Bosch DIY Säbelsäge PSA 700 E
Inhalt8 Abschnitte
Die Bosch PSA 700 E ist eine Säbelsäge für Haus und Garten mit 710 Watt. Sie sägt frei in der Luft, in Ecken hinein und durch Material, an das man mit keiner anderen Säge herankommt – Astwerk, alte Latten, Rohre.
Was sie nicht kann: gerade, saubere Schnitte. Dafür ist die Stichsäge zuständig.
Technische Daten
| Leistungsaufnahme | 710 Watt |
| Schnitttiefe Holz | 150 mm |
| Hubzahl | über den Schalter regelbar |
| Blattwechsel | werkzeuglos |
| Mitgeliefertes Blatt | S 2345 X für Holz und Karton |
| Besonderheit | Rutschschutz am Frontbereich |
Das mitgelieferte S 2345 X ist ein grob gezahntes Holzblatt mit großen Spanlücken – gedacht für Äste und frisches Holz. Für alles andere brauchen Sie ein anderes Blatt, und genau daran entscheidet sich das Ergebnis.
Das Blatt entscheidet
| Material | Blatt | Zahnteilung |
| Äste, frisches Holz | Grobzahn, große Spanlücke | ab 6 mm |
| Holz mit Nägeln | Bimetall (BIM) | 3–4 mm |
| Metall, Rohre | Bimetall, fein | 1,4–1,8 mm |
| Kunststoff | fein, niedrige Hubzahl | unter 2 mm |
Die Blattlänge sollte das Werkstück um mindestens 5 cm überragen. Zu kurze Blätter kommen im Rückhub nicht frei und schlagen.
Wofür sie taugt
- Baumpflege. Mit langem Grobzahnblatt ersetzt sie die Astsäge bis etwa 15 cm Aststärke – und ist dabei deutlich sicherer zu handhaben als eine Kettensäge.
- Rückbau. Dachlatten, Ständerwerk, alte Rahmen, einschließlich der Nägel.
- Rohre trennen, auch an der Wand montiert.
- Bündige Schnitte: Das Blatt lässt sich flach auflegen, um einen Nagel direkt an der Oberfläche zu kürzen.
Im Vergleich
| Bosch PSA 700 E | Makita JR3050T | |
| Leistung | 710 W | 1010 W |
| Schnitttiefe Holz | 150 mm | deutlich darüber |
| Hubzahl | regelbar über Schalter | stufenlos regelbar |
| Blattwechsel | werkzeuglos | werkzeuglos |
| Anpressschuh | fest | verstellbar |
| Klasse | Heimwerker, Garten | Handwerk, Abbruch |
Der entscheidende Unterschied ist der Anpressschuh. Bei der PSA 700 E sitzt er fest; Geräte wie die Makita JR3050T haben ihn verstellbar, sodass man die ganze Blattlänge nutzt statt immer denselben Zahnbereich. Grundlagen unter Säbelsäge.
Sicher arbeiten
Der Anpressschuh muss anliegen. Das ist das wichtigste Bedienelement und wird am häufigsten falsch benutzt: Liegt er nicht auf, springt die Säge im Takt des Hubs, und das Blatt bricht.
Mit beiden Händen führen. Die Säge entwickelt im Rückschlag erhebliche Kräfte.
Bei niedriger Hubzahl ansetzen, dann hochregeln.
Leitungssucher vor jedem Schnitt in Wand oder Decke. Die Säbelsäge trennt Kabel und Rohre, ohne dass man es vorher merkt.
Gehörschutz – siehe Kapselgehörschutz.
Typische Fehler
- Ohne aufliegenden Anpressschuh sägen. Die Säge springt, das Blatt bricht.
- Grobes Holzblatt in Nägel. Die Zähne brechen sofort aus – dafür gibt es Bimetall.
- Zu kurzes Blatt. Mindestens 5 cm länger als das Werkstück, sonst klemmt es im Rückhub.
- Einhändig über Kopf. Der Rückschlag geht dann Richtung Gesicht.
- Blatt sofort anfassen. Nach Metallschnitten ist es über 100 Grad heiß.
Pflege und Wartung
Elektrowerkzeuge mit Universalmotor haben drei Verschleißstellen, an denen sich entscheidet, ob eine Maschine fünf oder fünfzehn Jahre hält.
Lüftungsschlitze freihalten. Der Motor kühlt sich durch die angesaugte Luft. Zugesetzte Schlitze sind die häufigste Ursache für ausgefallene Maschinen – nach jedem Einsatz mit Pinsel oder Druckluft ausblasen, nie mit einem spitzen Gegenstand.
Kohlebürsten prüfen. Sie sind Verschleißteile und kosten wenige Euro. Zwei Anzeichen: verstärkter Funkenflug am Motor und ein spürbarer Leistungsabfall unter Last. Bei den meisten Geräten sind sie von außen zugänglich. Wer sie rechtzeitig tauscht, rettet den Kollektor – wer wartet, bis die Maschine stehenbleibt, meist nicht mehr.
Kabel kontrollieren, besonders direkt am Gehäuseaustritt. Dort entstehen Knickstellen, die man von außen nicht sieht. Ein beschädigtes Kabel gehört ersetzt, nicht abgeklebt.
Trocken lagern, am besten im Koffer. Feuchtigkeit in der Werkstatt setzt Lagern und Kontakten zu.
Häufige Fragen
Was heißt „E“ im Namen?
Elektronische Hubzahlregelung über den Schalter: je weiter gedrückt, desto schneller. Das erlaubt sauberes Ansetzen und niedrige Drehzahl in Metall.
Ersetzt sie eine Kettensäge?
Für gelegentlichen Baumschnitt bis etwa 15 cm Aststärke ja. Zum Fällen oder für Brennholz in Menge ist sie zu langsam.
Warum bricht mein Blatt ständig?
Fast immer, weil der Anpressschuh nicht aufliegt – dann schlägt das Blatt im Rückhub. Zweithäufigste Ursache: ein zu kurzes Blatt, das im Material klemmt.
Kann ich Nägel mitsägen?
Ja, das ist die Stärke der Bauart – aber nur mit einem Bimetallblatt. Ein grobes Holzblatt verliert dabei sofort Zähne.
Reichen 710 Watt?
Für Garten und gelegentlichen Rückbau ja. Wer täglich Abbrucharbeiten macht, merkt den Unterschied zu einem Gerät mit 1000 Watt und verstellbarem Schuh deutlich.
Wie lagere ich Sägeblätter?
Trocken und nicht lose in der Schublade – aneinanderschlagende Blätter verlieren Zähne. Eine Blatttasche oder ein Stück Schaumstoff mit Schlitzen genügt. Blätter mit Rostansatz schneiden schlechter und reißen das Material auf.
Was kostet der laufende Betrieb?
Bei Abbrucharbeiten sind Blätter das eigentliche Verbrauchsmaterial. Ein Bimetallblatt hält in nagelhaltigem Holz wenige Meter, in sauberem Holz ein Vielfaches – wer sortiert, spart erheblich.



