Makita RT0700C Einhandfräse
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Die Makita RT0700C ist eine Einhandfräse mit regelbarer Drehzahl – der Unterschied, der aus einem Kantenfräser ein vielseitiges Werkzeug macht. Mit 700 Watt und bis zu 40 Millimetern Frästiefe deckt sie ab, wofür sonst eine größere Oberfräse nötig wäre.
Technische Daten
| Leistungsaufnahme | 700 Watt |
| Drehzahl | 10.000 bis 30.000 min⁻¹, regelbar |
| Frästiefe | 0 bis 40 mm |
| Werkzeugaufnahme | 6 mm, 8 mm, 6,35 mm (¼″), 9,53 mm (⅜″) |
| Gewicht | 2,9 kg |
Die vier Spannzangengrößen sind der praktische Gewinn. Besonders der 8-mm-Schaft zählt: Diese Fräser gibt es in jedem Baumarkt, sie laufen ruhiger als 6-mm-Fräser und vertragen mehr Zustellung. Die Zollmaße 6,35 und 9,53 öffnen zusätzlich den amerikanischen Markt.
Drehzahl und Fräserdurchmesser
| Fräserdurchmesser | Richtwert Drehzahl |
| bis 10 mm | 24.000–30.000 min⁻¹ |
| 10–20 mm | 18.000–24.000 min⁻¹ |
| 20–30 mm | 15.000–18.000 min⁻¹ |
| 30–40 mm | 12.000–15.000 min⁻¹ |
| über 40 mm | 10.000–12.000 min⁻¹ |
Die Regel dahinter: Die Schnittgeschwindigkeit an der Fräserkante steigt mit dem Durchmesser. Ein großer Fräser bei voller Drehzahl verbrennt das Holz und stumpft binnen Minuten ab.
Im Vergleich
| Makita MT372 | Makita RT0700C | Makita RT0700CX2J | |
| Leistung | 530 W | 700 W | 710 W |
| Drehzahl | 35.000 min⁻¹, fest | 10.000–30.000 min⁻¹ | bis 30.000 min⁻¹ |
| Schaftaufnahme | 6 mm | 6 / 8 / 6,35 / 9,53 mm | 6 / 8 / 6,35 / 9,53 mm |
| Frästiefe | begrenzt | 0–40 mm | 0–40 mm |
| Gewicht | 1,4 kg | 2,9 kg | 2,9 kg |
| Lieferumfang | Grundgerät | Grundgerät | Set mit vier Fräskörben |
Die RT0700CX2J ist dieselbe Maschine im Set mit vier Fräskörben. Wer ohnehin Eintauchfräsen und Winkelarbeiten vorhat, fährt damit günstiger als mit Einzelkauf. Grundlagen unter Einhandfräse.
Wofür sie taugt
- Kanten profilieren und fasen an Platten, Leisten, Möbelteilen.
- Nuten fräsen für Rückwände und Einlegeböden.
- Bündigfräsen von Umleimern.
- Schablonenarbeit mit Kopierring – Ausschnitte, wiederholgenaue Formen.
- Buchstaben und Beschriftungen mit V-Nutfräser.
Im Betrieb
Gegen die Drehrichtung vorschieben. Bei Außenkanten gegen den Uhrzeigersinn um das Werkstück, bei Innenausschnitten im Uhrzeigersinn. Im Gleichlauf reißt die Fräse das Werkstück mit.
In Schritten zustellen. Drei bis fünf Millimeter je Durchgang, bei Hartholz weniger. Wer 40 Millimeter in einem Zug fräsen will, überlastet Motor und Fräser und riskiert einen Bruch.
Fräser tief einspannen, mindestens drei Viertel des Schafts. Ein zu kurz eingespannter Fräser schwingt und kann sich lösen.
Absaugung anschließen. Ohne Sicht auf die Frässtelle arbeitet niemand genau, und Frässpäne fliegen weit.
Schutzbrille und Gehörschutz. 30.000 Umdrehungen sind laut – siehe Kapselgehörschutz.
Fräser: Pflege und Lagerung
Der Fräser kostet oft mehr als ein halber Maschinentag – und er wird meist schlechter behandelt als die Maschine.
Nach dem Einsatz reinigen. Harz und verbranntes Holz setzen sich an den Schneiden fest und wirken wie eine stumpfe Kante. Harzlöser oder Backofenreiniger auf einem Lappen entfernen das in Minuten. Anschließend trocken wischen und leicht einölen.
Nicht lose in der Schublade lagern. Hartmetallschneiden sind hart, aber spröde; schlagen zwei Fräser aneinander, bricht die Kante aus. Ein Block mit Bohrungen oder eine Schaumstoffeinlage reicht.
Anlaufringe prüfen. Bei kugelgelagerten Fräsern läuft der Ring an der Werkstückkante ab. Ein schwergängiges oder verharztes Lager hinterlässt Brandspuren und Wellen – es lässt sich einzeln tauschen.
Spannzange sauber halten. Späne in der Zange führen dazu, dass der Fräser nicht rund läuft. Das merkt man zuerst am Schnittbild, dann an der Lagerung der Maschine.
Stumpf erkennen: Der Vorschub braucht Kraft, die Kante brennt, und die Oberfläche wird pelzig statt glatt. Hartmetallfräser lassen sich nachschärfen, wenn der Durchmesser groß genug ist – bei kleinen Fräsern ist Ersatz günstiger.
Häufige Fragen
Was heißt „C“ im Namen?
Konstantelektronik: Die Maschine hält die eingestellte Drehzahl auch unter Last. Ohne das bricht die Drehzahl beim Eintauchen ein, und die Kante wird unsauber.
Reichen 700 Watt für Hartholz?
Für Kanten und Nuten in mehreren Durchgängen ja. Für große Profilfräser in Eiche fehlt ihr die Kraft – das ist die Domäne großer Oberfräsen ab 1400 Watt.
Welchen Schaft soll ich kaufen?
8 mm, wenn die Auswahl es hergibt. Die Fräser laufen ruhiger, halten mehr aus und sind am verbreitetsten.
Kann ich sie in einen Frästisch einbauen?
Mit passender Platte ja, das machen viele. Achten Sie auf eine zugängliche Drehzahlregelung und einen Schalter, der sich von außen bedienen lässt.
Warum wird die Kante wellig?
Meist zu schneller Vorschub oder ein zu weit herausstehender Fräser. Auch ein verschlissenes Anlauflager am Fräser erzeugt Wellen.
Welche Fräser braucht man zum Anfangen?
Vier decken das meiste ab: ein Abrundfräser mit Anlaufring für Kanten, ein Bündigfräser für Umleimer, ein Nutfräser 8 mm und ein V-Nutfräser. Alles Weitere ergibt sich aus den Projekten.
Kann ich mit der Maschine Zapfen fräsen?
Für einfache Schlitze ja, mit Anschlag und mehreren Durchgängen. Für saubere Zapfenverbindungen in Serie ist ein Frästisch oder ein eigenes System deutlich schneller und genauer.



