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Heimwerker-Berater

Eine Sauna im Haus einbauen - Das sollte man beachten

Haushaltvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Eine Sauna im Haus einbauen - Das sollte man beachten
Inhalt9 Abschnitte
  1. Welche Sauna es sein soll
  2. Welcher Raum sich eignet
  3. Maße und Abstände
  4. Der Stromanschluss
  5. Lüftung: zwei Kreisläufe
  6. Holz und Verarbeitung
  7. Die Tür
  8. Steuerung und Komfort
  9. Häufige Fragen

Eine Sauna passt in erstaunlich viele Häuser: in den Keller, ins Bad, unters Dach oder in eine Ecke des Schlafzimmers. Die Kabine selbst ist selten das Problem. Über das Gelingen entscheiden der Stromanschluss, die Lüftung des Raums und der Umgang mit der Feuchtigkeit, die nach jedem Aufguss irgendwohin muss.

Welche Sauna es sein soll

Vor der Raumfrage steht die Bauart, weil sie bestimmt, was der Raum leisten muss.

BauartTemperaturAnschlussBesonderheit
Finnische Sauna80–100 °Cmeist 400 VAufgüsse, viel Feuchte im Raum
Kombi- oder Biosauna45–60 °C, feuchter400 VVerdampfer am Ofen, milder
Infrarotkabinedeutlich niedrigeroft 230 VStrahler wärmen den Körper direkt, kaum Feuchte

Für die klassische Sauna mit Aufguss führt am Starkstrom meist kein Weg vorbei, weil Öfen ab einer bestimmten Leistung nur dreiphasig angeschlossen werden. Infrarotkabinen kommen dagegen oft mit einer normalen Steckdose aus und sind deshalb in Mietwohnungen die einfachere Lösung. Einen Überblick über alle Bauformen gibt Heimsauna.

Eine Infrarot-Heimsauna
Eine Infrarot-Heimsauna | Foto: mulevich / Depositphotos.com

Welcher Raum sich eignet

Der Aufstellraum braucht vier Dinge: eine tragfähige, ebene Bodenfläche, ausreichende Deckenhöhe, eine Lüftungsmöglichkeit und einen Stromanschluss in der Nähe. Ein Fenster ist nicht Pflicht, erleichtert aber das Ablüften erheblich.

  • Keller: oft ideal wegen Platz und Ruhe, aber nur, wenn er trocken ist. In einem feuchten Keller wird die Sauna zum Schimmelproblem.
  • Badezimmer: praktisch wegen der Dusche daneben. Hier gelten zusätzlich die Schutzbereiche für Elektrik nach DIN VDE 0100-701.
  • Dachgeschoss: möglich, wenn die Kabinenhöhe unter die Schräge passt. Schrägen verlangen meist eine Sonderanfertigung.
  • Wohnräume: gehen für Infrarotkabinen gut, für finnische Saunen nur mit sehr guter Lüftung.

Maße und Abstände

Eine Kabine für zwei bis drei Personen braucht eine Grundfläche von grob 2 × 2 m, für eine Person reicht weniger. Die Innenhöhe liegt meist bei 1,90 bis 2,10 m; höher ist ungünstig, weil sich die Wärme unter der Decke sammelt, wo niemand sitzt.

Zwischen Kabine und Wänden muss Luft bleiben, damit die Rückseite abtrocknen kann. Üblich sind einige Zentimeter zu Innenwänden und etwas mehr zu Außenwänden, genaue Werte nennt der Hersteller. Dasselbe gilt für den Abstand zur Decke. Eine Kabine, die bündig an einer kalten Außenwand steht, bildet dort Kondenswasser.

Der Stromanschluss

Ein Saunaofen für eine Kabine im Haus hat meist zwischen etwa 4,5 und 9 kW. Als grober Anhalt gilt rund 1 kW je Kubikmeter Kabinenvolumen, bei viel Glas etwas mehr. Der Ofen wird an einen eigenen Stromkreis mit 400 V angeschlossen, und das ist Arbeit am Netz für die Elektrofachkraft. Dazu gehören ein passender Leitungsquerschnitt, eine eigene Absicherung und ein Fehlerstromschutzschalter.

Planen Sie den Anschluss früh. Wenn die Leitung erst durch zwei Stockwerke gezogen werden muss, kostet das mehr als manche Kabine.

Lüftung: zwei Kreisläufe

In einer Sauna gibt es zwei Lüftungsfragen. In der Kabine sorgen eine Zuluftöffnung unten in der Nähe des Ofens und eine Abluftöffnung auf der gegenüberliegenden Seite dafür, dass verbrauchte Luft abzieht und frische nachkommt. Diese Öffnungen sind Teil der Kabine und dürfen nicht zugestellt werden.

Im Aufstellraum muss die Feuchtigkeit abgeführt werden, die bei jedem Aufguss und beim Öffnen der Tür entweicht. Ein Fenster, das nach dem Saunagang geöffnet wird, genügt oft. In Kellern ohne Fenster gehört ein Ventilator mit Abluft nach draußen dazu.

Holz und Verarbeitung

Die Wände bestehen meist aus nordischer Fichte oder Hemlock, die Bänke aus Abachi oder Espe. Diese Hölzer leiten Wärme schlecht, werden also auf der Haut nicht zu heiß, und sie harzen nicht. Astlöcher in den Bänken sind unerwünscht, weil sich Äste stärker aufheizen.

Behandelt wird das Holz innen nicht mit Lack, allenfalls die Bänke mit einem speziellen Saunawachs oder Paraffinöl. Lacke und Lasuren dünsten bei Hitze aus. Beim Kauf lohnt ein Blick auf Prüfzeichen für schadstoffarme Materialien und Klebstoffe.

Die Tür

Die Saunatür öffnet nach außen und hat kein Schloss, sondern nur einen Magnet- oder Rollenschnapper. Wer im Notfall gegen die Tür fällt, muss hinausgelangen. Glastüren sind aus Sicherheitsglas; die Glasfläche erhöht allerdings den Wärmeverlust, was der Ofen ausgleichen muss.

Steuerung und Komfort

Die Steuerung sitzt außen an der Kabine. Sie regelt Temperatur und Laufzeit und hat eine automatische Abschaltung nach einer maximalen Heizdauer, die bei Heimsaunen vorgeschrieben ist. Moderne Steuerungen lassen sich vorwählen, sodass die Sauna warm ist, wenn Sie nach Hause kommen.

Zum Komfort gehören Kopfstützen aus Holz, eine Rückenlehne, indirektes Licht mit hitzefesten Leuchten und ein Thermometer mit Hygrometer. Kissen und Textilien aus Kunststoff bleiben draußen; Handtücher als Unterlage sind Pflicht, schon aus Hygienegründen.

Häufige Fragen

Element- oder Massivholzsauna?

Elementsaunen haben gedämmte Wandelemente und heizen schneller auf. Massivholzsaunen aus Blockbohlen speichern mehr Wärme und ergeben ein angenehmeres Klima, brauchen aber länger. Im Haus sind Elementsaunen verbreiteter.

Kann ich die Sauna selbst aufbauen?

Eine Bausatz-Kabine ja, das ist Tischlerarbeit auf Heimwerkerniveau. Den Ofen schließt die Elektrofachkraft an. Wer ganz von vorn beginnen will, findet die Schritte unter Eine Sauna selber bauen.

Was kostet eine Sauna im Haus?

Kleine Infrarotkabinen gibt es ab etwa 1000 Euro. Elementsaunen für zwei bis drei Personen mit Ofen und Steuerung liegen meist zwischen 2500 und 6000 Euro, plus Elektroanschluss. Für draußen siehe Gartensauna mit Holzofen.

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