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Heimwerker-Berater

Schwebeliege

Einrichtungvon Christoph4 Min. · 7 Abschnitte
Schwebeliege
Inhalt7 Abschnitte
  1. Die Bauformen
  2. Traglast ernst nehmen
  3. Die Deckenbefestigung
  4. Die Höhe und der Freiraum
  5. Material
  6. Seile, Karabiner und Verschleiß
  7. Überwinterung

Eine Schwebeliege hängt statt zu stehen. Der leichte Nachschwung beim Hinlegen ist der eigentliche Grund für ihre Beliebtheit – und der Grund, warum sie sich anders anfühlt als jede Gartenliege mit Beinen.

Technisch ist sie ein einfaches Produkt. Die einzigen kritischen Punkte sind die Aufhängung und die Frage, was passiert, wenn jemand sich nicht mittig hineinsetzt.

Die Bauformen

Hängeliege mit eigenem Gestell. Ein freistehender Bogen oder Rahmen, an dem die Liege hängt. Der große Vorteil: Sie braucht keine Befestigung am Gebäude und lässt sich umstellen. Der Nachteil ist das Gewicht des Gestells und der Platzbedarf, der deutlich größer ist als die Liegefläche.

Hängeliege zum Aufhängen. Nur die Liege, dazu zwei Seile oder Ketten. Sie kommt an eine Deckenkonstruktion, einen stabilen Ast oder zwischen zwei Pfosten. Am günstigsten und am platzsparendsten – dafür hängt alles an der Befestigung.

Hängesessel. Die aufrechte Variante mit nur einem Aufhängepunkt. Braucht weniger Platz, bietet aber keine echte Liegeposition.

Hängematte. Der Klassiker, der ohne Spreizstab eine Kokonform bildet. Sie ist bequemer, als viele denken – man liegt diagonal, nicht längs, dann ist der Rücken gerade.

Schwebeliege
Die Schwebeliege hilf beim Entspannen! | Foto: stokkete / Depositphotos.com

Traglast ernst nehmen

Die meisten Hängeliegen sind für 100 bis 150 kg ausgelegt. Diese Angabe gilt für ruhiges Liegen.

Beim Hineinsetzen entstehen kurzzeitig deutlich höhere Kräfte – wer sich fallen lässt, erzeugt ein Mehrfaches seines Körpergewichts. Und wenn zwei Personen gleichzeitig hineingehen oder ein Kind hineinspringt, ist die Angabe schnell überschritten.

Für die Befestigung sollten Sie deshalb großzügig rechnen: mindestens das Vierfache der erwarteten statischen Last. Bei 120 kg Nutzlast heißt das eine Aufhängung, die rechnerisch etwa 500 kg trägt.

Die Deckenbefestigung

Das ist der Punkt, an dem es gefährlich wird, wenn er falsch gemacht wird.

In Stahlbeton ist die Befestigung unkritisch: ein Schwerlastanker oder Verbundanker mit ausreichender Verankerungstiefe. Achten Sie auf Bewehrungseisen und bohren Sie nicht in die unterste Lage.

In einer Holzbalkendecke oder einem Carport muss die Schraube in den Balken, nicht in die Verkleidung. Suchen Sie den Balken und verwenden Sie einen durchgehenden Bolzen mit Unterlegscheibe und Mutter auf der Gegenseite – eine Schraube, die nur von unten in den Balken greift, kann im Holz nachgeben.

In abgehängten Decken, Gipskarton oder Holzverschalung ist keine sichere Befestigung möglich. Dort gehört ein Gestell hin, kein Haken.

An einem Baum nehmen Sie eine Baumschlinge aus breitem Gurtband, keine Schraube und kein Seil. Ein dünnes Seil schnürt die Rinde ein und schädigt den Baum. Der Ast sollte mindestens etwa 20 cm Durchmesser haben und gesund sein.

Das Gefühl des Schwebens im Garten dank der Schwebeliege
Das Gefühl des Schwebens im Garten dank der Schwebeliege. | Foto: DragonImages / Depositphotos.com

Die Höhe und der Freiraum

Die Liegefläche sollte etwa 40 bis 50 cm über dem Boden hängen. Niedriger, und man setzt sich beim Einsteigen auf den Boden; höher, und das Einsteigen wird unsicher.

Rechnen Sie ringsum mit mindestens einem Meter Freiraum. Eine Hängeliege schwingt, und zwar mehr, als man beim Aufhängen denkt. Zwischen Liege und Hauswand, Tisch oder Pflanzkübel braucht es Platz, sonst stößt man bei jeder Bewegung an.

Bei Kindern ist der Freiraum unter der Liege wichtig: Nichts Hartes und Kantiges sollte darunter stehen.

Material

Baumwolle ist am angenehmsten auf der Haut und am wenigsten wetterfest. Sie saugt Wasser, trocknet langsam und schimmelt, wenn sie nass eingelagert wird. Für die geschützte Terrasse gut, für den freien Garten weniger.

Polyester und Acryl sind wetterfest, trocknen schnell und bleichen kaum aus. Spinndüsengefärbtes Acryl ist die haltbarste Variante. Der Griff ist etwas fester als bei Baumwolle.

Polyrattan kommt bei Liegen mit festem Rahmen zum Einsatz. Pflegeleicht und formstabil; achten Sie auf ausgewiesenen UV-Schutz, sonst wird das Geflecht nach wenigen Sommern spröde.

Beim Gestell ist pulverbeschichteter Stahl der Standard. Prüfen Sie die Standfüße jährlich auf Rost, besonders dort, wo sie auf feuchtem Boden stehen.

Seile, Karabiner und Verschleiß

Die Aufhängung ist ein Verschleißteil. Textile Seile altern unter UV-Licht, auch wenn man es ihnen nicht ansieht. Ketten und Karabiner aus verzinktem Stahl rosten an den Reibstellen.

Kontrollieren Sie einmal im Frühjahr: Sind die Seile an den Knoten oder Ösen ausgefranst? Läuft der Karabinerverschluss noch sauber und rastet er ein? Sind die Nähte an den Aufhängepunkten der Liege intakt?

Tauschen Sie Seile spätestens nach fünf Jahren, unabhängig vom Zustand. Ein Seil, das reißt, tut das ohne Vorwarnung.

Überwinterung

Textilien gehören ins Haus, trocken und ausgebreitet oder locker gerollt – nicht fest zusammengepresst in einer Tüte. Feuchtigkeit in gefalteten Textilien führt über den Winter zu Stockflecken.

Das Gestell darf draußen bleiben, sollte aber abgedeckt und gegen Sturm gesichert sein. Ein leeres Bogengestell hat eine große Angriffsfläche und wenig Gewicht.

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