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Heimwerker-Berater

Waschmaschine stinkt - was tun?

Haushaltvon Christoph4 Min. · 11 Abschnitte
Waschmaschine stinkt - was tun?
Inhalt11 Abschnitte
  1. Warum Maschinen heute öfter stinken
  2. Woher der Geruch kommt
  3. Die Türdichtung
  4. Die Waschmittelschublade
  5. Das Flusensieb
  6. Die heiße Grundreinigung
  7. Hausmittel: was taugt
  8. Wenn es nach Kanal riecht
  9. Wenn der Geruch trotz allem bleibt
  10. Gewohnheiten, die den Geruch verhindern
  11. Häufige Fragen

Riecht die Waschmaschine muffig, hat sich in ihrem Inneren ein Belag aus Waschmittelresten, Hautfett und Bakterien gebildet. Er sitzt dort, wo die Lauge nicht hinkommt oder nie heiß genug wird: in der Türdichtung, in der Waschmittelschublade und im Laugenbehälter. Die Hauptursache ist eine Gewohnheit – dauerhaft kalt waschen mit Flüssigwaschmittel.

Warum Maschinen heute öfter stinken

Moderne Kleidung und Waschmittel erlauben niedrige Temperaturen, und niedrige Temperaturen sparen Strom. Wer aber monatelang nur mit 30 und 40 °C wäscht, gibt den Bakterien im Laugenbehälter gute Bedingungen. Flüssigwaschmittel verstärkt den Effekt, weil es kein Bleichmittel enthält, das Keime abtötet. Dazu kommen Weichspüler und überdosiertes Waschmittel, die einen schmierigen Film hinterlassen.

Das Ergebnis ist ein grauer, schleimiger Belag, der riecht und die frisch gewaschene Wäsche mit dem Geruch ansteckt.

Woher der Geruch kommt

GeruchOrt
muffig, modrigTürdichtung, Laugenbehälter, Waschmittelschublade
fauligFlusensieb mit Resten, stehendes Wasser
nach KanalAblaufschlauch ohne Bogen, Siphon ohne Wasser
verbranntMotor oder Kohlebürsten – Maschine abschalten

Die Türdichtung

Die Gummimanschette hat eine tiefe Falte, in der Wasser, Flusen und Haare stehen bleiben. Ziehen Sie die Falte vorsichtig nach vorn und wischen Sie sie mit einem Tuch und etwas Spülmittel aus. Schwarze Punkte sind Schimmel. Leichter Befall geht mit einem Chlorreiniger nach Herstellerangabe weg, gut spülen und nicht mit sauren Reinigern mischen. Ist die Dichtung tief durchwachsen oder rissig, hilft nur ein Austausch.

Die Waschmittelschublade

Die Schublade lässt sich bei fast allen Maschinen ganz herausnehmen, meist über eine kleine Taste im Weichspülerfach. Unter fließendem warmem Wasser mit einer Bürste reinigen. Vergessen Sie den Schacht dahinter nicht: Dort hängen oft dicke, dunkle Ablagerungen. Mit einer Flaschenbürste und etwas Spülmittel herausholen.

Das Flusensieb

Im Sieb sammeln sich Flusen und Reste, die bei stehendem Wasser faulen. Reinigen Sie es alle paar Monate. Wie das ohne Überschwemmung gelingt, steht unter Waschmaschine pumpt nicht ab.

Die heiße Grundreinigung

Die wirksamste Einzelmaßnahme: ein leerer Waschgang bei 60 oder 90 °C mit Vollwaschmittel in Pulverform. Das enthaltene Bleichmittel und die Hitze lösen den Belag im Laugenbehälter und in den Schläuchen. Alternativ gibt es Maschinenreiniger aus dem Handel, die nach Anleitung dosiert werden.

Beim ersten Durchgang können dunkle Flocken austreten. Das ist der gelöste Belag. Wiederholen Sie die Reinigung dann nach einigen Tagen noch einmal.

Hausmittel: was taugt

  • Natron oder Waschsoda im Leerwaschgang löst Fett und neutralisiert Gerüche.
  • Essig löst Kalk, greift bei häufiger Anwendung aber Gummiteile an. Ab und zu vertretbar, nicht als Routine.
  • Zitronensäure in heißen Programmen ist ungünstig, weil sie mit Kalk schwer lösliche Rückstände bildet.
  • Duftperlen oder Hygienespüler überdecken den Geruch nur, das Problem bleibt.

Mehr zu Hausmitteln und ihren Grenzen unter Waschmaschine mit Hausmitteln reinigen.

Wenn es nach Kanal riecht

Riecht es nicht muffig, sondern nach Abwasser, liegt die Ursache außerhalb der Maschine. Der Ablaufschlauch braucht einen Bogen, der höher liegt als der Wasserstand in der Trommel, sonst steigt Kanalgeruch zurück. Ein Siphon, der lange nicht benutzt wurde, trocknet aus und lässt Gase durch. Wasser hineingießen genügt dann. Details zur Verlegung unter Ablaufschlauch Waschmaschine.

Wenn der Geruch trotz allem bleibt

Helfen Dichtung, Schublade, Sieb und zwei heiße Grundreinigungen nicht, sitzt der Belag an Stellen, die man von außen nicht erreicht: an der Außenseite der Trommel, im Laugenbehälter und im inneren Ablaufschlauch zwischen Bottich und Pumpe. Bei älteren Maschinen kann dieser Belag so dick sein, dass er sich nur noch mechanisch entfernen lässt. Das ist Arbeit für einen Reparaturbetrieb, der die Maschine teilweise zerlegt.

Riecht es dagegen verbrannt oder elektrisch, ist das kein Hygieneproblem. Dann die Maschine vom Netz nehmen und prüfen lassen, bevor sie wieder läuft.

Gewohnheiten, die den Geruch verhindern

  1. Einmal im Monat heiß waschen, mit 60 °C oder mehr und Pulverwaschmittel, am besten mit Handtüchern und Bettwäsche.
  2. Tür und Schublade nach dem Waschen offen lassen, damit alles trocknen kann.
  3. Nasse Wäsche sofort herausnehmen, nicht über Nacht in der Trommel lassen.
  4. Waschmittel nach Wasserhärte dosieren, nicht nach Gefühl. Zu viel hinterlässt Rückstände.
  5. Weichspüler sparsam einsetzen oder ganz weglassen.

Häufige Fragen

Riecht auch die Wäsche?

Ja, sie nimmt den Geruch an und riecht besonders im feuchten Zustand. Nach der Grundreinigung die Wäsche noch einmal waschen.

Wie oft sollte ich die Maschine reinigen?

Dichtung und Sieb alle paar Wochen kurz kontrollieren, die Schublade monatlich ausspülen und etwa einmal im Monat heiß waschen. Wer ohnehin regelmäßig Handtücher mit 60 °C wäscht, braucht selten eine eigene Grundreinigung.

Ist eine stinkende Maschine ein Gesundheitsrisiko?

Für gesunde Menschen in der Regel nicht. Wer Säuglinge, Pflegebedürftige oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem im Haushalt hat, sollte besonders auf regelmäßige heiße Wäsche achten.

Hilft das auch bei der Spülmaschine?

Die Ursachen sind ähnlich, die Lösungen auch – siehe Spülmaschine stinkt.

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