Fassauna

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Eine Fasssauna ist eine Außensauna in Form eines liegenden Holzfasses. Die runde Form hat einen praktischen Grund: Sie umschließt einen kleinen Innenraum mit wenig Fläche, wärmt sich schnell auf und lässt die warme Luft gleichmäßig zirkulieren. Sie ist die günstigste Art, eine echte Sauna in den Garten zu stellen – verlangt aber mehr Pflege als eine Sauna im Haus.
Wie sie aufgebaut ist
Die Wand besteht aus Dauben, also Holzbohlen mit Nut und Feder, die zu einem Ring zusammengesteckt werden. Stirnwände schließen das Fass vorn und hinten ab, eine davon mit Tür. Außen halten Spannbänder aus Edelstahl das Fass zusammen. Innen stehen Sitzbänke längs, der Ofen sitzt meist hinten oder vorn neben der Tür. Manche Modelle haben einen abgetrennten Vorraum zum Umziehen oder eine Terrasse unter einem Dachüberstand.
Üblich sind Längen von etwa 1,8 bis 4 m bei einem Durchmesser um 2 m. Für zwei bis vier Personen reicht ein kurzes Fass.

Holzart und Wandstärke
| Holz | Eigenschaften |
| Fichte | Günstig, hell, arbeitet stärker und muss gut geschützt werden |
| Kiefer | Harzreicher, witterungsfester als Fichte |
| Thermoholz | Durch Hitze behandelt, quillt und schwindet kaum, lange haltbar |
| Zeder | Sehr haltbar, aromatisch, deutlich teurer |
Die Wandstärke entscheidet über Wärmedämmung und Formstabilität. Dauben mit 40 mm und mehr gelten als solide, günstige Modelle kommen teils mit 35 mm. Dünnere Wände heizen schneller auf, kühlen aber auch schneller aus und verziehen sich eher. Mehr zu wärmebehandeltem Holz unter Thermoholz.
Holzofen oder Elektroofen
Der Holzofen macht die Sauna unabhängig vom Stromnetz und sorgt für das klassische Knistern. Er braucht trockenes Brennholz, ein Rauchrohr mit Funkenschutz und etwas Übung beim Anheizen. Eine Feuerstätte muss vom bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger abgenommen werden, bevor sie in Betrieb geht.
Der Elektroofen ist bequemer und regelbar, für eine Fasssauna meist mit 6 bis 9 kW. Er braucht fast immer einen Drehstromanschluss mit 400 V, und den verlegt eine Elektrofachkraft. Die Aufheizzeit liegt bei beiden Varianten dank des kleinen Raums bei deutlich unter einer Stunde, im Winter länger. Wer tiefer ins Thema Holzofen einsteigen will, findet mehr unter Gartensauna mit Holzofen.
Der Untergrund
Die Fasssauna liegt auf zwei oder mehr Auflagern, sogenannten Wiegen. Diese brauchen einen ebenen, tragfähigen Untergrund: eine Betonplatte, Gehwegplatten auf verdichtetem Schotter oder mehrere Punktfundamente. Wichtig ist Abstand zum Boden, damit Spritzwasser und Bodenfeuchte das Holz nicht erreichen. Ein leichtes Gefälle nach hinten sorgt dafür, dass Wasser aus dem Innenraum über ein Ablaufloch abläuft.
Pflege: Spannbänder, Dach, Holzschutz
Holz arbeitet. Im Sommer trocknet es und schwindet, im Winter quillt es. Die Spannbänder müssen deshalb mehrmals im Jahr nachgespannt werden, besonders in der ersten Saison. Sonst öffnen sich Fugen zwischen den Dauben, und es regnet hinein.
Auf die Oberseite gehört ein Wetterschutz aus Bitumenschindeln oder eine Abdeckung, denn waagerechte Holzflächen verwittern am schnellsten. Außen schützt eine Lasur oder ein Öl für Außenholz. Innen bleibt das Holz unbehandelt – Anstriche geben bei Saunatemperatur Dämpfe ab.
Nachteile, die man kennen sollte
- Harz tritt aus. Besonders bei Kiefer und Fichte quillt bei Hitze Harz aus Ästen. Es lässt sich abkratzen, wenn es kalt und hart ist.
- Verformung. Schlecht getrocknetes Holz oder zu dünne Dauben verziehen sich.
- Schimmel. Nach dem Saunagang Tür und Lüftung offen lassen, damit die Feuchtigkeit entweicht.
- Wenig Platz. Liegen ist in kurzen Fässern kaum möglich.
Typische Fehler
- Spannbänder nie nachgezogen. Nach dem ersten trockenen Sommer klaffen Fugen, und beim Aufheizen entweicht die Wärme.
- Direkt auf den Rasen gestellt. Die unteren Dauben ziehen Feuchtigkeit und faulen.
- Innen lasiert. Bei 80 °C riecht der Anstrich und gibt Dämpfe ab.
- Tür nach dem Saunieren geschlossen. Die Restfeuchte bleibt im Holz, und in den Ecken wächst Schimmel.
So benutzen Sie die Fasssauna
- Aufheizen auf 70 bis 90 °C, je nach Vorliebe.
- Vorher duschen und abtrocknen. Trockene Haut schwitzt schneller.
- 8 bis 15 Minuten pro Gang, auf einem Handtuch sitzen oder liegen.
- Abkühlen an der frischen Luft, dann kalt abduschen oder ins Tauchbecken.
- Ruhen, bevor der nächste Gang beginnt. Zwei bis drei Gänge sind üblich.
Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen klären das Saunieren vorher mit dem Arzt.
Häufige Fragen
Was kostet eine Fasssauna?
Einfache Bausätze beginnen bei etwa 1500 Euro. Mit dicken Dauben, Thermoholz, Vorraum und gutem Ofen liegen die Preise bei 4000 bis 8000 Euro und darüber.
Kann man eine Fasssauna selbst bauen?
Aus einem Bausatz ja, zwei Personen schaffen das an ein bis zwei Tagen. Komplett ohne Bausatz ist es aufwendig, weil die Dauben exakt passen müssen. Hinweise zum Eigenbau stehen unter Sauna selber bauen.
Braucht man eine Baugenehmigung?
Kleine Gartensaunen sind in vielen Bundesländern verfahrensfrei. Abstandsflächen, Bebauungsplan und die Abnahme des Holzofens gelten trotzdem. Einen Überblick über Innen- und Außensaunen bietet Heimsauna.


