Waschmaschinenmatte
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Eine Waschmaschinenmatte ist eine Gummimatte, meist etwa 60 × 60 cm und rund 1 cm dick, die unter die Waschmaschine gelegt wird. Sie hält die Maschine beim Schleudern an ihrem Platz, schützt den Boden vor Kratzern und dämpft einen Teil der Vibration. Ein Wundermittel gegen Lärm ist sie nicht – aber ein günstiger und oft ausreichender erster Schritt.
Wofür die Matte gut ist
- Rutschen verhindern. Auf Fliesen oder glattem Estrich wandert eine Maschine beim Schleudern gern durch den Raum. Die Gummimatte hält sie fest.
- Boden schützen. Die Füße drücken sich nicht in weiche Beläge, und die Maschine hinterlässt keine Kratzer, wenn sie zum Putzen vorgezogen wird.
- Vibration dämpfen. Ein Teil der Schwingungen bleibt in der Matte, statt in den Boden zu gehen.
- Klappern abstellen. Auf unebenem Boden gleicht die Matte kleine Unterschiede aus, die sonst beim Schleudern rattern.
Was sie nicht kann
Die Dämpfung einer 1 cm dicken Matte ist begrenzt. Auf einer Holzbalkendecke im Altbau oder in einer Dachgeschosswohnung schwingt der ganze Boden mit, und eine Matte ändert daran wenig. Dort helfen schwerere Unterlagen, wie unter Waschmaschinenunterlage beschrieben, oder eine Maschine mit guter Unwuchterkennung.
Auch Wasser fängt eine flache Matte nicht auf. Wer einen Wasserschaden fürchtet, braucht eine Auffangwanne mit Rand oder einen Aquastop am Zulauf, siehe Aquastop bei der Waschmaschine nachrüsten.
Woher der Lärm eigentlich kommt
Eine Waschmaschine macht zwei Arten von Lärm. Luftschall ist das Brummen von Motor und Pumpe und das Rauschen der Trommel, das man im selben Raum hört. Körperschall ist die Vibration, die über die Füße in den Boden geht und im Stockwerk darunter als Dröhnen ankommt. Die Matte wirkt nur auf den Körperschall, und auch da nur auf die höheren Frequenzen. Das tiefe Wummern beim Schleudern geht zum großen Teil durch sie hindurch.
Material und Qualität
Die meisten Matten bestehen aus Naturkautschuk, synthetischem Gummi oder Recyclinggummi. Eine gute Matte ist schwer, rund 1 kg bei 60 × 60 cm, und fühlt sich fest an, nicht schwammig. Zu weiche Matten lassen die Maschine schaukeln, und dann erkennt sie beim Schleudern Unwucht.
Recyclinggummi riecht oft wochenlang nach Reifen. Im Keller stört das kaum, im Bad oder in einer kleinen Küche schon. Wer empfindlich ist, lässt die Matte vor dem Einsatz einige Tage draußen oder auf dem Balkon auslüften.
Achtung bei Vinyl, PVC und Linoleum
Gummi enthält oft Stoffe, die mit Kunststoffböden reagieren. Auf Vinyl, PVC und Linoleum kann eine Gummimatte dauerhafte gelbe oder braune Flecken hinterlassen, die sich nicht mehr entfernen lassen. Achten Sie auf die Angabe „für Vinylböden geeignet“ oder „weichmacherfrei“ oder legen Sie eine Schutzlage aus Filz oder Kork dazwischen. Auf Fliesen, Estrich und Beton gibt es das Problem nicht.
Die richtige Größe
60 × 60 cm passt unter die meisten Frontlader. Die Maschine sollte vollständig auf der Matte stehen, alle vier Füße mit etwas Abstand zum Rand. Schmale Maschinen oder Toplader brauchen eine kleinere Matte, sonst ragt sie vorne heraus und wird zur Stolperkante. Wer Waschmaschine und Trockner nebeneinander stellt, kann eine größere Matte zuschneiden – Gummi lässt sich mit einem Cuttermesser und Lineal gut schneiden.
Matte, Pads oder Unterlage
| Lösung | Stärke | Schwäche |
| Gummimatte | günstig, rutschfest, schützt den Boden | begrenzte Dämpfung |
| Antivibrationsfüße | unter jedem Fuß gezielt gedämpft | können bei starker Unwucht verrutschen |
| schwere Unterlage | deutlich bessere Dämpfung | teurer, erhöht die Maschine |
| Podest | höhere Einstiegshöhe, oft mit Schublade | kein Schallschutz im eigentlichen Sinn |
Mehr zur erhöhten Aufstellung unter Waschmaschinenpodest.
Auflegen Schritt für Schritt
- Maschine vorziehen und Boden reinigen. Sand unter der Matte wirkt wie Schleifpapier.
- Matte auslegen, glatte Seite nach oben, falls es eine gibt.
- Maschine auf die Matte heben, nicht schieben. Zu zweit geht das über Kippen: erst vorne, dann hinten anheben.
- Ausrichten mit der Wasserwaage, die Füße nachstellen und kontern. Die Matte ändert die Höhe, deshalb neu prüfen.
Die Maschine muss trotzdem gerade stehen
Die Matte ersetzt kein Ausrichten. Steht eine Maschine schief, wandert sie auch auf Gummi, nur langsamer. Und wer die Füße nicht kontert, hat nach ein paar Wochen wieder eine wackelnde Maschine. Eine schief stehende Maschine erkennt übrigens ständig Unwucht, was zu Problemen beim Schleudern führt, siehe Waschmaschine schleudert nicht mehr.
Pflege
Die Matte ab und zu herausnehmen, mit Wasser und etwas Spülmittel abwaschen und trocknen lassen. Keine lösungsmittelhaltigen Reiniger verwenden, sie lassen Gummi aufquellen oder spröde werden. Hat die Matte Risse oder ist hart geworden, tauschen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Waschmaschinenmatte?
Einfache Matten gibt es ab etwa 10 Euro, dickere und vinylverträgliche Qualitäten bei 20 bis 40 Euro.
Bringen zwei Matten übereinander mehr?
Kaum. Die Maschine steht dann weicher und schaukelt stärker, was die Unwuchterkennung auslöst. Besser ist eine einzelne, dichte und schwere Matte oder gleich eine richtige Unterlage.
Taugt sie auch für den Trockner?
Ja, ein Trockner vibriert weniger, profitiert aber ebenso vom rutschfesten Stand. Für gestapelte Geräte gilt: die Matte nur unter die Waschmaschine, nicht zwischen die Geräte.



