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Heimwerker-Berater

Putzfräse mieten, worauf man achten muss

Werkzeugvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Putzfräse mieten, worauf man achten muss
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wann sich Mieten lohnt
  2. Was die Miete kostet
  3. Der Sauger gehört dazu
  4. Wo Sie mieten können
  5. Bei der Abholung prüfen
  6. Die Mietzeit gut nutzen
  7. Sorgsam arbeiten
  8. Rückgabe ohne Ärger
  9. Häufige Fragen

Eine Putzfräse braucht man meist ein- oder zweimal im Leben: bei der Sanierung eines Altbaus, beim Entkernen eines Bads, beim Umbau eines Kellers. Dafür ein Gerät zu kaufen, das dann jahrelang im Keller steht, lohnt sich selten. Mieten ist in den meisten Fällen die günstigere und bessere Lösung – vorausgesetzt, Sie planen das Projekt so, dass die Mietzeit nicht ausufert. Wie die Maschine selbst funktioniert, steht im Beitrag zur Putzfräse.

Wann sich Mieten lohnt

Mieten ist sinnvoll, wenn

  • nur ein Raum oder eine überschaubare Fläche bearbeitet wird,
  • das Projekt in wenigen Tagen erledigt ist,
  • Sie keinen Platz haben, um ein schweres Gerät zu lagern,
  • Sie ein Profigerät nutzen wollen, das Sie sich nicht kaufen würden.

Kaufen wird interessant, sobald die Mietkosten die Hälfte des Kaufpreises erreichen oder absehbar mehrere Projekte folgen. Dann haben Sie nach dem ersten Einsatz bereits einen großen Teil des Geräts bezahlt, besitzen es aber nicht.

Was die Miete kostet

Die Mietpreise unterscheiden sich stark nach Anbieter, Gerätegröße und Region. Üblich sind Tages-, Wochenend- und Wochenpreise, wobei ein Wochenende oft kaum mehr kostet als ein Werktag. Achten Sie auf diese Posten:

  • Grundmiete pro Tag oder Wochenende.
  • Verschleiß: Fräsräder oder Diamantsegmente werden oft nach Verbrauch abgerechnet, entweder pauschal oder nach Messung.
  • Kaution, meist bar oder per Karte, bei Rückgabe erstattet.
  • Versicherung gegen Schäden am Gerät, bei vielen Anbietern optional.
  • Transport, falls das Gerät geliefert wird.

Fragen Sie beim Angebot ausdrücklich nach allen Posten. Ein günstiger Tagespreis mit teurer Verschleißabrechnung kann am Ende mehr kosten als ein höherer Pauschalpreis.

Der Sauger gehört dazu

Eine Putzfräse ohne passenden Sauger ist nutzlos. Sie brauchen einen Baustaubsauger mindestens der Staubklasse M mit automatischer Filterabreinigung. Die meisten Vermieter bieten Fräse und Sauger im Paket an; das hat den Vorteil, dass Anschlüsse und Leistung zusammenpassen. Ein eigener Werkstattsauger aus dem Baumarkt ist fast nie geeignet – der Filter ist in Minuten dicht.

Wo Sie mieten können

  • Baumarkt: Viele große Baumärkte haben eine Mietstation. Vorteil: kurze Wege, oft Wochenendtarife. Nachteil: Die Auswahl ist begrenzt, und bei hoher Nachfrage ist das Gerät weg.
  • Baumaschinenverleih: größere Auswahl, meist Profigeräte, gute Beratung. Oft auch mit passenden Saugern und Ersatzteilen.
  • Online-Vermietung: Geräte werden geliefert und abgeholt. Praktisch, wenn kein Verleih in der Nähe ist; Transportkosten und Rückgabefristen genau prüfen.
  • Privat oder über Nachbarschaftsplattformen: günstig, aber ohne Gewähr für Zustand und Verschleißteile.

Reservieren Sie rechtzeitig, besonders im Frühjahr und vor Feiertagen, wenn viele renovieren.

Bei der Abholung prüfen

  1. Sichtprüfung: Gehäuse, Kabel und Stecker auf Schäden kontrollieren. Ein beschädigtes Kabel ist ein Sicherheitsrisiko.
  2. Fräskopf ansehen: Sind die Fräsräder abgenutzt, notieren lassen – sonst zahlen Sie womöglich den Verschleiß des Vorgängers.
  3. Probelauf: Maschine kurz einschalten, auf ungewöhnliche Geräusche und Vibrationen achten.
  4. Zubehör vollständig? Schlüssel, Absaugschlauch, Adapter, Anleitung.
  5. Fotos machen und Mängel im Mietvertrag festhalten lassen.
  6. Einweisung verlangen, wenn Sie das Gerät nicht kennen. Gute Verleiher erklären Frästiefe, Radwechsel und Sicherheit.

Die Mietzeit gut nutzen

Die teuerste Mietzeit ist die, in der das Gerät ungenutzt herumsteht. Bereiten Sie deshalb vor der Abholung alles vor: Räume ausräumen, Böden und Türen abkleben, Leitungen orten, Schutzausrüstung bereitlegen, Entsorgung des Schutts klären. Klären Sie vorher, ob die Schichten Asbest enthalten können – bei Gebäuden aus der Zeit vor 1993 ist eine Probe sinnvoll. Stellt sich das erst während der Mietzeit heraus, steht das Gerät still.

Sorgsam arbeiten

Ein gemietetes Gerät will genauso behandelt werden wie ein eigenes. Arbeiten Sie mit leichtem Druck, lassen Sie den Motor nicht überhitzen und machen Sie Pausen. Stellen Sie die Frästiefe so ein, dass die Räder nicht ins Mauerwerk schlagen; Kontakt mit Beton oder Metall zerstört sie schnell. Legen Sie die Maschine nie mit laufendem Kopf ab. Schäden durch unsachgemäßen Gebrauch werden in der Regel in Rechnung gestellt.

Rückgabe ohne Ärger

Bringen Sie das Gerät gereinigt zurück, sonst berechnen viele Vermieter eine Reinigungspauschale. Saugen Sie Gehäuse, Haube und Werkzeugkopf ab und leeren Sie den Sauger. Halten Sie die vereinbarten Zeiten ein; verspätete Rückgaben kosten oft einen weiteren Tag. Lassen Sie sich bei der Rückgabe den Zustand bestätigen, damit spätere Forderungen ausgeschlossen sind.

Häufige Fragen

Wie viel Fläche schaffe ich an einem Tag?

Das hängt von Putz, Schichtdicke und Übung ab. Planen Sie großzügig und rechnen Sie Vorbereitung und Aufräumen mit ein – realistisch ist oft ein Raum pro Tag.

Brauche ich einen Führerschein oder Nachweis?

Nein, aber meist einen Ausweis und eine Kaution. Manche Verleiher verlangen bei teuren Geräten eine Kreditkarte.

Was ist, wenn das Gerät während der Miete kaputtgeht?

Sofort den Vermieter informieren und nicht selbst reparieren. Verschleiß und normale Defekte trägt meist der Vermieter, Schäden durch falsche Nutzung der Mieter.

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