Die Einhell TC-SM 2131 Dual im Praxistest

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Die Einhell TC-SM 2131 Dual ist eine Kapp- und Gehrungssäge mit Zugfunktion, 1800 Watt und einem Sägeblatt mit 210 mm Durchmesser. Sie schneidet Bretter bis 310 mm Breite, hat einen Laser zur Schnittlinie und wiegt nur gut 10 kg. Für Leisten, Laminat, Latten und Paneele im Heimwerkeralltag ist sie gut gerüstet. Staub und Lautstärke sind ihre Schwachpunkte.
Die Daten
| Motor | 1800 W, 230 V |
| Leerlaufdrehzahl | 5000 pro Minute |
| Sägeblatt | 210 mm Durchmesser |
| Schnittbreite | bis 310 mm dank Zugfunktion |
| Schnitthöhe | bis 62 mm |
| Gewicht | etwa 10,6 kg |
| Abmessungen | etwa 72,5 × 29,5 × 45,5 cm |
| Ausstattung | Linienlaser, Druckguss-Drehtisch, Spannvorrichtung, Spänefangsack, Einschaltsperre |
Was eine Zug-Kapp-Gehrungssäge kann
Eine einfache Kappsäge schneidet nur so breit, wie das Blatt beim Absenken reicht. Die Zugfunktion lässt den Sägekopf auf Schienen nach vorn und hinten gleiten. Dadurch schafft ein kleines 210-mm-Blatt Bretter bis gut 30 cm Breite, was sonst eine viel größere Säge verlangt. Dazu kommen Gehrungsschnitte über den Drehtisch und Neigungsschnitte über das Kippen des Sägekopfs. Die Grundlagen stehen bei der Kapp- und Gehrungssäge.

Aufbau und Verarbeitung
Die Säge steht auf breiten Gummifüßen und hat einen Drehtisch aus Aluminium-Druckguss. Die Skalen sind schwarz auf rotem Grund aufgebracht und gut ablesbar. Für lange Werkstücke lassen sich Tischverlängerungen anbringen. Die Einstellung von Gehrungswinkel und Schnitttiefe ist einfach, der Sägekopf lässt sich leicht absenken, und es braucht wenig Druck, um durch das Holz zu kommen.
Mit gut 10 kg gehört sie zu den leichten Geräten ihrer Klasse. Mit Transportsicherung lässt sie sich gut zwischen Werkstatt und Baustelle tragen und passt auf jede übliche Werkbank.
Leistung und Schnittbild
1800 W sind für eine Säge dieser Größe reichlich. Winkel- und Gehrungsschnitte in Weichholz, Leisten und Laminat bereiten keine Mühe, und bis zur vollen Schnitthöhe von 62 mm arbeitet sie sauber. Das Schnittbild hängt allerdings stark vom Sägeblatt ab: Für Leisten und beschichtete Paneele lohnt ein Blatt mit vielen Zähnen, für grobe Latten reicht das Standardblatt.
Profis, die täglich darauf schneiden, werden mit dem Spiel in der Zugführung und der Winkelgenauigkeit an Grenzen kommen – bei langen Zugschnitten ist eine gewisse Toleranz normal in dieser Preisklasse.
Laser und Staub
Der Linienlaser zeigt die Schnittlinie auf dem Werkstück an und erleichtert das Ansetzen. Sein Problem ist der Staub: Die Säge hat nur einen Spänefangsack, der längst nicht alles auffängt. Der Laser verschmutzt dabei und wird ungenauer. Er muss deshalb regelmäßig gereinigt werden.
Besser ist es, einen Werkstattsauger an den Absaugstutzen anzuschließen. Selbst dann bleibt eine Kappsäge eine Maschine, die viel Staub verteilt – draußen oder in der Garage ist sie besser aufgehoben als im Wohnzimmer.
Lautstärke
Vor allem beim Anlaufen ist die Säge laut. Der Motor treibt das Blatt über ein Kegelradgetriebe an, das ein deutliches Laufgeräusch erzeugt. Leisere Maschinen mit Riemenantrieb gibt es, meist aber zu höheren Preisen. Gehörschutz ist bei jeder Kappsäge Pflicht, bei dieser umso mehr.
Sicherheit
Die Säge hat eine Einschaltsperre, die ein versehentliches Anlaufen verhindert, eine Pendelschutzhaube über dem Blatt und eine Spannvorrichtung, die das Werkstück am Anschlag hält. Die Schutzhaube wirkt etwas einfacher als bei teureren Modellen, erfüllt aber ihren Zweck.
- Werkstück immer am Anschlag und gespannt. Kurze Stücke nie mit der Hand halten.
- Blatt auf volle Drehzahl kommen lassen, dann erst in das Holz.
- Beim Zugschnitt nach vorne ziehen, absenken, dann nach hinten drücken. Das Blatt schneidet so gegen die Drehrichtung und kann nicht auf das Werkstück steigen.
- Blatt auslaufen lassen, bevor Sie den Kopf anheben.
Stärken und Schwächen
Dafür
| Dagegen
|
Für wen sie sich eignet
Für Heimwerker, die Leisten, Laminat, Latten und Paneele zuschneiden und dafür eine leichte, bezahlbare Zugsäge suchen, ist die TC-SM 2131 Dual eine gute Wahl. Für den professionellen Dauereinsatz ist sie nur bedingt gedacht.
Die größte Verbesserung für wenig Geld ist ein besseres Sägeblatt. Ein Blatt mit 48 oder mehr Zähnen und negativem Spanwinkel schneidet Leisten und beschichtete Paneele deutlich sauberer als das mitgelieferte Allzweckblatt, und es neigt bei Zugsägen weniger dazu, sich ins Werkstück zu ziehen. Achten Sie auf den passenden Bohrungsdurchmesser und die zulässige Drehzahl. Beim Laminat lohnt ein Blick in den Beitrag Laminat schneiden.
Häufige Fragen
Was kostet die Säge?
Sie lag lange im Bereich von etwa 130 bis 200 Euro, je nach Anbieter.
Kann ich damit Parkett schneiden?
Laminat und Fertigparkett ja, mit einem feinzahnigen Blatt. Bei Massivholzdielen mit großer Breite kommt sie an die Grenze der Schnittbreite.
Kann ich Aluminium schneiden?
Nur mit einem speziellen Blatt für NE-Metalle und bei gut gespanntem Werkstück. Für häufige Metallschnitte ist eine Metallkappsäge besser.



