Zum Inhalt springen
Heimwerker-Berater

Bosch Keo Sägeblatt-Set 5-tlg im Test

Werkzeugvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Bosch Keo Sägeblatt-Set 5-tlg im Test
Inhalt10 Abschnitte
  1. Was im Set steckt
  2. Plaster heißt Gips, nicht Pflaster
  3. Die Keo im Überblick
  4. Holz: das Standardblatt
  5. Metall und Kombiblatt
  6. Gipskarton sauber aussägen
  7. Blattwechsel an der Keo
  8. Blätter lange nutzen
  9. Aufbewahrung
  10. Häufige Fragen

Das Bosch Keo Sägeblatt-Set enthält fünf Blätter für die kleine Akku-Gartensäge Keo. Die Blätter sind farblich nach Material gekennzeichnet: Holz, Gips, Metall und eine Kombination aus Holz und Metall. Damit wird die Keo vom reinen Astschneider zu einer kleinen Universalsäge – vorausgesetzt, man greift zum richtigen Blatt.

Was im Set steckt

Die Blätter passen auf die Akku-Gartensäge Keo von Bosch. Das Set wiegt zusammen rund 180 Gramm, die Verpackung ist etwa 30 × 12 × 3 cm groß. Die Blätter sind farblich markiert, damit man sie auch ohne Aufdruck schnell unterscheidet.

FarbeMaterialTypische Anwendung
GrauHolzÄste, Latten, Bretter, auch Hartholz
SchwarzGipsGipskarton, Gipssteine, Gipsdielen
WeißHolz und MetallKombiblatt für Aluminium, Holz, Kunststoff
HellblauMetalldünne Rohre, Profile, Blech

Plaster heißt Gips, nicht Pflaster

Auf den schwarzen Blättern steht die englische Bezeichnung Plaster. Das bedeutet Gips, nicht Pflaster. Für Pflastersteine, Beton oder Naturstein sind diese Blätter nicht geeignet und wären nach wenigen Zügen stumpf. Sie schneiden Gipskartonplatten, Gipssteine und ähnliche weiche mineralische Baustoffe.

Für Gipskarton ist eine kleine Säge mit Gipsblatt praktisch, um Ausschnitte für Steckdosen, Rohre oder Revisionsklappen zu sägen. Für lange gerade Schnitte in Gipskarton ist das Cuttermesser mit Richtlatte schneller. Mehr zum Material unter Rigipsplatten.

Bosch Keo Sägeblatt
Bosch Keo Sägeblatt

Die Keo im Überblick

Die Keo ist eine kompakte Akku-Gartensäge mit hin und her laufendem Blatt, also eine kleine Säbelsäge mit Führungsbügel. Sie ist für Äste und kleinere Sägearbeiten im Garten gedacht und wird mit einem Holzblatt ausgeliefert. Erst mit zusätzlichen Blättern wird sie auch im Haus nützlich. Wer größere Schnitttiefen braucht, ist mit einer richtigen Säbelsäge oder einem elektrischen Fuchsschwanz besser bedient.

Holz: das Standardblatt

Das graue Holzblatt hat grobe Zähne, die sich schnell durch Äste, Latten und Bretter arbeiten. Auch Hartholz wie Eiche oder Buche ist damit machbar, braucht aber mehr Zeit und Akku. Frisches Holz sägt sich zäher als trockenes, weil die Späne feucht sind und die Zahnlücken verstopfen.

Nägel und Schrauben mag das Holzblatt nicht. Beim Zerlegen von Altholz ist das Kombiblatt die bessere Wahl, weil es Metall verträgt.

Metall und Kombiblatt

Das hellblaue Metallblatt hat feine Zähne für dünnwandige Rohre, Aluprofile und Bleche. Dicke Stahlteile sind für eine kleine Akkusäge zu viel. Metall immer mit wenig Druck sägen und dem Blatt Zeit lassen; wer drückt, verbiegt das Blatt und bricht Zähne aus.

Das weiße Kombiblatt ist der Kompromiss für gemischte Arbeiten: Aluminium, Holz und Kunststoff lassen sich damit trennen, ohne das Blatt zu wechseln. Es schneidet keines der Materialien so schnell wie das Spezialblatt, spart aber Zeit, wenn man ständig zwischen Materialien wechselt.

Gipskarton sauber aussägen

Für Ausschnitte in Gipskarton, etwa für Unterputzdosen, Rohrdurchführungen oder eine Revisionsöffnung, zeichnen Sie den Umriss zuerst mit Bleistift an. Bohren Sie in eine Ecke ein Loch, das groß genug für das Blatt ist, und sägen Sie von dort aus entlang der Linie. Runde Ausschnitte für Dosen gelingen mit einer Dosensenker-Bohrkrone sauberer; die Säge ist für eckige und unregelmäßige Formen da.

Führen Sie die Säge mit wenig Druck und lassen Sie das Blatt arbeiten. Gipskarton staubt, deshalb eine Staubmaske tragen und den Staub anschließend absaugen, nicht fegen. Achten Sie vor jedem Schnitt in eine bestehende Wand darauf, dass dahinter keine Leitungen oder Rohre verlaufen; ein Kabelsuchgerät zeigt, wo es gefährlich wird. Schnittkanten, die später verspachtelt werden, glättet man mit einem Kantenhobel oder Schleifpapier.

Blattwechsel an der Keo

  1. Akku abnehmen. Ein versehentlich gedrückter Schalter setzt das Blatt sofort in Bewegung.
  2. Altes Blatt entnehmen. Nach längerem Sägen, besonders in Metall, ist es heiß. Kurz abkühlen lassen.
  3. Neues Blatt einsetzen und prüfen, ob es fest sitzt.
  4. Probeschnitt. Kurz an einem Reststück ausprobieren, bevor es ans eigentliche Werkstück geht.

Blätter lange nutzen

  • Richtiges Blatt fürs Material. Das ist der größte Einfluss auf die Lebensdauer.
  • Wenig Druck. Die Säge arbeitet mit dem Hub, nicht mit Kraft.
  • Verbogene Blätter prüfen. Leicht verbogene Blätter lassen sich vorsichtig wieder richten. Ist ein Blatt geknickt oder sind Zähne ausgebrochen, gehört es ausgetauscht.
  • Harz entfernen. Nach dem Sägen von harzigem Nadelholz die Blätter mit einem Harzlöser reinigen.
  • Trocken aufbewahren. Rost auf den Zähnen macht das Blatt stumpf.

Aufbewahrung

Die Blätter kommen ohne eigene Box. Wer sie zwischen Werkzeugen in der Kiste herumfliegen lässt, riskiert stumpfe Zähne und Verletzungen beim Hineingreifen. Eine kleine Kunststoffbox oder ein Stück Pappe mit Klebeband schützt die Zähne und hält die Blätter zusammen. Wer die Farben mit einer Notiz auf der Box erklärt, greift auch nach Monaten noch zum richtigen Blatt.

Häufige Fragen

Passen die Blätter auch in eine normale Säbelsäge?

Das Set ist für die Keo ausgelegt. Ob einzelne Blätter in andere Geräte passen, hängt von deren Aufnahme ab; im Zweifel beim Hersteller nachsehen.

Kann ich mit dem Gipsblatt Porenbeton sägen?

Weicher Porenbeton lässt sich mit geeigneten Blättern sägen, für größere Mengen gibt es aber eigene Gasbetonsägen. Das Gipsblatt verschleißt an Porenbeton schnell.

Wie merke ich, dass ein Blatt stumpf ist?

Die Säge kommt langsamer voran, das Blatt wird heiß, und bei Holz entstehen Brandspuren. Dann hilft kein Druck mehr, nur ein neues Blatt.

Das könnte Sie auch interessieren