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Heimwerker-Berater

Eine Sauna selber bauen

Haushaltvon Andreas4 Min. · 9 Abschnitte
Eine Sauna selber bauen
Inhalt9 Abschnitte
  1. Planen, bevor gesägt wird
  2. Der Aufbau einer Saunawand
  3. Das richtige Holz
  4. Bänke bauen
  5. Ofen und Schutzgitter
  6. Lüftung der Kabine
  7. Die Tür
  8. Beleuchtung und Oberflächen
  9. Häufige Fragen

Eine Sauna selbst zu bauen, ist ein anspruchsvolles, aber gut machbares Projekt für Heimwerker mit Erfahrung im Holzbau. Im Kern ist es ein gedämmter Holzkasten mit Ofen, Bänken und Tür. Die Fehler, die später teuer werden, passieren bei der Dampfsperre und der Lüftung – nicht bei der sichtbaren Holzarbeit.

Planen, bevor gesägt wird

Legen Sie zuerst Größe, Standort und Bauart fest. Pro Person auf der Bank rechnet man grob 60 cm Sitzbreite; wer liegen will, braucht eine Bank von etwa 1,90 m Länge. Kleiner ist in einer Sauna besser als größer, denn jeder Kubikmeter muss aufgeheizt werden. Eine Kabine von 2 × 2 m mit 2 m Innenhöhe hat 8 m³ – für zwei bis drei Personen genug.

Klären Sie den Stromanschluss vorab. Saunaöfen in dieser Größe brauchen meist 400 V, und der Anschluss ist Sache der Elektrofachkraft. Die allgemeinen Voraussetzungen für den Aufstellraum stehen unter Sauna im Haus einbauen.

Der Aufbau einer Saunawand

Von außen nach innen besteht eine gedämmte Saunawand aus:

  1. Außenverkleidung aus Profilholz oder Platten.
  2. Ständerwerk aus Kanthölzern, darin die Dämmung.
  3. Dämmung aus Mineralwolle, mindestens einige Zentimeter, besser mehr. Kunststoffschäume sind wegen der Hitze ungeeignet.
  4. Dampfsperre aus Aluminiumfolie, die glänzende Seite nach innen. Sie hält die Feuchte aus der Dämmung fern und reflektiert Wärme zurück.
  5. Hinterlüftung durch Lattung, einige Zentimeter.
  6. Innenverkleidung aus Profilholz, Nut und Feder, senkrecht oder waagerecht.

Die Dampfsperre muss lückenlos sein. Stöße werden überlappt und mit Aluklebeband verklebt, Durchbrüche für Kabel und Lüftung sorgfältig angeschlossen. Jede Lücke lässt Dampf in die Dämmung, wo er kondensiert.

Das richtige Holz

Nordische FichteKlassiker für Wände und Decke. Langsam gewachsen, feinjährig, günstig. Harzt etwas.
HemlockHarzarm und astarm, ruhiges Bild, für Wände.
AbachiSehr leicht, leitet Wärme kaum, harzfrei. Standard für Bänke und Rückenlehnen.
EspeHeimische Alternative für Bänke, ebenfalls harzfrei und hell.
ThermoholzWärmebehandelt, dunkel, formstabil. Optisch beliebt, teurer.

Für Bänke nur astfreies, harzfreies Holz verwenden. Äste werden heiß, Harz tropft bei 90 °C aus und klebt auf der Haut. Die Bankleisten werden von unten verschraubt, damit keine Schraubenköpfe auf der Sitzfläche liegen, denn Metall wird in der Sauna heiß.

Bänke bauen

Die übliche Anordnung sind zwei Stufen: eine obere Liegebank und eine untere Sitz- oder Fußbank. Zwischen oberer Bank und Decke sollten etwa 1 m bis 1,10 m bleiben, damit man aufrecht sitzen kann und trotzdem in der warmen Zone ist. Die Bänke sind 50 bis 60 cm tief, Liegebänke gern mehr.

Die Bankleisten haben einige Millimeter Abstand zueinander, damit Wasser abläuft und Luft zirkuliert. Abnehmbare Bänke lassen sich leichter reinigen und trocknen.

Auftragung von Holzschutzwachs auf die Saunabank
Auftragung von Holzschutzwachs auf die Saunabank | Foto: ronstik / Depositphotos.com

Ofen und Schutzgitter

Der Saunaofen wird nach der Kabinengröße gewählt, grob 1 kW je Kubikmeter, bei viel Glas oder schlechter Dämmung mehr. Die Mindestabstände zu Wänden, Bänken und Decke gibt der Ofenhersteller vor und sie sind verbindlich. Um den Ofen herum gehört ein Schutzgitter aus Holz, damit niemand an das heiße Gehäuse stößt.

Die Steuerung wird außen an der Kabine montiert, der Temperaturfühler innen an der vom Hersteller genannten Stelle, meist über dem Ofen an der Decke oder Wand. Den elektrischen Anschluss übernimmt die Elektrofachkraft.

Lüftung der Kabine

Frische Luft strömt über eine Zuluftöffnung unten in Ofennähe ein und wird von der aufsteigenden Wärme verteilt. Die Abluft liegt auf der gegenüberliegenden Seite, häufig unterhalb der oberen Bank, damit die heiße Luft einen Weg durch den Sitzbereich nimmt. Größe und Lage empfehlen die Ofenhersteller; halten Sie sich daran. Eine schlecht gelüftete Sauna fühlt sich stickig an, auch bei richtiger Temperatur.

Die Tür

Die Tür öffnet nach außen und hat keinen Schließmechanismus außer einem Schnapper. Sie hat unten einen Spalt, der zur Zuluft beitragen kann. Eine Glastür muss aus Sicherheitsglas sein und wird am besten fertig gekauft; eine selbst gebaute Holztür muss sich trotz Hitze und Feuchte verzugsfrei halten, was mit Massivholz schwierig ist.

Beleuchtung und Oberflächen

Leuchten in der Kabine müssen für die hohen Temperaturen zugelassen sein und werden dort montiert, wo es nicht am heißesten ist, etwa unter der Bank oder hinter einer Blende. Die Innenverkleidung bleibt unbehandelt, allenfalls die Bänke bekommen ein Saunawachs oder Paraffinöl. Lack und Lasur gasen bei Hitze aus.

Häufige Fragen

Was kostet eine selbst gebaute Sauna?

Für Holz, Dämmung, Ofen, Steuerung und Tür kommen je nach Größe und Material meist einige tausend Euro zusammen; eine Spanne von etwa 2500 bis 6000 Euro ist realistisch. Der Elektroanschluss kommt dazu.

Innen oder außen?

Innen ist einfacher, weil Wetterschutz und Fundament entfallen. Draußen braucht es ein Fundament, ein dichtes Dach und eine Stromleitung zum Gartenhaus. Ideen dazu unter Fasssauna und Gartensauna mit Holzofen.

Geht es auch als Bausatz?

Ja, und für viele ist das die bessere Wahl: Die Elemente kommen vorgefertigt, die Dampfsperre ist schon drin. Einen Überblick gibt Heimsauna.

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