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Heimwerker-Berater

Power Plus POWE80050 Mauernutfräse im Test

Werkzeugvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Power Plus POWE80050 Mauernutfräse im Test
Inhalt10 Abschnitte
  1. Die Daten im Überblick
  2. Was die Zahlen bedeuten
  3. Der Lieferumfang
  4. Laut ist sie – wie alle
  5. Staub ist das größere Problem
  6. Für wen sie passt
  7. Vor dem ersten Schnitt
  8. Stärken und Schwächen
  9. Häufige Fragen
  10. Video zum Thema

Die Power Plus POWE80050 ist eine Mauernutfräse der Einstiegsklasse: zwei Trennscheiben mit 150 mm Durchmesser, ein 1700-Watt-Motor, Schlitze bis 40 mm Tiefe. Sie ist der Nachfolger der Power Plus POW 222 und unterscheidet sich von ihr vor allem durch die höhere Drehzahl. Für Heimwerker, die eine Wohnung oder ein Haus neu verkabeln, ist sie ausreichend – für den Dauereinsatz auf der Baustelle ist sie nicht gebaut. Dieser Beitrag ordnet die Herstellerdaten ein; einen eigenen, belegbaren Praxistest gibt es dazu nicht.

Die Daten im Überblick

Leistung1700 W
Leerlaufdrehzahl4500 U/min
Schlitztiefe10–40 mm, einstellbar
Schlitzbreite14, 19 oder 29 mm, in drei festen Stufen
Trennscheiben150 × 22,2 mm
Gewichtca. 4,7 kg
Kabelca. 1,8 m
Schutzklasse / SchutzgradII / IP20
Schalldruck / Schallleistung102 dB(A) / 113 dB(A)
Spannung230–240 V, 50 Hz
Power Plus POWE80050
Power Plus POWE80050

Was die Zahlen bedeuten

1700 Watt und 4500 U/min sind für eine Fräse mit 150-mm-Scheiben ordentliche Werte. Die Leistung reicht für Porenbeton, Ziegel und Kalksandstein ohne Mühe; in Beton wird es zäher, aber machbar, sofern die Diamantscheiben scharf sind.

40 mm Tiefe decken die üblichen Aufgaben ab: Kabelschlitze für Leerrohre, Schlitze für Unterputzdosen-Zuleitungen, dünne Wasserleitungen in Mehrschichtverbundrohr. Für Abwasserrohre oder dicke Heizungsleitungen reicht das nicht.

Drei feste Breiten sind ein Kompromiss. Für ein einzelnes Leerrohr genügt die schmalste Stufe, für zwei nebeneinander die breiteste. Stufenlos einstellen lässt sich die Breite nicht.

Der Lieferumfang

Laut Hersteller liegen Nockenschlüssel und Innensechskantschlüssel für den Scheibenwechsel, ein Mauerschlitzmeißel zum Ausbrechen des Stegs zwischen den Schnitten, ein Adapter für die Staubabsaugung sowie zwei Trennscheiben bei. Einen Transportkoffer gibt es bei diesem Modell nicht. Wer das Gerät gebraucht kauft, sollte prüfen, ob die Trennscheiben dabei sind – sie machen einen spürbaren Teil des Werts aus.

Den Meißel brauchen Sie wirklich: Die Fräse schneidet nur zwei parallele Schnitte, der Steg dazwischen bleibt stehen und wird anschließend herausgebrochen.

Laut ist sie – wie alle

102 dB(A) Schalldruck liegen deutlich über der Grenze, ab der Gehörschutz Pflicht ist. Das ist kein Mangel dieses Modells, sondern typisch für die Geräteklasse: Mauernutfräsen gehören zu den lautesten Elektrowerkzeugen im Haushalt. Ein Kapselgehörschutz gehört zur Grundausstattung, genauso wie eine Schutzbrille.

Staub ist das größere Problem

Beim Fräsen in Mauerwerk entsteht feiner Quarzstaub, der lungengängig und gesundheitsschädlich ist. Der Absauganschluss ist deshalb kein Extra, sondern Pflicht. Ein normaler Haushaltsstaubsauger ist nach wenigen Minuten verstopft oder beschädigt. Geeignet ist ein Baustaubsauger mindestens der Staubklasse M mit Filterabreinigung. Zusätzlich eine FFP2- oder besser FFP3-Maske tragen.

Für wen sie passt

Die POWE80050 passt zu Heimwerkern, die ein bis zwei Räume neu verkabeln, eine Küche umbauen oder einen Altbau Stück für Stück sanieren. Für diese Menge reicht die Robustheit der Einstiegsklasse. Wer ein ganzes Haus in einem Zug schlitzt oder regelmäßig Beton bearbeitet, ist mit einer Profimaschine mit Softanlauf, Überlastschutz und stärkerer Lagerung besser bedient. Einen Vergleich bietet die Bosch-Mauernutfräse, eine Stufe größer innerhalb der Marke ist die PowerPlus POWX0650.

Power Plus POWE80050

Vor dem ersten Schnitt

  1. Leitungen suchen. Mit einem Kabelsuchgerät die Wand abfahren und die Installationszonen nach DIN 18015-3 beachten. Arbeiten am Stromnetz selbst gehören in die Hand einer Elektrofachkraft.
  2. Schlitzverlauf anzeichnen – waagerecht oder senkrecht, nie schräg. Schräge Schlitze sind nicht zulässig und für den Nächsten, der in die Wand bohrt, eine Falle.
  3. Tiefe und Breite einstellen, nach Leerrohr plus etwas Spiel.
  4. Absaugung anschließen und prüfen, ob sie wirklich zieht.
  5. Führungsrolle an die Wand, Maschine anlaufen lassen, dann eintauchen.
  6. Gleichmäßig ziehen, nicht drücken. Die Scheiben arbeiten sich selbst voran.
  7. Steg ausmeißeln, Schlitz aussaugen, Rohr einlegen und verputzen.

Wie tief in tragendes Mauerwerk geschlitzt werden darf, regelt die Mauerwerksnorm; Einzelheiten stehen im Grundlagenbeitrag zur Mauernutfräse.

Stärken und Schwächen

Dafür
  • Kräftiger Motor für die Preisklasse
  • Tiefe bis 40 mm einstellbar
  • Meißel und Absaugadapter im Lieferumfang
  • Gewicht unter 5 kg
Dagegen
  • Breite nur in drei festen Stufen
  • Sehr laut, wie die ganze Klasse
  • Kein Koffer
  • Nicht für den Dauereinsatz gedacht

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zur POW 222?

Die Daten sind weitgehend gleich: 1700 Watt, 40 mm Tiefe, drei Breitenstufen, 4,7 kg. Die POWE80050 dreht mit 4500 statt 4000 U/min im Leerlauf. Die POW 222 wurde nach Angaben des Originalbeitrags mit Koffer geliefert.

Welche Scheiben passen?

Diamanttrennscheiben mit 150 mm Durchmesser und 22,2 mm Bohrung. Für Mauerwerk eignen sich Universal- oder Ziegelscheiben, für Beton spezielle Betonscheiben. Beide Scheiben immer paarweise wechseln.

Kann ich die Fräse mieten statt kaufen?

Für ein einzelnes Projekt ist Mieten oft günstiger, vor allem wenn Sie ohnehin einen Baustaubsauger mieten müssen. Beim Kauf lohnt sich die Einstiegsklasse, wenn mehrere Räume anstehen.

Video zum Thema

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