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Heimwerker-Berater

Tapeziertisch 3 teilig

Werkzeugvon Christoph4 Min. · 11 Abschnitte
Tapeziertisch 3 teilig
Inhalt11 Abschnitte
  1. Klassischer Tapeziertisch und 3-teiliges System
  2. Die Maße
  3. Arbeitshöhe richtig einstellen
  4. Belastbarkeit
  5. Holz oder Aluminium und Kunststoff
  6. Den Tisch zum Tapezieren vorbereiten
  7. Kleistern und Weichzeit
  8. Typische Fehler
  9. Pflege und Aufbewahrung
  10. Was ein Tapeziertisch kostet
  11. Häufige Fragen

Ein dreiteiliger Tapeziertisch besteht aus drei einzelnen Klapptischen, die sich zu einer langen Arbeitsfläche zusammenstellen lassen. Zum Tapezieren entsteht so eine Fläche von etwa 3 m Länge; danach dienen die Einzeltische als Werkbank, Ablage oder Beistelltisch. Der Vorteil ist die Vielseitigkeit, der Nachteil die Fugen zwischen den Teilen.

Klassischer Tapeziertisch und 3-teiliges System

Der klassische Tapeziertisch ist eine lange Platte von meist 300 × 60 cm, die sich in der Mitte oder zweimal falten lässt und auf Scherenbeinen steht. Die dreiteiligen Systeme dagegen sind eigenständige Tische, häufig 100 × 60 cm, jeder mit eigenen Beinen. Verbinder halten sie beim Tapezieren zusammen.

Dafür
  • Einzelne Tische auch für andere Arbeiten nutzbar
  • Jedes Teil leicht, etwa 4 kg
  • Oft höhenverstellbar
  • Kompakt zusammengeklappt, wenige Zentimeter dick
Dagegen
  • Fugen und leichte Höhenversätze zwischen den Tischen
  • Einzelne Tische tragen nur begrenzt
  • Weniger steif als eine durchgehende Platte
  • Für Buffets oder schwere Lasten oft zu wackelig

Die Maße

Eine Tapetenbahn ist meist 2,50 bis 2,70 m lang, bei Altbauten auch mehr. Damit sie ganz aufliegt, braucht der Tisch rund 3 m Länge. Drei Tische mit je 100 cm erfüllen das genau. Bei der Breite reichen 60 cm, weil die meisten Tapetenrollen 53 cm breit sind; Vliestapeten mit 70 oder 106 cm werden ohnehin meist an der Wand eingekleistert und brauchen den Tisch nur zum Ablängen.

Arbeitshöhe richtig einstellen

Viele Systeme lassen sich in mehreren Stufen verstellen, typischerweise zwischen etwa 72 und 93 cm. Die richtige Höhe liegt etwa auf Höhe der Handgelenke bei locker herabhängenden Armen – beim Kleistern steht man lange gebeugt, und jeder Zentimeter zu tief rächt sich am Rücken. Stellen Sie alle drei Tische auf dieselbe Stufe, sonst entstehen Kanten, an denen die feuchte Tapete knickt.

Belastbarkeit

Die angegebenen Werte liegen häufig bei 30 kg je Tisch, also 90 kg zusammen. Das reicht für Tapete, Kleistereimer und Werkzeug locker. Für schwere Arbeiten – Fliesen zuschneiden, Holz bearbeiten, Maschinen abstellen – ist das zu knapp. Hier ist ein Arbeitsbock mit aufgelegter Platte stabiler.

tapeziertisch 3 teilig im einsatz
Der Tapetentisch 3-teilig ist ein praktisches Werkzeug für das Tapezieren von Wänden und ermöglicht es, Tapetenbahnen einfach und präzise zuzuschneiden und zu kleben. | Foto: photography33 / Depositphotos.com

Holz oder Aluminium und Kunststoff

Holztische haben meist eine Platte aus Pappel- oder Fichtensperrholz. Sie sind günstig und angenehm für Cutter und Nahtroller, saugen aber Kleister und Wasser. Nach vielen Einsätzen quillt die Platte an den Kanten auf.

Tische mit Alu- oder Stahlgestell und Kunststoffplatte sind wasserfest, abwischbar und verziehen sich nicht. Beim Schneiden mit dem Cuttermesser hinterlassen sie aber Riefen, in denen sich Kleister sammelt. Legen Sie eine Schneidunterlage oder ein Stück Hartfaser unter.

Den Tisch zum Tapezieren vorbereiten

  1. Ebenen Stand prüfen. Alle Beine auf festem Boden, die Tische auf gleiche Höhe.
  2. Verbinder einsetzen, damit sich die Tische beim Arbeiten nicht auseinanderschieben.
  3. Fugen abdecken. Ein Streifen Folie oder Malervlies über die ganze Länge verhindert, dass Kleister in die Fugen läuft und die Bahnen an den Kanten hängen bleiben.
  4. Kante sauber halten. Die Tischkante ist Ihre Schneidführung. Kleisterreste darauf verschmieren die nächste Bahn.
  5. Eimer nicht auf den Tisch. Der Kleister gehört auf einen Hocker daneben. Ein umgekippter Eimer auf 3 m Tapete ist ein langer Nachmittag.

Kleistern und Weichzeit

Tapeten auf Papierbasis werden auf dem Tisch eingekleistert und dann gefaltet, damit sie weichen können. Dabei wird die Bahn von beiden Enden zur Mitte eingeschlagen, Kleister auf Kleister. Die Weichzeit steht auf der Rolle, meist 5 bis 10 Minuten. In dieser Zeit können Sie die nächste Bahn vorbereiten – dafür ist die lange Fläche gedacht. Wie Sie alte Bahnen vorher sauber abbekommen, steht unter Tapeten ablösen.

Typische Fehler

  • Tische auf unterschiedlicher Höhe. Die Bahn knickt an der Stufe, der Knick bleibt an der Wand sichtbar.
  • Zu niedrig gearbeitet. Rückenschmerzen nach der ersten Wand.
  • Holzplatte nicht abgewischt. Eingetrockneter Kleister zieht beim nächsten Einsatz die Oberfläche der Tapete mit.
  • Tisch als Leiter benutzt. Klapptische sind nicht dafür gebaut. Wer oben an der Decke arbeitet, braucht eine stabile Leiter.

Pflege und Aufbewahrung

Nach dem Tapezieren die Platten mit warmem Wasser abwischen, solange der Kleister noch weich ist. Holzplatten vollständig trocknen lassen, bevor Sie die Tische zusammenklappen. Aufrecht und trocken lagern, nicht im feuchten Keller. Scharniere und Verriegelungen gelegentlich mit einem Tropfen Öl gängig halten.

Was ein Tapeziertisch kostet

Einfache Holztische gibt es ab etwa 20 Euro. Dreiteilige Systeme mit Metallgestell und Höhenverstellung liegen bei 50 bis 120 Euro. Profi-Tapeziertische aus Aluminium mit durchgehender Platte kosten mehr, halten aber auch täglichen Einsatz aus.

Häufige Fragen

Kann ich einen dreiteiligen Tisch auch einzeln nutzen?

Ja, das ist sein eigentlicher Vorteil. Jeder Tisch steht auf eigenen Beinen und taugt als Beistelltisch, Ablage oder Arbeitsfläche beim Streichen.

Welche Alternative gibt es?

Zwei Böcke mit einer 3 m langen Platte aus Spanplatte oder Tischlerplatte. Das ist billiger, stabiler, aber schwerer zu transportieren.

Ist der Tisch für Vliestapete überhaupt nötig?

Weniger. Vliestapete wird meist an der Wand eingekleistert. Zum Ablängen der Bahnen ist ein langer Tisch trotzdem bequem.

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