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Heimwerker-Berater

Steckdosenleiste mit Fußschalter

Haushaltvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Steckdosenleiste mit Fußschalter
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wofür sie sich eignet
  2. Zwei Bauformen
  3. Einpolig oder zweipolig
  4. Die technischen Daten
  5. Standby abschalten lohnt sich
  6. Was nicht dran gehört
  7. Mögliche Gefahren
  8. Überspannungsschutz
  9. Kaufen: worauf Sie achten sollten
  10. Häufige Fragen

Eine Steckdosenleiste mit Fußschalter ist eine normale Mehrfachsteckdose, die sich mit dem Fuß ein- und ausschalten lässt. Praktisch ist das überall, wo der Schalter sonst unter dem Schreibtisch oder hinter dem Sofa verschwindet. Entscheidend ist, dass sie zweipolig schaltet – sonst bleibt ein Teil der Geräte trotz ausgeschalteter Leiste unter Spannung.

Wofür sie sich eignet

  • Schreibtisch und Arbeitsplatz. Rechner, Bildschirm, Drucker und Lampe gehen mit einem Tritt aus, auch aus dem Standby.
  • Fernseh- und Musikecke. Receiver, Konsole, Lautsprecher und Router hinter dem Schrank, Schalter davor auf dem Boden.
  • Stehlampen und Dekoleuchten, deren eigener Schalter am Kabel schwer zu erreichen ist.
  • Weihnachtsbeleuchtung am Baum, wo man nicht jedes Mal unter die Zweige kriechen will.
  • Werkbank, für Lampe, Ladegeräte und kleine Geräte, die gemeinsam aus sein sollen.

Zwei Bauformen

Es gibt Leisten mit einem großen Trittschalter direkt am Gehäuse. Die Leiste liegt dann auf dem Boden, gut erreichbar für den Fuß. Und es gibt Leisten mit einem separaten Fußschalter am Kabel. Hier kann die Leiste hinter dem Schrank liegen, und nur der Schalter liegt vorn. Die zweite Variante ist flexibler und aufgeräumter, hat aber ein Kabel mehr, über das man stolpern kann.

Einpolig oder zweipolig

Ein Schuko-Stecker lässt sich in beiden Richtungen einstecken. Ein einpoliger Schalter trennt nur einen der beiden Leiter. Je nachdem, wie der Stecker in der Wand steckt, bleibt der andere Leiter bis zum Gerät verbunden. Das Gerät ist dann aus, aber nicht vollständig spannungsfrei. Ein zweipoliger Schalter trennt beide Leiter und schaltet die Leiste wirklich frei. Achten Sie in der Produktbeschreibung auf diesen Begriff.

Sicherheit der Steckdosenleiste mit Fussschalter
Der Zustand der Steckdosenleiste mit Fussschalter sollte regelmäßig überprüft werden! | Foto: AkuBest79 / Depositphotos.com

Die technischen Daten

BelastbarkeitÜblich sind 3500 W bei 16 A. Das ist die Summe aller angeschlossenen Geräte, nicht je Steckdose.
KabelquerschnittFür 16 A mindestens 1,5 mm². Dünne Leitungen mit 0,75 mm² sind nur für kleine Lasten gedacht.
KabellängeMeist 1,5 bis 5 m. Nicht länger als nötig, aufgerollte Reste erwärmen sich.
Anzahl Steckdosen3 bis 6, oft um 45 Grad gedreht, damit Steckernetzteile nebeneinander passen.
PrüfzeichenGS- oder VDE-Zeichen zeigen eine unabhängige Prüfung. Das CE-Zeichen allein bescheinigt der Hersteller sich selbst.

Standby abschalten lohnt sich

Viele Geräte ziehen im Bereitschaftsbetrieb weiter Strom. Neue Geräte liegen dank EU-Vorgaben meist unter einem Watt, ältere Fernseher, Verstärker, Drucker und Netzteile aber oft deutlich darüber. Über ein ganzes Jahr summiert sich das, und mehrere Geräte an einer Leiste bringen es auf einige Euro. Wie viel es bei Ihnen ist, zeigt ein Stromzähler für die Steckdose. Mehr Tipps unter Strom sparen als Heimwerker.

Was nicht dran gehört

Router und Telefonanlage, wenn Sie nachts erreichbar sein wollen oder das Festnetz darüber läuft. Kühlschrank und Gefriertruhe sowieso nicht. Geräte, die nach dem Abschalten nachlaufen müssen, etwa manche Beamer mit Lüfternachlauf oder Laserdrucker, sollten erst regulär herunterfahren. Und keine Heizlüfter, Wasserkocher oder Waschmaschinen: Dauerlast mit hoher Leistung gehört an die Wandsteckdose.

Mögliche Gefahren

  • Hintereinanderstecken. Eine Leiste in der Leiste überlastet die erste und ist eine der häufigsten Brandursachen im Haushalt.
  • Kabel unter Teppich oder Möbeln. Dort wird es gequetscht und kann seine Wärme nicht abgeben.
  • Beschädigte Leisten. Risse im Gehäuse, braune Verfärbungen oder ein warmer Schalter sind ein Grund zum Austausch, nicht zum Kleben.
  • Stolperfalle. Der Fußschalter liegt im Laufweg. Legen Sie ihn so, dass man ihn mit dem Fuß erreicht, aber nicht darüber stolpert.
  • Kinder und Haustiere. Leisten mit Kinderschutz verhindern, dass Gegenstände in die Buchsen gesteckt werden.

Überspannungsschutz

Manche Leisten haben einen eingebauten Überspannungsschutz. Er schützt empfindliche Elektronik vor Spannungsspitzen, ersetzt aber keinen Blitzschutz im Haus. Für Rechner und Fernseher ist er ein sinnvolles Extra, für die Stehlampe unnötig.

Kaufen: worauf Sie achten sollten

Wählen Sie eine Leiste mit zweipoligem Schalter, GS-Zeichen, 1,5 mm² Kabel und genug Platz zwischen den Buchsen. Ein flacher Winkelstecker hilft, wenn die Wandsteckdose hinter einem Möbel sitzt. Brauchbare Modelle kosten etwa 15 bis 30 Euro, mit Überspannungsschutz etwas mehr. Für Einzelgeräte ohne Leiste gibt es auch Zwischenstecker mit Fußschalter.

Häufige Fragen

Kann ich eine Leiste mit Fußschalter an der Werkbank nutzen?

Für Lampen und kleine Geräte ja. Für Maschinen mit hohem Anlaufstrom wie Kreissägen besser nicht, dort gehört ein ordentlicher Maschinenschalter hin.

Warum wird die Leiste warm?

Ein wenig Wärme am Schalter ist bei hoher Last normal. Wird die Leiste aber heiß, riecht es verschmort oder verfärbt sich das Gehäuse, ist sie überlastet oder ein Kontakt ist ausgeleiert. Dann sofort ausstecken, die Last auf mehrere Wandsteckdosen verteilen und die Leiste ersetzen. Reparieren lohnt sich bei einem Teil für 20 Euro nicht.

Wie oft darf man schalten?

So oft Sie wollen. Die Schalter sind auf viele tausend Schaltvorgänge ausgelegt.

Gibt es Alternativen?

Ja, etwa einen Steckdosenwürfel mit Schalter oder funkgesteuerte Zwischenstecker. Für den Boden bleibt der Fußschalter aber am bequemsten.

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