Betonplatten 50x50

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Die Betonplatte im Format 50 × 50 cm ist der Klassiker für Gartenwege, Terrassen, Mülltonnenplätze und Flächen hinter der Garage. Sie ist günstig, robust und schnell verlegt. Ob die Fläche nach drei Wintern noch eben liegt, entscheidet allerdings nicht die Platte, sondern der Unterbau.
Maße, Stärken und Gewicht
Das Standardmaß ist 50 × 50 cm, üblich sind Stärken von 4 und 5 cm, für leichte Gehflächen auch 3 cm. Vier Platten ergeben einen Quadratmeter. Mit einer Rohdichte von rund 2.300 kg/m³ wiegt eine 5 cm starke Platte etwa 28 kg, eine 4 cm starke gut 22 kg. Eine Platte ist also kein Leichtgewicht – beim Tragen und Verlegen lohnen Handschuhe mit Grip und ein Plattenheber.
Deutlich leichtere Gewichtsangaben, wie man sie gelegentlich liest, passen nicht zu 5 cm Beton; sie gehören zu dünneren oder anderen Platten.
Wo sie eingesetzt werden
- Gartenwege und Trittflächen, auch als einzelne Trittplatten im Rasen.
- Terrassen mit einfachem Anspruch an die Optik.
- Stellflächen für Mülltonnen, Gartenhaus, Gewächshaus oder Fahrräder.
- Unterlagen unter Regentonnen oder Kompostern.
Für befahrene Flächen wie Einfahrten sind Platten dieses Formats nicht gedacht. Unter Autos brechen sie; dort gehören Pflastersteine mit passendem Unterbau hin.
Die Arten
| Art | Oberfläche | Eigenschaften |
| Gehwegplatte, grau | glatt oder leicht rau | günstig, schlicht |
| Waschbetonplatte | freigelegter Kies | rutschfest, robust, typisch für ältere Gärten |
| Terrassenplatte mit Vorsatz | eingefärbt, gestrahlt oder geschliffen | optisch hochwertiger, teurer |
| Platte mit Fase | abgeschrägte Kanten | weniger Kantenabbrüche, betont das Fugenbild |
Farben reichen von Grau über Anthrazit bis zu Rot- und Brauntönen. Eingefärbte Platten verblassen in der Sonne mit den Jahren etwas.
Der Unterbau
Eine Plattenfläche besteht aus drei Schichten:
- Tragschicht. Verdichteter Schotter, für Gehflächen meist 10 bis 20 cm stark. Sie trägt die Last und lässt Wasser versickern.
- Bettung. Eine Lage Splitt oder Brechsand, etwa 3 bis 5 cm, in der die Platten liegen und sich ausrichten lassen.
- Die Platten mit Fugen.
Die Aushubtiefe ergibt sich aus der Summe: Tragschicht plus Bettung plus Plattenstärke, bei einem Gartenweg also meist 20 bis 30 cm. Auf lehmigen, schlecht versickernden Böden eher mehr.
Verlegen Schritt für Schritt
- Fläche abstecken und Richtschnüre auf die spätere Oberkante spannen. Gefälle gleich einplanen.
- Ausheben und die Sohle verdichten.
- Schotter einbringen und lagenweise mit der Rüttelplatte verdichten.
- Randbegrenzung setzen, etwa Rasenkantensteine in Beton, damit die Fläche nicht seitlich auswandert.
- Splitt aufbringen und mit Abziehlatte auf zwei Leitschienen eben abziehen. Danach nicht mehr betreten.
- Platten legen, vom Rand aus, mit Fugen von 3 bis 5 mm. Mit dem Gummihammer auf Höhe klopfen und ständig mit der Wasserwaage prüfen.
- Fugen verfüllen mit Fugensand oder Splitt und einkehren.
Das Rütteln einer fertigen Plattenfläche ist nur mit Gummischürze an der Rüttelplatte ratsam und nur, wenn der Hersteller das für seine Platten erlaubt; dünne Platten brechen sonst.
Gefälle nicht vergessen
Wasser muss von der Fläche ablaufen, und zwar vom Haus weg. Üblich ist ein Gefälle von etwa 2 %, also 2 cm je Meter. Auf 4 m Terrassentiefe sind das 8 cm Höhenunterschied – genug, dass man es beim Abziehen des Splitts einplanen muss. Eine ebene Fläche ohne Gefälle bildet Pfützen, und im Winter gefriert das Wasser in den Fugen.

Reinigen und pflegen
Grünbelag und Moos lassen sich mit Bürste und Wasser oder mit einem Terrassenreiniger entfernen. Ein Hochdruckreiniger funktioniert, spült aber Fugenmaterial aus und raut die Oberfläche auf; mit Flächenreiniger und Abstand arbeiten und danach die Fugen nachsanden. Essig und andere Säuren greifen Zement an und haben auf Betonplatten nichts zu suchen. Unkrautvernichter, auch Hausmittel wie Salz oder Essig, sind auf befestigten Flächen ohnehin verboten. Für die Fugen hilft ein Fugenkratzer; mehr unter Fugen auf den Gehwegen reinigen.
Einzelne Platten austauschen
Eine gebrochene oder abgesackte Platte lässt sich einzeln herausnehmen: Fugen auskratzen, mit zwei Spachteln oder dem Plattenheber anheben, Bettung ergänzen und abziehen, neue Platte einsetzen und festklopfen. Das ist einer der Vorteile der ungebundenen Bauweise. Wer die Platten dagegen in Mörtel verlegt hat, muss für jede Reparatur stemmen.
Typische Fehler
- Kein oder zu dünner Unterbau. Die Platten sacken nach dem ersten Winter ab.
- Sand statt Splitt als Bettung. Sand hält Wasser und ist bei Frost anfällig; Ameisen lieben ihn.
- Keine Randeinfassung. Die äußeren Platten wandern nach außen.
- Ohne Fuge verlegt. Die Kanten platzen ab, wenn sich die Platten bewegen.
- Kein Gefälle. Pfützen, Moos und Frostschäden.
Häufige Fragen
Was kosten Betonplatten 50 × 50?
Einfache graue Gehwegplatten gibt es ab etwa 3 bis 4 Euro je Stück, also rund 15 Euro je Quadratmeter. Waschbeton und Platten mit Vorsatzschicht kosten mehr. Schotter, Splitt, Randsteine und das Leihen einer Rüttelplatte kommen hinzu.
Kann ich die Platten selbst verlegen?
Ja, das ist eine klassische Heimwerkerarbeit. Das Schwerste ist der Aushub und das Tragen der Platten.
Kann ich Platten auf eine alte Betonfläche kleben?
Auf einer tragfähigen, frostsicheren Fläche mit Gefälle geht das mit Klebemörtel für außen. Siehe Betonkleber.



