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Heimwerker-Berater

Rasensprinkler

Gartenvon Christoph4 Min. · 11 Abschnitte
Inhalt11 Abschnitte
  1. Die vier Bauarten
  2. Der Viereckregner
  3. Der Impulsregner
  4. Der Getrieberegner
  5. Der Sprühregner
  6. Wie viel Wasser der Rasen braucht
  7. Wasserdruck und Schlauch
  8. Zur richtigen Zeit gießen
  9. Typische Fehler
  10. Pflege und Überwinterung
  11. Häufige Fragen

Ein Rasensprinkler verteilt Wasser aus dem Gartenschlauch über eine Fläche, ohne dass jemand danebenstehen muss. Es gibt vier gängige Bauarten, die sich in Form und Größe der beregneten Fläche deutlich unterscheiden. Der passende Sprinkler ist der, dessen Wurfbild zur Form des Rasens passt – nicht der mit der größten Reichweite auf der Packung.

Die vier Bauarten

BauartWurfbildPassend für
ViereckregnerRechteck, schwenkendrechteckige Rasenflächen, kleine bis mittlere Gärten
ImpulsregnerKreis oder Kreissegmentgroße, offene Flächen, auch mit schwachem Wasserdruck
GetrieberegnerKreis oder Segment, gleichmäßig drehendmittlere bis große Flächen, fest oder versenkt
Sprühregnerfeiner Kreis oder feste Formkleine Flächen, Beete, Ecken

Der Viereckregner

Ein Rohr mit einer Reihe Düsen schwenkt langsam hin und her und beregnet dabei ein Rechteck. Bei den meisten Modellen lassen sich Reichweite und Breite einstellen, sodass man den Wasserstrahl an die Rasenform anpassen kann. Größere Modelle schaffen je nach Wasserdruck 200 bis 300 m² und mehr.

Der Viereckregner ist für die meisten Hausgärten die richtige Wahl. Rasenflächen sind selten rund, und genau dort spielt er seine Stärke aus. Schwachpunkt: An den Umkehrpunkten fällt oft etwas mehr Wasser als in der Mitte, und billige Getriebe versagen nach wenigen Jahren, wenn Kalk oder Sand im Wasser ist. Wie ein bekannter Viereckregner im Einsatz abschneidet, zeigt der Test des Gardena-Schlauchregners.

Der Impulsregner

Auch Kreisregner mit Schlagarm genannt. Der Wasserstrahl trifft auf einen federbelasteten Hebel, der zurückschnellt und die Düse jedes Mal ein Stück weiterdreht. Daher das typische Tack-Tack-Tack. Mit Anschlägen lässt sich ein Kreissegment einstellen.

Impulsregner werfen weit, oft 10 Meter und mehr, und kommen mit wechselndem Wasserdruck gut zurecht. Sie sind robust und unempfindlich gegen Schmutz im Wasser, was sie für Brunnen- und Zisternenwasser geeignet macht. Nachteil: Sie sind nicht leise, und die Fläche nahe am Regner bekommt oft weniger ab.

Der Getrieberegner

Hier treibt das Wasser über eine kleine Turbine ein Getriebe an, das die Düse gleichmäßig und leise dreht. Getrieberegner sind der Standard bei fest verlegten Bewässerungsanlagen, meist als Versenkregner, die bei Betrieb aus dem Boden fahren und danach verschwinden. Der Rasen bleibt frei für Mäher und Füße. Einzelheiten zur Planung stehen beim Bewässerungssystem für den Garten.

Der Sprühregner

Die einfachste Bauart: eine feststehende Düse oder ein Düsenkopf, der ein festes Muster sprüht, als Kreis, Halbkreis oder Streifen. Reichweite meist nur wenige Meter. Für kleine Flächen, Vorgärten, Beete und Ecken, die der große Sprinkler nicht erreicht.

Wie viel Wasser der Rasen braucht

Ein Rasen braucht in trockenen Sommerwochen etwa 15 bis 25 Liter je Quadratmeter und Woche, verteilt auf ein bis zwei Gaben. Besser selten und durchdringend als täglich ein bisschen – sonst bleiben die Wurzeln flach und der Rasen wird anfälliger.

Die Menge prüfen Sie mit einem Becher. Stellen Sie zwei oder drei leere Gläser oder Becher mit geraden Wänden auf die Fläche und messen Sie nach 30 Minuten. 1 cm Wasserstand entspricht 10 Litern je Quadratmeter. So wissen Sie, wie lange Ihr Sprinkler laufen muss – und wo er zu wenig hinbringt.

Wasserdruck und Schlauch

Die angegebenen Reichweiten gelten bei gutem Druck. Wer an einem langen, dünnen Schlauch mehrere Sprinkler betreibt, erlebt eine Überraschung: Der zweite Regner tröpfelt. Faustregeln:

  • Einen Sprinkler je Wasserhahn betreiben, nicht mehrere an einem Schlauch.
  • Bei langen Wegen einen dickeren Schlauch nehmen, etwa 3/4 Zoll statt 1/2 Zoll.
  • Bei Brunnen oder Zisterne die Pumpenleistung prüfen, siehe Gartenpumpe.

Zur richtigen Zeit gießen

Die beste Zeit ist früh am Morgen. Die Verdunstung ist gering, der Wind meist schwach, und die Halme trocknen im Laufe des Tages ab. Abendliches Gießen lässt den Rasen die Nacht über nass, was Pilzkrankheiten fördert. Mittags geht viel Wasser durch Verdunstung verloren. Ein Bewässerungscomputer am Wasserhahn nimmt das frühe Aufstehen ab.

Typische Fehler

  • Sprinkler zu groß für die Fläche. Die Hälfte landet auf Terrasse, Hauswand und dem Auto des Nachbarn.
  • Nur eine Position. Viele Sprinkler beregnen ungleichmäßig. Mit überlappenden Positionen oder einem Wechsel nach der halben Zeit wird es gleichmäßiger.
  • Zu kurz gegossen. Zehn Minuten täglich feuchten nur die Oberfläche an.
  • Kalk und Sand ignoriert. Verstopfte Düsen führen zu Streifen. Düsen gelegentlich mit einer Nadel oder dem mitgelieferten Reinigungsstift säubern.

Pflege und Überwinterung

Vor dem ersten Frost den Sprinkler abbauen, das Wasser vollständig ablaufen lassen und frostfrei lagern. Eingefrorenes Restwasser sprengt Gehäuse und Getriebe. Dichtungen am Schlauchanschluss hin und wieder prüfen, ein tropfender Anschluss verschwendet mehr Wasser, als man denkt.

Häufige Fragen

Welcher Rasensprinkler ist der beste?

Es gibt keinen besten, nur einen passenden. Für ein Rechteck der Viereckregner, für große, freie Flächen der Impulsregner, für eine feste Anlage der Getrieberegner.

Wie lange muss ein Sprinkler laufen?

Das hängt vom Gerät ab. Der Bechertest liefert die Antwort: Wer nach 30 Minuten 0,5 cm misst, braucht für 15 Liter je Quadratmeter etwa 90 Minuten.

Darf ich im Sommer unbegrenzt sprengen?

In trockenen Sommern erlassen manche Gemeinden Beschränkungen für die Gartenbewässerung mit Leitungswasser. Die Bekanntmachung der Gemeinde oder des Wasserversorgers gilt. Regenwasser aus einer Regentonne oder Zisterne ist davon meist nicht betroffen.

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