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Heimwerker-Berater

Elektrische Fliegenfalle

Haushaltvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Inhalt10 Abschnitte
  1. Wie die Falle arbeitet
  2. Was sie fängt und was nicht
  3. Der richtige Platz
  4. Leistung und Raumgröße
  5. Sicherheit
  6. Welche Bauart für welchen Raum
  7. Pflege
  8. Warum sie nicht nach draußen gehört
  9. Die bessere Vorbeugung
  10. Häufige Fragen

Eine elektrische Fliegenfalle lockt Insekten mit UV-Licht an und tötet sie an einem Hochspannungsgitter oder hält sie auf einer Klebefläche fest. Gegen Fliegen in Küche, Stall oder Werkstatt funktioniert das gut. Gegen Stechmücken ist sie überraschend schwach, und im Freien richtet sie mehr Schaden bei nützlichen Insekten an als bei lästigen.

Wie die Falle arbeitet

Viele Fluginsekten sehen im ultravioletten Bereich und fliegen auf entsprechende Lichtquellen zu. Die Falle enthält Leuchtstoffröhren oder LEDs, die gezielt UV-A-Licht abgeben. Das Insekt fliegt an und trifft dann auf eines von zwei Systemen:

SystemWirkungGeeignet für
Hochspannungsgittertötet sofort mit hörbarem KnisternStall, Werkstatt, Lager
Klebeflächehält das Insekt fest, leise, sauberKüche, Gastronomie, Wohnräume

In der Küche ist die Klebefalle die bessere Wahl. Beim Gittertyp zerplatzen größere Insekten und Teile können im Umkreis verteilt werden. In lebensmittelverarbeitenden Betrieben werden deshalb vorwiegend Klebefallen eingesetzt.

Was sie fängt und was nicht

Stubenfliegen, Fruchtfliegen und viele Nachtfalter reagieren gut auf UV-Licht. Stechmücken dagegen orientieren sich vor allem am Kohlendioxid im Atem und an Körpergerüchen. Untersuchungen zu UV-Fallen im Freien haben gezeigt, dass unter den getöteten Insekten nur ein kleiner Teil Stechmücken ist – der Großteil sind harmlose Käfer, Falter und andere Nachtinsekten.

Auch Zecken lassen sich mit einer Lichtfalle nicht bekämpfen: Sie fliegen nicht und werden von UV-Licht nicht angelockt.

Der richtige Platz

  1. Nicht von außen sichtbar. Hängt die Falle gegenüber dem Fenster, lockt sie Insekten von draußen erst herein.
  2. Nicht neben anderen Lichtquellen. Helle Lampen und Sonnenlicht konkurrieren mit der Falle.
  3. Auf Flughöhe der Zielinsekten. Fliegen halten sich meist in ein bis zwei Metern Höhe auf; zu hoch gehängte Fallen fangen weniger.
  4. Nicht direkt über Lebensmitteln, Arbeitsflächen oder Futterstellen.
  5. Abends und nachts wirkt die Falle am besten, wenn sie die hellste UV-Quelle im Raum ist.

Leistung und Raumgröße

Die Hersteller geben meist eine Fläche an, die das Gerät abdeckt. Kleine Haushaltsgeräte arbeiten mit wenigen Watt, gewerbliche Fallen oft mit zwei Röhren zu je 15 bis 20 Watt. Die Watt-Zahl bezieht sich auf die Lampen, nicht auf die Wirkung des Gitters. Mehr Lampenleistung bedeutet eine größere Lockwirkung, nicht einen stärkeren Schlag.

Sicherheit

Das Hochspannungsgitter liegt hinter einem Schutzgitter, sodass man es mit dem Finger nicht berühren kann. Trotzdem gilt:

  • Nicht in Feuchträume und nicht dorthin, wo Wasser spritzt, außer das Gerät ist ausdrücklich dafür geschützt.
  • Außer Reichweite von Kindern und so, dass Haustiere nicht mit der Nase an das Gitter kommen.
  • Nicht in der Nähe brennbarer Gase oder Dämpfe, etwa in Garagen mit Benzinkanistern oder Lackierräumen. Am Gitter können Funken entstehen.
  • Vor dem Reinigen den Stecker ziehen.

Welche Bauart für welchen Raum

Für die Wohnung reichen kleine Geräte mit Klebefolie, die leise arbeiten und nicht knistern. Im Schlafzimmer stört allerdings jedes Licht; dort ist ein Fliegengitter am Fenster die bessere Lösung. Im Stall, im Pferdestall oder in der Werkstatt sind robuste Gittergeräte mit höherer Lampenleistung sinnvoll, möglichst mit spritzwassergeschütztem Gehäuse und einer großen Auffangschale. In Wintergärten und hellen Räumen wirken Lichtfallen tagsüber kaum, weil das Tageslicht die UV-Quelle überstrahlt. Wer mehrere kleine Räume hat, fährt mit mehreren kleinen Geräten besser als mit einem großen, das nur einen Raum abdeckt.

Pflege

Das Gitter wird regelmäßig mit der mitgelieferten Bürste von Insektenresten befreit, die Auffangschale geleert. Klebefolien werden getauscht, wenn sie voll oder verstaubt sind, meist nach einigen Wochen.

Die UV-Röhren verlieren über die Zeit an UV-Leistung, auch wenn sie noch hell leuchten. Viele Hersteller empfehlen einen Tausch einmal im Jahr, am besten zu Beginn der Saison. LED-Geräte halten länger, aber auch dort nimmt die Wirkung ab.

Warum sie nicht nach draußen gehört

Eine UV-Falle im Garten oder auf der Terrasse tötet in einer Sommernacht Hunderte Insekten, von denen die allermeisten nützlich oder harmlos sind: Nachtfalter, Käfer, Florfliegen. Viele davon sind Futter für Vögel und Fledermäuse. Für den Außenbereich sind elektrische Lichtfallen aus Naturschutzsicht abzulehnen. Gegen Mücken auf der Terrasse helfen Ventilatoren, lange Kleidung und Insektenschutzgitter mehr.

Die bessere Vorbeugung

Die beste Falle ist die, die nicht nötig wird. Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen halten Fliegen draußen, siehe Teleskop-Fliegengitter und Fliegenschutztür. Offen stehende Lebensmittel, Obstschalen und volle Biomülleimer ziehen Fliegen an – abdecken und regelmäßig leeren wirkt oft besser als jedes Gerät.

Häufige Fragen

Was kostet eine elektrische Fliegenfalle?

Einfache Haushaltsgeräte gibt es ab etwa 20 bis 40 Euro, gewerbliche Geräte mit größerer Leistung deutlich mehr. Ersatzröhren und Klebefolien kommen laufend dazu.

Hilft sie gegen Wespen?

Kaum. Wespen sind tagaktiv und orientieren sich an Nahrung, nicht an UV-Licht. Hier helfen andere Maßnahmen, siehe Wespenfalle.

Gibt es eine handliche Alternative?

Für einzelne Fliegen im Raum ist die elektrische Fliegenklatsche oft die schnellere Lösung.

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