräten im eigenen Haushalt reicht es; als Beweis gegenüber dem Versorger taugt nur der geeichte Stromzähler.
Darf ich eine Steckdosenleiste dahinter stecken?
Ja, solange die Summe der angeschlossenen Geräte 3680 W nicht übersteigt.



