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Heimwerker-Berater

Die 3 besten Stromzähler für die Steckdose [ 2023]

Werkzeugvon Christoph4 Min. · 11 Abschnitte
Die 3 besten Stromzähler für die Steckdose [ 2023]
Inhalt11 Abschnitte
  1. Wie der Zwischenstecker misst
  2. Die Kennwerte, auf die es ankommt
  3. Anzeige und Bedienung
  4. Speicher und Tarife
  5. Mit App oder ohne
  6. Überlastschutz und Sicherheit
  7. Richtig messen
  8. Leihen oder kaufen
  9. Was der Zwischenstecker nicht ersetzt
  10. Typische Fehler
  11. Häufige Fragen

Ein Stromzähler für die Steckdose ist ein Zwischenstecker mit eingebautem Messwerk: Er wird in die Steckdose gesteckt, der Verbraucher kommt in den Stecker. Die Geräte kosten wenig und sehen alle ähnlich aus. Die Unterschiede stecken im Messbereich unten, in der Genauigkeit und in der Bedienung – genau dort, wo die Verpackung schweigt.

Wie der Zwischenstecker misst

Innen misst das Gerät Spannung und Strom mehrfach pro Periode und berechnet daraus die Wirkleistung. Die aufsummierte Leistung ergibt die Energie in Kilowattstunden. Der Strom wird über einen Messwiderstand (Shunt) erfasst, dessen Auflösung festlegt, wie klein eine Last sein darf. Deshalb scheitern viele Billiggeräte an sehr kleinen Leistungen: Unterhalb ihrer Schwelle zeigen sie null oder Unsinn.

Die Kennwerte, auf die es ankommt

Untere MessgrenzeAb welcher Leistung gemessen wird. Für Standby-Verbrauch ab 0,5 W, schlechtere Geräte erst ab 2 bis 5 W.
Obere GrenzeMeist 16 A beziehungsweise 3680 W. Mehr verträgt keine Schutzkontakt-Steckdose dauerhaft.
GenauigkeitAbweichung bei Leistung und Energie möglichst unter fünf Prozent, bei guten Geräten deutlich darunter.
EigenverbrauchSollte unter 1 W liegen. Er wird nicht mitgezählt, kostet aber trotzdem.
LeistungsfaktorZeigt, ob ein Gerät Blindleistung zieht. Nützlich bei Motoren und Netzteilen.

Der Leistungsfaktor verdient einen zweiten Blick. Viele Geräte mit Schaltnetzteil – Ladegeräte, LED-Lampen, Computer – ziehen einen Strom, der nicht im Takt der Spannung fließt. Ein Messgerät, das einfach Spannung mal Strom rechnet, zeigt dann zu hohe Werte. Gute Zwischenstecker messen die echte Wirkleistung, und nur die wird Ihnen vom Versorger berechnet. Zeigt ein Gerät bei einem kleinen Netzteil einen Leistungsfaktor von 0,5 oder weniger, ist das normal und kein Defekt.

Anzeige und Bedienung

Ein großes, gut ablesbares Display ist wichtiger, als es klingt – die Steckdose sitzt oft hinter dem Schrank oder in Bodennähe. Hilfreich ist ein Display, das sich vom Stecker lösen oder drehen lässt, oder eine Hintergrundbeleuchtung. Die Bedienung erfolgt über zwei, drei Tasten, und die Menüs sind nicht immer selbsterklärend. Heben Sie die Anleitung auf.

Speicher und Tarife

Gute Geräte behalten die Messwerte, wenn man sie aus der Steckdose zieht – ohne Batterie gehen bei billigen Geräten sonst Messdaten und Strompreis verloren. Manche Modelle können zwei Tarife (Tag und Nacht) rechnen, was bei älteren Verträgen mit Nachtstrom sinnvoll ist. Eine Laufzeitanzeige zeigt, wie lange ein Gerät tatsächlich eingeschaltet war.

Wer Verläufe sehen will, ohne sich auf eine App einzulassen, notiert einfach morgens und abends den Kilowattstunden-Stand. Nach einer Woche ergibt das ein erstaunlich klares Bild – etwa, dass der Gefrierschrank im warmen Heizungskeller deutlich mehr braucht als in der kühlen Garage.

Mit App oder ohne

WLAN- oder Bluetooth-Zwischenstecker übertragen die Werte aufs Handy und zeichnen Verläufe auf. Das ist bequem, um einen Kühlschrank eine Woche lang zu beobachten. Nachteil: Sie brauchen dauerhaft Strom für die Funkverbindung, und manche Apps setzen ein Konto beim Hersteller voraus. Für die einmalige Bestandsaufnahme reicht ein Gerät mit Display.

Überlastschutz und Sicherheit

Ein Zwischenstecker muss zur Steckdose passen: Schutzkontakt, Kinderschutz und eine CE-Kennzeichnung sind Mindeststandard. Heizlüfter, Wasserkocher und Heizstrahler liegen nahe an der 16-A-Grenze – ein billiger Stecker kann dabei warm werden. Fühlen Sie nach ein paar Minuten, ob der Stecker heiß wird; dann Messung beenden. Das gilt erst recht in Kombination mit einer Mehrfachsteckdose oder einem Steckdosenwürfel.

Richtig messen

  1. Strompreis eingeben. Arbeitspreis aus der letzten Abrechnung, nicht den Werksvorgabewert.
  2. Zähler zurücksetzen. Sonst summiert er alte Messungen.
  3. Lange genug messen. Kühlgeräte mindestens 24 Stunden, Programmgeräte einen ganzen Durchlauf.
  4. Ergebnis hochrechnen. Auf ein Jahr umrechnen, dann werden Kleinstbeträge plötzlich zu echten Summen.

Wie man eine ganze Wohnung systematisch durchmisst, steht beim Strommessgerät.

Leihen oder kaufen

Verbraucherzentralen, Stadtwerke und manche Bibliotheken verleihen Messgeräte. Das reicht für eine einmalige Runde. Eigene Geräte kosten ab etwa 10 Euro; Modelle mit guter Genauigkeit im Kleinlastbereich, Speicher und abnehmbarem Display 20 bis 40 Euro. Einzelne Modelle sind beschrieben beim Brennenstuhl PM 231 E und beim Tevigo 90670.

Was der Zwischenstecker nicht ersetzt

Er ist kein geeichter Zähler. Für Abrechnungen – etwa den Stromverbrauch einer Einliegerwohnung oder einer Wallbox – braucht es einen fest installierten, geeichten Zwischenzähler, den eine Elektrofachkraft setzt. Auch fest angeschlossene Geräte wie Herd und Durchlauferhitzer erfasst er nicht.

Typische Fehler

  • Billiggerät für Standby-Messung. Zeigt 0 W, obwohl der Fernseher 3 W zieht.
  • Batterie leer. Werte und Strompreis weg, ohne dass man es merkt.
  • Mehrere Geräte an einer Leiste gemessen. Ergibt eine Summe, aus der niemand schlau wird.

Häufige Fragen

Sind die Geräte genau genug?

Für Haushaltszwecke ja, wenn sie im Kleinlastbereich gut messen. Für Abrechnungen nicht.

Kann ich ihn dauerhaft stecken lassen?

Möglich, aber er verbraucht selbst ein wenig Strom und ist nicht für Dauerbetrieb unter Volllast gedacht.

Warum zeigt mein Gerät im Standby null an?

Entweder zieht der Verbraucher wirklich fast nichts, oder der Zähler liegt mit seiner unteren Messgrenze darüber. Prüfen lässt sich das mit einer bekannten kleinen Last, etwa einer LED-Lampe mit 3 W.

Wo liegt der Unterschied zum Energiekostenmessgerät?

Keiner – es sind zwei Namen für dieselbe Geräteart.

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