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Heimwerker-Berater

GARDENA Classic Viereckregner Polo 220 im Praxistest

PraxistestGartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
GARDENA Classic Viereckregner Polo 220 im Praxistest
Inhalt10 Abschnitte
  1. Was Gardena verspricht
  2. Erster Eindruck
  3. Die Einstellmöglichkeiten
  4. Gleichmäßig und ohne Pfützen
  5. Der einzige Kritikpunkt
  6. Tipps aus dem Test
  7. Wie oft und wie lange bewässern
  8. Automatisch bewässern
  9. Mein Ergebnis
  10. Häufige Fragen

Ein Viereckregner ist das Standardgerät für rechteckige Rasenflächen: Ein Schwenkrohr mit Düsenreihe schwingt hin und her und legt ein Rechteck aus Wasser auf den Rasen. Der Classic Polo 220 ist Gardenas Einstiegsmodell für mittlere Gärten. Ich habe ihn auf einer Rasenfläche eingestellt, laufen lassen und auf Gleichmäßigkeit geprüft.

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Was Gardena verspricht

Gleichmäßige Bewässerung rechteckiger und quadratischer Flächen, ohne Pfützen, dazu eine lange Lebensdauer und keine Wartung dank eines feinmaschigen Edelstahl-Schmutzsiebs. Angeschlossen wird über das Click-System von Gardena.

Beregnete Fläche90–220 m²
Reichweite7–17 m, stufenlos einstellbar
Sprengbreitebis 13 m
AnschlussGardena-Click-System
SchutzSchmutzsieb aus Edelstahl

Erster Eindruck

Schon beim Auspacken wirkt der Regner gut verarbeitet. Er ist sehr leicht, was am hohen Kunststoffanteil liegt. Das klingt nach Billigware, ist es aber nicht: Das Gerät ist robust, bei sachgemäßem Gebrauch sind keine Schäden zu befürchten.

Der Anschluss an den Schlauch ist dank Click-System in Sekunden erledigt. Wer andere Schlauchsysteme nutzt, braucht einen passenden Adapter.

Die Einstellmöglichkeiten

Hier liegt die eigentliche Stärke des Polo 220. Stufenlos einstellbar sind:

  • die Wassermenge, die durch den Regner läuft,
  • der Schwenkwinkel in Längsrichtung, links und rechts getrennt,
  • die Breite der beregneten Bahn, ebenfalls beidseitig.

Damit lässt sich die beregnete Fläche ziemlich genau an den Rasen anpassen. Das spart Wasser und verhindert, dass die Terrasse, das Beet mit den Tomaten oder das Auto in der Einfahrt mitbewässert werden.

Gleichmäßig und ohne Pfützen

Auch bei längerem Einsatz haben sich keine Pfützen gebildet. Der Regner verteilt das Wasser gleichmäßig über die eingestellte Fläche, sowohl am Rand als auch in der Mitte. Das ist nicht selbstverständlich: Billige Viereckregner verharren an den Umkehrpunkten zu lange und setzen die Ränder unter Wasser.

Das Edelstahlsieb hat seinen Zweck im Test erfüllt. Wer mit Regenwasser aus einer Regenwassertonne oder Zisterne bewässert, sollte es trotzdem gelegentlich kontrollieren – dort sind mehr Schwebstoffe im Wasser als im Leitungswasser.

Der einzige Kritikpunkt

Das geringe Gewicht hat eine Kehrseite: Bei sehr hohem Wasserdruck kann sich der Regner verdrehen. Dann passt die eingestellte Fläche nicht mehr, und plötzlich wird doch die Terrasse nass. Abhilfe ist einfach: den Regner mit einem Stein oder einem Sandsack am Fuß beschweren oder den Wasserhahn nicht ganz aufdrehen.

Tipps aus dem Test

Den Standort merken. Wer den Regner nach jedem Einsatz abbaut, muss ihn beim nächsten Mal neu einstellen. Ein kleiner Pflock oder eine Markierung am Rasenrand spart diese Arbeit.

Mehr Reichweite durch Höhe. Reicht die Reichweite knapp nicht aus, stellen Sie den Regner auf einen umgedrehten großen Eimer. So holt man zwei bis drei Meter heraus.

In Reihe schalten. Bei ausreichendem Wasserdruck lässt sich der Polo 220 mit weiteren Regnern hintereinander betreiben. Der Druck teilt sich dann auf, jeder Regner wirft weniger weit.

Wie oft und wie lange bewässern

Der häufigste Fehler hat mit dem Regner nichts zu tun: täglich kurz gießen. Das Wasser dringt dann nur wenige Zentimeter ein, die Graswurzeln bleiben flach, und der Rasen verbrennt in der ersten Hitzewelle.

Besser ist es, zwei- bis dreimal pro Woche kräftig zu wässern – etwa 10 bis 15 Liter je Quadratmeter. Dann erreicht das Wasser auch tiefere Bodenschichten. Die beste Zeit ist der frühe Morgen: Es verdunstet wenig, und der Rasen trocknet bis zum Abend ab, was Pilzkrankheiten vorbeugt.

Wie viel Wasser tatsächlich ankommt, zeigt ein einfacher Test: ein leeres Glas oder eine Konservendose in den Rasen stellen und nach einer Stunde nachmessen. 10 mm Wasserstand entsprechen 10 Litern je Quadratmeter.

Automatisch bewässern

Wer nicht jeden Morgen zum Wasserhahn laufen will, setzt einen Bewässerungscomputer zwischen Hahn und Schlauch. Der Viereckregner läuft dann zu festen Zeiten und für eine festgelegte Dauer. Im Urlaub ist das die einfachste Lösung.

Mein Ergebnis

Der Polo 220 ist ein praktischer Helfer für den Rasen. Er bewässert zuverlässig und gleichmäßig, lässt sich gut an die Fläche anpassen und ist trotz Kunststoff robust. Es gibt hochwertigere Viereckregner, die kosten aber schnell das Dreifache.

Wer einen soliden Regner für einen Garten bis gut 200 m² sucht und nicht viel Geld ausgeben will, macht mit dem Polo 220 nichts falsch. Einen Überblick über andere Bauarten gibt der Ratgeber Rasensprinkler.

Häufige Fragen

Wie viel Wasserdruck braucht er?

Normaler Leitungsdruck von 2 bis 4 bar reicht für die volle Reichweite. Bei Pumpenbetrieb aus der Zisterne sinkt die Reichweite, wenn die Pumpe weniger Druck liefert.

Kann ich die Fläche kleiner einstellen als 90 m²?

Über Schwenkwinkel und Breite lässt sich die Fläche verkleinern. Für sehr kleine oder verwinkelte Flächen ist ein Kreis- oder Sektorenregner oft die bessere Wahl.

Muss er im Winter rein?

Ja. Restwasser im Schwenkrohr kann bei Frost das Gehäuse sprengen. Regner entleeren und frostfrei lagern.

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