Hängeliege mit Gestell

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Eine Hängeliege mit Gestell schwingt wie eine Hängematte, liegt aber flacher und stabiler und braucht keine zwei Bäume im passenden Abstand. Sie steht auf der Terrasse, auf dem Rasen oder am Pool und lässt sich umstellen. Wie bequem und sicher sie ist, entscheiden Gestell und Liegefläche, nicht die Farbe des Sonnendachs.
Was eine Hängeliege mit Gestell ist
Der Begriff umfasst mehrere verwandte Möbel. Die Hängeliege ist eine gepolsterte Liegefläche, die an Ketten oder Seilen in einem Gestell hängt und schwingt. Die Hängematte mit Gestell ist die klassische Stoffmatte mit Spreizstäben in einem freistehenden Rahmen. Und die Schwebeliege hängt an einem Bogen und schwingt frei in alle Richtungen. Allen gemeinsam: Sie brauchen keinen Baum und keine Wand.
Welche Bauart zu wem passt
Wer sich hinlegen, lesen und dabei sanft schaukeln will, ist mit der gepolsterten Hängeliege gut bedient. Sie liegt flach, man steigt bequem ein und aus. Die Hängematte mit Gestell ist leichter, günstiger und schneller verstaut, man liegt aber gekrümmt oder quer darin, und das Aussteigen verlangt etwas Übung. Die Schwebeliege ist die platzsparendste Variante und schwingt am freiesten. Für ältere Menschen oder bei Rückenproblemen ist eine Liege mit fester, gerader Liegefläche und nicht zu tiefer Einstiegshöhe meist die angenehmste Wahl. Für Kinder eignen sich robuste Hängematten mit niedrigem Gestell, bei denen ein Sturz harmlos bleibt.
Das Gestell
Die Gestelle bestehen meist aus pulverbeschichtetem Stahlrohr oder aus Holz. Stahl ist schlank und günstig, rostet aber an beschädigten Stellen. Achten Sie auf ausreichend Rohrdurchmesser und stabile Verbindungen; wackelige Steckverbindungen machen sich beim Schwingen sofort bemerkbar. Holzgestelle aus Lärche, Douglasie oder Kiefer sind schwerer und stehen dadurch ruhiger. Sie wirken wertiger, brauchen aber gelegentlich einen Anstrich. Beim Schaukelgestell aus Holz gelten ähnliche Kriterien, siehe Schaukelgestell Holz.

Liegefläche und Maße
Typische Liegeflächen messen rund 200 × 80 cm, für zwei Personen 200 × 120 cm oder mehr. Das Gestell ist deutlich größer als die Liegefläche selbst; rechnen Sie mit einer Grundfläche von gut 2 × 1 m, bei Hängematten mit Spreizstab auch 3 bis 4 m Länge. Dazu kommt Platz zum Schwingen und Aufstehen. Messen Sie den Stellplatz vorher aus, gerade auf kleinen Terrassen.
Die Belastbarkeit
Hersteller geben eine maximale Belastung an, meist zwischen 100 und 150 kg für Einzelliegen, für Doppelliegen mehr. Diese Angabe gilt für ruhiges Liegen. Wer sich schwungvoll hineinfallen lässt oder Kinder toben lässt, belastet das Gestell deutlich stärker. Planen Sie eine Reserve ein und halten Sie sich an die Angabe für die Personenzahl.
Bezug und Polster
Liegeflächen bestehen aus Textilene, einem beschichteten Polyestergewebe, das schnell trocknet und wetterfest ist, oder aus Stoff mit Polsterauflage. Textilene ist pflegeleicht und kann draußen bleiben. Polster sind bequemer, sollten aber abnehmbar sein und bei Regen ins Trockene. Eine Polsterstärke von 5 bis 8 cm ist angenehm. Bezüge mit Reißverschluss lassen sich waschen.
Sonnendach und Extras
Viele Hängeliegen haben ein verstellbares Sonnendach, das sich neigen lässt. Es ist praktisch, bietet aber dem Wind Angriffsfläche. Weitere Extras sind Kopfkissen, Getränkehalter, Moskitonetze und Rollen zum Verschieben. Ein Netz macht aus der Liege abends einen geschützten Ort, sinnvoll vor allem in Wassernähe.
Standort und Standsicherheit
Stellen Sie das Gestell auf ebenen, festen Untergrund. Auf Rasen sinken die Füße ein, das Gestell steht schief und kann beim Schwingen wandern. Ein paar Terrassenplatten unter den Füßen lösen das. An windigen Stellen das Sonnendach bei Nichtgebrauch einklappen oder die Liege windgeschützt platzieren. Einige Gestelle lassen sich mit Erdankern sichern.
Pflege und Winter
Reinigen Sie Gestell und Liegefläche mit Wasser und milder Seife. Prüfen Sie vor jeder Saison Ketten, Karabiner, Seile und Schrauben auf Verschleiß und Rost. Ein durchgescheuertes Seil gibt ohne Vorwarnung nach. Im Winter Polster und Bezüge ins Haus, das Gestell möglichst trocken lagern oder mit einer atmungsaktiven Hülle abdecken.
Kosten
Einfache Hängeliegen mit Stahlgestell gibt es ab etwa 100 Euro. Solide Modelle mit dickem Rohr, Textilene-Bezug und Sonnendach kosten 150 bis 300 Euro. Hochwertige Holzgestelle und Doppelliegen liegen darüber. Ein Aufpreis für stabile Konstruktion lohnt sich eher als einer für Zubehör.
Häufige Fragen
Kann die Hängeliege dauerhaft draußen stehen?
Das Gestell und ein Textilene-Bezug ja. Polster und Stoffbezüge sollten bei Regen und über Winter ins Trockene.
Wie viele Personen passen darauf?
Standardliegen sind für eine Person gebaut. Für zwei gibt es breitere Doppelliegen mit entsprechender Belastbarkeit.
Was ist bequemer: Hängeliege oder Gartenmuschel?
Die Hängeliege schwingt und ist für eine Person gedacht. Die Gartenmuschel ist eine feste Liegeinsel für zwei. Wer lieber still liegt, nimmt die Muschel.



