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Heimwerker-Berater

Waschmaschinen Überbauschrank

Haushaltvon Christoph4 Min. · 11 Abschnitte
Inhalt11 Abschnitte
  1. Überbau oder Umbau
  2. Die Maße, die passen müssen
  3. Toplader und Trockner
  4. Standfestigkeit: warum er an die Wand muss
  5. Das Material
  6. Offen oder mit Türen
  7. Verstellbare Böden
  8. Tragfähigkeit
  9. Aufbau Schritt für Schritt
  10. Pflege
  11. Häufige Fragen

Ein Waschmaschinen-Überbauschrank ist ein hohes Regal oder ein Schrank auf langen Beinen, der über die Waschmaschine gestellt wird. Die Maschine steht darunter frei, oben entsteht Stauraum für Waschmittel, Handtücher und Körbe. Er ist die einfachste Möglichkeit, den ungenutzten Meter über der Maschine zu nutzen – vorausgesetzt, die Maße stimmen und er steht fest.

Überbau oder Umbau

Die Begriffe werden oft verwechselt. Ein Überbauschrank steht über der Maschine, die Maschine selbst bleibt offen sichtbar. Ein Waschmaschinenumbauschrank umschließt sie dagegen mit Seitenwänden und Türen und lässt sie verschwinden. Der Überbau ist günstiger, leichter aufzustellen und lässt die Maschine besser atmen. Der Umbau sieht aufgeräumter aus, ist aber mehr Möbel und braucht mehr Platz.

Die Maße, die passen müssen

Eine Standard-Waschmaschine ist etwa 60 cm breit, 60 cm tief und 85 cm hoch. Der Überbauschrank muss darüber Luft lassen:

Innenbreitemindestens einige Zentimeter mehr als die Maschine, damit sie beim Schleudern nicht an die Beine stößt
Lichte Höhedeutlich über der Maschinenoberkante, damit man den Deckel abnehmen und hinten an die Anschlüsse kommt
Tiefegleich oder etwas tiefer als die Maschine, sonst stört der Schrank beim Beladen
Gesamthöheso, dass das oberste Fach ohne Leiter erreichbar ist, meist um 180 bis 200 cm

Messen Sie außerdem die Raumhöhe und eventuelle Rohre oder Fensterbänke an der Wand. Und denken Sie an die Tür der Maschine: Ein Bullauge öffnet nach vorn und braucht Platz, die Beine des Schranks dürfen nicht im Weg stehen.

Toplader und Trockner

Für Toplader ist ein Überbauschrank nur geeignet, wenn zwischen Maschinendeckel und erstem Fach genug Platz bleibt, um den Deckel ganz zu öffnen und Wäsche von oben herauszuholen. Das ist bei den meisten Modellen nicht der Fall.

Ein Wäschetrockner gehört nicht auf ein Regalbrett eines Überbauschranks. Er wiegt 35 bis 50 kg und vibriert. Wer Waschmaschine und Trockner stapeln will, nutzt einen passenden Verbindungsrahmen direkt auf der Maschine, oder einen Umbauschrank, der dafür ausgelegt ist.

Standfestigkeit: warum er an die Wand muss

Ein Überbauschrank ist hoch, schmal und steht auf vier Beinen neben einer Maschine, die beim Schleudern wandert und vibriert. Ohne Wandbefestigung kann er kippen, besonders wenn oben schwere Waschmittelkanister stehen. Fast alle Hersteller legen einen Kippschutz bei, meist Winkel oder ein Gurt mit Dübel. Verwenden Sie ihn, auch wenn der Schrank beim Aufbau stabil wirkt.

Die Maschine sollte den Schrank nicht berühren. Wandert sie beim Schleudern gegen die Beine, übertragen sich Stöße und Lärm, und im schlimmsten Fall wird der Schrank verschoben. Eine rutschfeste Waschmaschinenmatte unter der Maschine hilft dagegen.

Das Material

Waschräume und Bäder sind feucht, und Schränke dort müssen das aushalten. Geeignet sind:

  • Kunststoffbeschichtete Spanplatte mit geschlossenen Kanten. Günstig, pflegeleicht, aber empfindlich, wenn Wasser an offene Schnittkanten kommt.
  • Metall, pulverbeschichtet. Robust und feuchtefest, sieht eher nach Hauswirtschaftsraum aus.
  • Massivholz, lackiert oder geölt. Schön, aber pflegeintensiver. Ölen Sie regelmäßig nach.
  • Bambus. Stabil, feuchtetolerant und in vielen Regalen verbaut.

Offene Spanplattenkanten quellen bei Feuchtigkeit auf. Wer beim Aufbau Bohrungen oder Schnittkanten selbst setzt, sollte sie mit Lack oder Kantenband schließen.

Offen oder mit Türen

Offene Regale sind übersichtlich und lassen Handtücher gut trocknen, sammeln aber Staub und Flusen, besonders neben dem Trockner. Geschlossene Schränke sehen ruhiger aus und verstecken Waschmittel vor Kinderhänden. Eine Mischung mit Türen oben und offenen Fächern unten ist ein häufiger Kompromiss.

Verstellbare Böden

Fachböden, die sich in der Höhe verstellen lassen, sind mehr wert als jede zusätzliche Ablage. Waschmittelflaschen, Wäschekörbe und Handtuchstapel haben ganz unterschiedliche Höhen, und was heute passt, muss in einem Jahr nicht mehr passen. Achten Sie auf ein enges Lochraster und Bodenträger aus Metall.

Tragfähigkeit

Die Hersteller geben meist eine Last je Fachboden an, oft zwischen 5 und 20 kg. Ein 20-Liter-Waschmittelkanister wiegt schon über 20 kg. Schwere Vorräte gehören deshalb nach unten oder auf den Boden neben die Maschine, leichte Dinge wie Handtücher nach oben.

Aufbau Schritt für Schritt

  1. Maschine vorziehen, Anschlüsse prüfen, bei Bedarf Ablauf- und Zulaufschlauch neu legen.
  2. Schrank nach Anleitung montieren, am besten liegend, dann aufrichten.
  3. Ausrichten mit der Wasserwaage, Stellfüße nachjustieren.
  4. An der Wand befestigen, Dübel passend zur Wand wählen.
  5. Maschine zurückschieben, ohne Schläuche einzuklemmen, und auf Abstand zu den Beinen achten.

Pflege

Wischen Sie die Oberflächen gelegentlich mit einem feuchten Tuch und mildem Reiniger ab. Flusen vom Trockner setzen sich gern in Ecken und Kanten fest. Kontrollieren Sie ab und zu die Wandbefestigung und die Schrauben – die Vibration der Maschine lockert sie mit der Zeit.

Häufige Fragen

Was kostet ein Überbauschrank?

Einfache Regale aus Metall oder beschichteter Spanplatte gibt es ab etwa 50 Euro, geschlossene Schränke mit Türen und verstellbaren Böden liegen bei 100 bis 250 Euro.

Kann ich ihn selbst bauen?

Ja, etwa aus feuchtebeständiger Spanplatte oder Leimholz. Planen Sie die Maße großzügig und die Wandbefestigung von Anfang an ein.

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