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Eine Sauna selber bauen

Jeder möchte sein Zuhause so gemütlich wie möglich gestalten. Dabei sind natürlich die eigenen Bedürfnisse und Wohlfühlfaktoren sehr unterschiedlich ausgelegt. Von einer dekorativen Innengestaltung bis hin zu Gestaltung mit zahlreichen Hilfsmitteln oder zusätzlichen Geräten ist nahezu alles denkbar, was für den Wohnraum angemessen ist. Dazu kann dann auch gerne mal eine private Sauna gehören. Diese lässt sich auch individuell in Form und Größe gestalten.

Was Sie beachten müssen wenn Sie eine Heimsauna odeer eine Gartensauna selbst bauen möchten, das wollen wir Ihnen mit diesem Ratgeber rund um die eigene Sauna in den heimischen vier Wänden näher erläutern.

Darum geht es hier:

  • Was eine Sauna genau ist und welche Varianten möglich sind
  • Positive Aspekte des Saunagangs
  • Was bereits vor dem Bau zu beachten ist
  • Wie Sie Ihre Sauna selbst bauen können
  • Ausführliche Antworten auf mögliche Fragen
Eine Sauna selber bauen

Eine Sauna selber bauen | Foto: Nobilior / Depositphotos.com

Die Sauna und was genau diese ist

Eine Sauna hat bereits seit vielen Jahrzehnten bereits Tradition. Ihre erwähnenswerten Anfänge hatte die klassische Sauna in Finnland und Schweden. In diesen eher kalten und rauen Ländern, wusste man bereits früh um die positiven Faktoren dieser kleinen Kabinen auf die Gesundheit. Bei der Sauna handelt es sich im eigentlichen Sinn um einen geschlossenen Raum, meist umgeben von einem Holzaufbau, in dem mit hoher Feuchtigkeit und Hitze dem Körper vor allem im Bereich der Abwehrkräfte etwas gutes getan wird. Die Sauna betritt man in der Regel ohne Kleidung, lediglich mit einem Handtuch bedeckt. Durch Wasserdampf welcher meist durch die Zugabe von Wasser auf ein Kohlebecken mit glühendem Inhalt gegossen wird, kann dann die hohe Luftfeuchtigkeit erzeugt werden. Dadurch entstehen wiederum hohe Temperaturen.

Durch das ausschwitzen können unter anderem Bakterien und ähnliches abgetötet werden. Das stärkt wiederum das Immunsystem, so wie den Kreislauf. Gefördert wird das Ganze noch durch die hohen Temperaturschwankungen. Denn nach der Sauna steht meist noch der Gang in ein Wasserbecken mit niedrigen Temperaturen an, um eben das Immunsystem stärken zu können. In vielen Ländern hat das sogenannte Saunieren eine breite Anhängerschaft, welche regelmäßig den Gang in die Sauna genießt. Vor allem die Schweden Sauna ist eine bekannte Variante, welche auch hierzulande sehr beliebt ist.

Die positiven Effekte des Saunierens

Allein des Spaßes wegen geht kaum jemand in die Sauna. Es sind viel mehr die positiven Aspekte dieser Freizeitgestaltung welche für die meisten ein wichtiger Faktor ist. Diese sind zudem reichhaltig. Denn das Saunieren hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile die man kennen sollte. So wird zum Beispiel das Herz-Kreislauf-System bei regelmäßigen Gängen gestärkt. Denn durch die hohen Temperaturen im Raum, versucht der Körper sich abzukühlen. In Folge dessen pumpt das Herz bis zu dreimal mehr Blut durch den Körper. Bei regelmäßigen Gängen lässt sich das Herz dadurch also stärken, so dass es später höhere Belastungen aushalten kann.

Zudem werden durch das verstärkte Schwitzen auch giftige Stoffe aus dem Körper schnell und zuverlässig transportiert. Die Abfallstoffe die im Gewebe eingelagert sind verschwinden bei diesem Prozess also. Zudem lässt sich durch das Saunieren auch das Hautbild nachhaltig und effektiv verbessern. Sogar für Menschen mit einer Hauterkrankung kann die Sauna ein echter Segen sein, da der Besuch eine gewisse Linderung verspricht.

Auch die Atemwege und der Blutdruck profitieren dabei. Durch die Gefäßerweiterung lässt sich der Blutdruck ebenfalls senken, was natürlich der Gesundheit ebenfalls dienlich ist. Durch den Dampf der in der Sauna entsteht wird unter anderem das Atmen erleichtert und kann im besten Fall sogar Atemwegserkrankungen vorbeugen, beziehungsweise diese lindern. Es sind also viele positive Punkte welche für einen Saunagang sprechen. Testen Sie dabei aber immer, welche Temperatur Ihnen dabei gut tut. Hierfür gibt es unterschiedliche Räume, welche sich in verschiedenen Temperaturbereichen bewegen.

Das ist schon vor dem Bau zu beachten

Immer mehr Menschen schwören auf die Sauna. Einige haben sogar ihre eigene Sauna zuhause. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wie die Sauna gebaut werden kann. Zum einen kann diese im Garten oder in der Wohnung aufgebaut werden. Dabei spielt natürlich der Platz und der eigene Anspruch an den Standort eine tragende Rolle. Sowohl im Innen-, wie auch Außenbereich sollten Sie jedoch bereits vor dem Bau einiges beachten, bevor es dann losgehen kann. Zudem kann die Sauna von einem Fachmann, oder auch in Eigenregie gebaut werden. Letzteres spart natürlich einiges an Zeit. Sie können hierbei entweder einen Bausatz, oder nach eigenem Plan bauen. Eben ganz Wie Sie es gern möchten.

Bauen Sie im Außenbereich, so sollte Die Sauna wetterfest sein. Harte Hölzer bieten sich also am besten an. Erfragen Sie auch im Vorfeld ob bestimmte Erlaubnisse oder Bestimmungen beim Bau der Sauna erfüllt werden müssen. Auch die Nachbarn oder der Vermieter sollten am besten noch gefragt werden um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.

Im Innenbereich ist vor allem wichtig, dass die Sauna so gebaut wird das durch diese keine Schäden, zum Beispiel zur Feuchtigkeit entstehen. Nordische Fichte oder Hemlock Holz sind besonders für den Saunabau geeignet, da diese Hölzer sehr robust sind und eine hohe Dichte aufweisen. Planen Sie zudem pro Person einen Platz von maximal 1,5 qm² ein. Der Raum in dem sich die Sauna später befindet sollte ebenfalls gut belüftet sein.

So bauen Sie Ihre eigene Sauna

Eine ausführliche Anleitung für den Bau der Sauna selbst ist schwer zu stellen und würde auch den Rahmen sprengen. Unterschiedliche Baumärkte und weitere Seiten stellen meist kostenlos Pläne wie diese gestaltet werden kann. Dennoch wollen wir an dieser Stelle eine Art Checkliste stellen, wie beim Saunabau vorzugehen ist.

Wird die Sauna im Innenraum gebaut was auch meist die beste Vorgehensweise für Einsteiger ist, sollte ein Raum für den Bau gewählt werden, welcher gute belüftet werden kann. Ansonsten kann es sein, dass durch die Feuchtigkeit über kurz oder lang im Innenraum Schimmel entsteht und das will schließlich keiner. Die Außenwände der Sauna sollten einen Mindestabstand von 10 cm zu anderen Innenraumwänden haben. Sonst kann sich auch hier Staunässe und Schimmel bilden.

Die passenden Strom- und Wasseranschlüsse sollten ebenfalls in Reichweite sein. Gerade die Saunaöfen benötigen in vielen Fällen einen Starkstromanschluss. Zu dem Saunaofen gehört auch das passende Steuergerät. Beides darf nur von einer Fachkraft installiert werden. In keinem Fall dürfen Sie die Installation selbst durchführen! Durch ein Abluftrohr kann frische Luft zugeführt und verbrauchte Luft abgeführt werden.

Der Bodenbelag ist ebenfalls ein sehr wichtiger Faktor beim Bau der Sauna. Dieser muss Feuer- und wasserfest sein. Dafür bieten sich in erster Linie Feinsteinzeugfliesen an, da sich diese vor allem leicht reinigen lassen aber auch robust genug sind.

Die verschiedenen Varianten der Sauna

Die wohl bekannteste Sauna ist die Schweden Sauna oder Finnen Sauna. Hier wird mit Wasserdampf und Hitze welche unter anderem durch den Aufguss entsteht erzielt. Doch nicht nur diese Form der Sauna erfreut sich großer Beliebtheit. Auch was die weiteren Varianten angeht gibt es hierzu weitere Alternativen. Eine davon ist zum Beispiel die Infrarot Kabine. Diese Variante hat aber nur wenig mit der klassischen Sauna zu tun, da hier vor allem mit der Hitze aus der Infrarotkabine gearbeitet wird. Wasserdampf oder ähnliches kommt hierbei nicht zum Einsatz. Dennoch wirkt auch diese Sauna positiv auf das körperliche Wohlbefinden.

Die Elementsauna ist auch eine Art der klassischen Sauna, nur wird diese eben über vorgefertigte Elemente genau nach Maß aufgebaut. Dies ähnelt einem Baukasten bei dem die unterschiedlichen Teile lediglich miteinander verschraubt werden müssen. Die Funktionsweise ist aber dieselbe wie bei der klassischen Finnensauna. Denn auch hier wird mit Wasserdampf und Hitze gearbeitet.

Auftragung von Holzschutzwachs auf die Saunabank

Auftragung von Holzschutzwachs auf die Saunabank | Foto: ronstik / Depositphotos.com

FAQ

✅ Was kostet es eine Sauna selbst zu bauen?

Die Kosten für eine Sauna können sehr stark variieren. Dabei kommt es unter anderem auch darauf an, ob Sie die Sauna selbst bauen, oder bauen lassen. Wenn die Sauna selbst gebaut wird, dann sparen Sie bereits einiges an Kosten. Dennoch sind Material und Arbeitszeit nicht zu unterschätzen. Verwenden Sie zum Beispiel eine Vorgefertigte Sauna, dann lässt sich diese zwar etwas einfacher bauen, doch die Kosten sind ebenfalls höher. Im Schnitt können Sie jedoch beim Bau der Sauna in Eigenverantwortung mit Kosten zwischen 2.500 und 6.200 Euro rechnen. Hinzu kommt natürlich noch um welche Art Sauna es sich am Ende handeln soll. Eine Infrarotkabine kann hier schon mal günstiger sein.

✅ Wie wird die Sauna isoliert?

Wie bei allem was gebaut wird und Türen wie Wände hat, ist auch die Isolierung der Sauna wichtig. Dadurch kann die Wärme im Innern gehalten werden und auch die Feuchtigkeit tritt nicht zu einfach aus. Schwierig ist es jedoch das passende Material für die Isolierung der Sauna zu finden, denn dieses soll schließlich auch nicht zu empfindlich für eventuelle Feuchtigkeit sein. Besonders gut haben sich deshalb bei der Isolierung Mineraldämmwolle, Hanf aber auch Kork erwiesen, da diese Stoffe ebenfalls robust sind.

✅ Was ist besser, Innen- oder Außenbereich?

Die Frage kann ich im Grunde nur jeder selbst beantworten. Denn im Grunde spielt es keine wirkliche Rolle ob die Sauna im Innenbereich, oder im Außenbereich aufgestellt ist. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist natürlich im Außenbereich dass man sich um entstehende Feuchtigkeit keine Sorgen machen muss. Doch was das Verlegen von Anschlüssen angeht, so ist natürlich der Innenbereich von Vorteil. Hier gilt es für jeden selbst die Wünsche und Kosten abzuwägen, um für sich die beste Entscheidung zu treffen.


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