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Heimwerker-Berater

Makita Pendelhubstichsäge 4351FCTJ

Werkzeugvon Christoph4 Min. · 8 Abschnitte
Inhalt8 Abschnitte
  1. Technische Daten
  2. Im Vergleich
  3. Schrägschnitte
  4. Werkzeugloser Blattwechsel
  5. Hubzahl nach Material
  6. Typische Fehler
  7. Lärm und Vibration
  8. Häufige Fragen

Die Makita 4351FCTJ ist eine Pendelhubstichsäge der Handwerksklasse mit 720 Watt. Ihr Kennzeichen ist die beidseitig schwenkbare Fußplatte aus Aluminium-Druckguss – damit sind Schrägschnitte nach links und rechts möglich, was viele Geräte nur in eine Richtung erlauben.

Technische Daten

Leistungsaufnahme720 Watt
Hubzahl800 bis 2800 min⁻¹, elektronisch einstellbar
Hubhöhe26 mm
Schnitttiefe Holz135 mm
Schnitttiefe Buntmetall20 mm
Schnitttiefe Stahl10 mm
Gewicht2,5 kg
Maße236 × 73 × 207 mm
Fußplattebeidseitig bis 45° schwenkbar

Die Hubhöhe von 26 mm ist der Wert, an dem sich Handwerks- von Heimwerkerklasse unterscheidet: Je Hub arbeiten mehr Zähne am Material, der Vortrieb steigt spürbar. Das „T“ am Namensende steht für den mitgelieferten Koffer, „FC“ für Führung und Konstantelektronik.

Im Vergleich

Bosch PST 900 PELMakita 4351FCTJBosch GST 150 CE
Leistung620 W720 W780 W
Hubzahl500–3100 min⁻¹800–2800 min⁻¹500–3100 min⁻¹
Hubhöhe—26 mm26 mm
Holz90 mm135 mm150 mm
Aluminium15 mm20 mm20 mm
Stahl8 mm10 mm10 mm
Gewicht2,2 kg2,5 kg2,6 kg
KlasseHeimwerkerHandwerkHandwerk

Die Makita liegt zwischen den beiden Bosch-Modellen. Ihre niedrigere Höchsthubzahl von 2800 ist kein Nachteil: In Hartholz und Metall arbeitet man ohnehin langsamer, und die Konstantelektronik hält die eingestellte Zahl unter Last. Grundlagen zur Bauart unter Stichsäge.

Schrägschnitte

Die beidseitig schwenkbare Fußplatte ist der praktische Gewinn. Gehrungen an Arbeitsplatten, angeschrägte Kanten an Regalböden, Passschnitte an Dachschrägen – all das geht, ohne das Werkstück umzudrehen.

Vorher prüfen, dann schneiden. Die Rasten bei 45° sind Anhaltspunkte, keine Garantie. Einmal mit dem Winkelmesser nachstellen und an einem Reststück probieren.

Bei Schrägschnitten gilt: Pendelhub aus. Die schräg stehende Platte führt das Blatt schlechter, und der Pendelhub verstärkt jede Abweichung.

Werkzeugloser Blattwechsel

Der Schnellspannbügel nimmt T-Schaft-Blätter ohne Werkzeug auf – herstellerübergreifend, denn der T-Schaft ist heute Standard.

Nach dem Einsetzen am Blatt ziehen. Sitzt es nur halb, fliegt es beim ersten Hub heraus. Und: Das Blatt ist nach dem Sägen heiß, besonders nach Metall.

Hubzahl nach Material

MaterialHubzahlPendelhub
WeichholzhochStufe 2–3
HartholzmittelStufe 1–2
Beschichtete Plattenmittel0
Buntmetallniedrig, mit Schneidöl0
Stahlniedrig0

Typische Fehler

  • Pendelhub bei Schrägschnitten an. Die schräg stehende Platte führt das Blatt schlechter, der Pendelhub verstärkt jede Abweichung.
  • Gute Seite nach oben gelegt. Ausrisse entstehen oben, weil die Säge im Aufwärtshub schneidet.
  • Der 45°-Raste vertraut, ohne sie einmal nachzumessen.
  • Zu viel Vorschub. Eine scharfe Säge zieht sich selbst durch; Drücken lässt das Blatt verlaufen.
  • Ohne Absaugung in Innenräumen. Ohne Sicht auf den Anriss sägt niemand genau.

Lärm und Vibration

Auf jedem Typenschild und in jeder Anleitung stehen zwei Werte, die kaum jemand liest – dabei bestimmen sie, wie lange man am Stück arbeiten darf.

Der Schalldruckpegel liegt bei Sägen dieser Klasse über 85 dB(A), der Schallleistungspegel deutlich darüber. Ab 85 dB(A) ist Gehörschutz im Betrieb Pflicht, und die Schädigung ist nicht heilbar.

Der Vibrationswert in m/s² ist der zweite. Aus ihm ergibt sich, wie lange man das Gerät täglich führen kann, bevor der Auslösewert erreicht ist: Bei 5 m/s² sind das rund acht Stunden, bei 10 m/s² noch zwei, bei 20 m/s² eine halbe. Regelmäßiges Überschreiten führt zum Weißfingersyndrom – Taubheit und Durchblutungsstörungen in den Fingern, die bleiben.

Praktisch heißt das: Pausen einlegen, Griffe nicht fester halten als nötig und bei Kälte Handschuhe tragen, weil kalte Hände schlechter durchblutet sind.

Häufige Fragen

Wofür steht das „FCT“ im Namen?

F für die Blattführung, C für Konstantelektronik, T für den Transportkoffer. Die Buchstaben beschreiben die Ausstattung, nicht die Leistung.

Sind 2800 Hübe genug?

Für alles außer schnellem Grobschnitt in Weichholz, ja. Oberhalb von etwa 2500 Hüben wird ohnehin selten gearbeitet, weil die Schnittqualität leidet und das Blatt heiß läuft.

Wie sauber ist die Kante?

Mit Pendelhub 0, feinem Blatt und Spanreißschutz sehr sauber. Ausrisse entstehen immer oben, weil die Säge im Aufwärtshub schneidet – gute Seite deshalb nach unten legen.

Lohnt sich die Maschine für Heimwerker?

Wenn Sie regelmäßig Massivholz, Arbeitsplatten oder Schrägschnitte machen: ja. Für gelegentliche Regalzuschnitte ist eine Heimwerkersäge ausreichend.

Was tun, wenn das Blatt verläuft?

Vorschub verringern, Pendelhub reduzieren, kürzeres und breiteres Blatt nehmen. Bei dicken Materialien ist ein gewisses Auswandern bauartbedingt – die Kreissäge ist dann das passendere Werkzeug.

Wie lagere ich Sägeblätter?

Trocken und nicht lose in der Schublade – aneinanderschlagende Blätter verlieren Zähne. Eine Blatttasche oder ein Stück Schaumstoff mit Schlitzen genügt.

Wann ist das Blatt stumpf?

Wenn der Vorschub Druck braucht, die Schnittfläche Brandspuren zeigt oder die Maschine hörbar lauter wird. Ein Blatt kostet weniger als ein verdorbenes Werkstück.

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