Bosch DIY Säbelsäge PSA 700 E
Inhalt13 Abschnitte
Die Bosch PSA 700 E ist eine Säbelsäge für Haus und Garten mit 710 Watt und die leichtere der beiden kabelgebundenen Säbelsägen aus Boschs grüner Heimwerkerlinie. Sie sägt frei in der Luft, in Ecken hinein und durch Material, an das man mit keiner anderen Säge herankommt – Astwerk, alte Latten, Rohre. Was sie nicht kann: gerade, saubere Schnitte. Dafür ist die Stichsäge zuständig, für exakte Winkel die Kappsäge.
Technische Daten
| Leistungsaufnahme | 710 Watt |
| Schnitttiefe Holz | bis 150 mm |
| Schnitttiefe Metall | bis 10 mm |
| Gewicht | 3 kg |
| Maße | 58 × 24,5 × 11 cm |
| Hubzahl | stufenlos über den Schalter regelbar |
| Blattwechsel | werkzeuglos, Bosch SDS für Blätter mit S-Schaft |
| Mitgeliefertes Blatt | S 2345 X für Holz und Karton, je nach Ausführung zusätzlich ein Metallblatt |
| Besonderheit | Rutschschutz am Frontbereich |
Das mitgelieferte S 2345 X ist ein grob gezahntes Holzblatt mit großen Spanlücken – gedacht für Äste und frisches Holz. Für alles andere brauchen Sie ein anderes Blatt, und genau daran entscheidet sich das Ergebnis.
Im Handel läuft die Säge unter zwei Namen: Boschs Heimwerkersparte hieß früher „Bosch Home and Garden“, heute „Bosch DIY“. Gemeint ist dieselbe PSA 700 E.
Wofür sie taugt
- Baumpflege und Rückschnitt. Mit langem Grobzahnblatt ersetzt sie die Astsäge bis etwa 15 cm Aststärke – und ist dabei deutlich sicherer zu handhaben als eine Kettensäge.
- Rückbau und Renovierung. Dachlatten, Ständerwerk, Kanthölzer, alte Fensterrahmen, einschließlich der Nägel.
- Installation. Kunststoff- und Kupferrohre kürzen, auch an der Wand montiert, und Gasbetonsteine anpassen.
- Bündige Schnitte. Das Blatt lässt sich flach auflegen, um einen Nagel direkt an der Oberfläche zu kürzen.
- Entsorgung. Möbel, Paletten und Sperrmüll in handliche Stücke zerlegen.
Säbelsägen sind keine Präzisionswerkzeuge, sondern das Werkzeug für alles, was schnell durch muss. Mehr zur Bauart steht unter Säbelsäge.
Leicht, aber nicht klein
Mit 3 kg ist die PSA 700 E rund 700 Gramm leichter als die PSA 900 E. Das klingt wenig, macht sich aber bei Arbeiten auf Schulterhöhe und im Garten, wo man die Säge oft lange hält, deutlich bemerkbar. Die Baulänge ist praktisch gleich; kompakter wird die Säge durch das geringere Gewicht nicht.
Die Griffe sind mit Softgrip überzogen, der vordere Bereich hat einen Rutschschutz für die stützende Hand. Der hintere Griff ist als Bügel ausgeführt, was ein sicheres Umgreifen erlaubt.
Das Blatt entscheidet
| Material | Blatt | Zahnteilung |
| Äste, frisches Holz | Grobzahn, große Spanlücke | ab 6 mm |
| Holz mit Nägeln | Bimetall (BIM) | 3–4 mm |
| Metall, Rohre | Bimetall, fein | 1,4–1,8 mm |
| Kunststoff | fein, niedrige Hubzahl | unter 2 mm |
Die Blattlänge sollte das Werkstück um mindestens 5 cm überragen. Zu kurze Blätter kommen im Rückhub nicht frei und schlagen. Die Säge nimmt alle üblichen Säbelsägeblätter mit S-Schaft auf, von Bosch und von anderen Herstellern; eine Übersicht steht bei den Reciprosägeblättern.
Der Blattwechsel
Über das SDS-System wird das Blatt ohne Werkzeug gewechselt: Klemmhebel betätigen, das Blatt wird ausgeworfen, das neue wird eingesteckt, bis es einrastet. In den meisten Fällen geht das schnell. Vor dem Wechsel immer den Stecker ziehen, und das gebrauchte Blatt nicht sofort anfassen – nach einem Schnitt in Metall ist es über 100 Grad heiß.
Richtig sägen
- Blatt passend wählen. Grobe Zähne für Holz, feine für Metall, Bimetall für Holz mit Nägeln.
- Anpressschuh anlegen. Der Fuß an der Blattseite liegt am Werkstück an und fängt die Rückstöße ab.
- Langsam anfangen. Schalter leicht drücken, bis das Blatt sicher im Material ist, dann Gas geben. Wer noch wenig Erfahrung hat, profitiert von der stufenlosen Regelung besonders.
- Beidhändig führen. Eine Hand am Schaltergriff, die andere am vorderen gummierten Bereich.
- Nicht drücken. Das Blatt arbeitet mit seinem Hub. Zu viel Druck lässt es verbiegen und die Säge springen.
- Metall langsam. Mit geringer Hubzahl und bei dicken Profilen mit etwas Schneidöl.
Die Grenzen
Metall bis 10 mm heißt: Kupferrohre, dünne Stahlrohre, Profile und Gewindestangen. Dickere Stahlteile schafft die PSA 700 E nur sehr langsam, wenn überhaupt. Holz bis 150 mm gilt mit passendem, langem Blatt. Frisches, nasses Holz sägt sich langsamer als trockenes.
Wie alle Säbelsägen dieser Preisklasse vibriert sie spürbar. Für lange Arbeiten sind Pausen sinnvoll, und für Feinarbeiten eignet sie sich nicht. Wer häufig ohne Steckdose arbeitet, etwa im hinteren Teil des Gartens, ist mit einer Akku-Säbelsäge beweglicher.
Im Vergleich: PSA 900 E und Makita JR3050T
Die größere Schwester PSA 900 E hat 900 Watt, wiegt 3,7 kg und schafft bis 200 mm in Holz und 20 mm in Stahl. Die Entscheidung hängt am Material: Wer vor allem Äste und Latten sägt und gelegentlich ein Rohr kürzt, kommt mit der PSA 700 E aus und hat das leichtere Gerät. Wer Rückbau macht, dicke Balken trennt oder regelmäßig Metall schneidet, nimmt die stärkere Säge.
Eine Klasse höher spielt die Makita JR3050T mit 1010 Watt, die für Handwerk und Abbruch gedacht ist. Der entscheidende Unterschied ist neben der Leistung der Anpressschuh: Bei der PSA 700 E sitzt er fest, bei der Makita ist er verstellbar, sodass man die ganze Blattlänge nutzt statt immer denselben Zahnbereich. Gemeinsam haben beide den werkzeuglosen Blattwechsel und die Hubzahlregelung über den Schalter.
Sicher arbeiten
Der Anpressschuh muss anliegen. Das ist das wichtigste Bedienelement und wird am häufigsten falsch benutzt: Liegt er nicht auf, springt die Säge im Takt des Hubs, und das Blatt bricht.
Leitungssucher vor jedem Schnitt in Wand, Boden oder Decke. Die Säbelsäge trennt Kabel und Rohre, ohne dass man es vorher merkt; ein Kabelsuchgerät hilft.
Äste unter Spannung können beim Durchtrennen aufspringen, deshalb von der Seite schneiden, die nachgibt. Das Kabel führen Sie immer hinter der Säge, nie in der Schnittlinie.
Schutzbrille, Handschuhe und Gehörschutz gehören dazu – siehe Kapselgehörschutz.
Typische Fehler
- Ohne aufliegenden Anpressschuh sägen. Die Säge springt, das Blatt bricht.
- Grobes Holzblatt in Nägel. Die Zähne brechen sofort aus – dafür gibt es Bimetall.
- Zu kurzes Blatt. Mindestens 5 cm länger als das Werkstück, sonst klemmt es im Rückhub.
- Einhändig über Kopf. Der Rückschlag geht dann Richtung Gesicht.
- Blatt sofort anfassen. Nach Metallschnitten ist es heiß genug für eine Verbrennung.
Pflege und Wartung
Elektrowerkzeuge mit Universalmotor haben drei Verschleißstellen, an denen sich entscheidet, ob eine Maschine fünf oder fünfzehn Jahre hält.
Lüftungsschlitze freihalten. Der Motor kühlt sich durch die angesaugte Luft. Zugesetzte Schlitze sind die häufigste Ursache für ausgefallene Maschinen – nach jedem Einsatz mit Pinsel oder Druckluft ausblasen, nie mit einem spitzen Gegenstand. Dass das Gehäuse bei längerer Arbeit warm wird, ist normal; wird es so heiß, dass man die Säge kaum halten kann, Pause machen und die Schlitze auf Staub prüfen.
Kohlebürsten prüfen. Sie sind Verschleißteile und kosten wenige Euro. Zwei Anzeichen: verstärkter Funkenflug am Motor und ein spürbarer Leistungsabfall unter Last. Wer sie rechtzeitig tauscht, rettet den Kollektor – wer wartet, bis die Maschine stehenbleibt, meist nicht mehr.
Kabel kontrollieren, besonders direkt am Gehäuseaustritt. Dort entstehen Knickstellen, die man von außen nicht sieht. Ein beschädigtes Kabel gehört ersetzt, nicht abgeklebt. Gelagert wird trocken, am besten im Koffer; die Sägeblätter nicht lose in der Schublade, denn aneinanderschlagende Blätter verlieren Zähne.

Häufige Fragen
Was heißt „E“ im Namen?
Elektronische Hubzahlregelung über den Schalter: je weiter gedrückt, desto schneller. Das erlaubt sauberes Ansetzen und niedrige Drehzahl in Metall.
Ersetzt sie eine Kettensäge?
Für gelegentlichen Baumschnitt und dünne Stämme bis etwa 15 cm ja. Zum Fällen oder für Brennholz in Menge ist sie zu langsam; für echte Fällarbeiten braucht es die Kettensäge samt Schutzausrüstung und Kenntnissen.
Warum bricht mein Blatt ständig?
Fast immer, weil der Anpressschuh nicht aufliegt – dann schlägt das Blatt im Rückhub. Zweithäufigste Ursache: ein zu kurzes Blatt, das im Material klemmt.
Kann ich Nägel mitsägen?
Ja, das ist die Stärke der Bauart – aber nur mit einem Bimetallblatt. Es hält in nagelhaltigem Holz wenige Meter, in sauberem Holz ein Vielfaches; wer sortiert, spart erheblich.
Reichen 710 Watt?
Für Garten und gelegentlichen Rückbau ja. Wer täglich Abbrucharbeiten macht, merkt den Unterschied zu einem Gerät mit 1000 Watt und verstellbarem Schuh deutlich.
Reicht das mitgelieferte Holzblatt?
Für dünnes, trockenes Holz ja. Für dicke Äste, frisches Holz oder Altholz mit Nägeln lohnt ein längeres, gröberes oder ein Bimetallblatt.



