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Heimwerker-Berater

So verschwindet die lästige Besucherritze

Haushaltvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
So verschwindet die lästige Besucherritze
Inhalt10 Abschnitte
  1. Warum überhaupt zwei Matratzen
  2. Wann die Ritze wirklich stört
  3. Die vier Lösungen im Vergleich
  4. Die Liebesbrücke
  5. Der Topper
  6. Partnerbezug und Gurt
  7. Wenn die Matratzen unterschiedlich hoch sind
  8. Die Liebesbrücke selbst bauen
  9. Worauf es beim Kauf ankommt
  10. Häufige Fragen

Die Besucherritze ist die Fuge zwischen zwei Einzelmatratzen im Doppelbett. Sie drückt, wenn man darauf liegt, und wird zur Rinne, sobald ein Kind nachts dazwischenkriecht. Schließen lässt sie sich auf vier Wegen, von der Füllung für wenige Euro bis zur durchgehenden Liegefläche. Welcher passt, hängt davon ab, wie breit die Ritze ist und ob beide Matratzen gleich hoch sind.

Warum überhaupt zwei Matratzen

Zwei Einzelmatratzen sind im Doppelbett die Regel, und das hat Gründe. Jeder kann den Härtegrad wählen, der zu Gewicht und Schlafposition passt. Wer sich nachts dreht, bringt die Matratze des Partners weniger in Bewegung. Und zwei Matratzen mit 80 oder 90 cm Breite sind leichter zu wenden und zu beziehen als eine mit 180 cm.

Der Preis dafür ist die Lücke in der Mitte. Sie entsteht, weil Matratzen an den Kanten nachgeben und nie ganz plan aneinanderliegen.

Wann die Ritze wirklich stört

Solange jeder auf seiner Seite schläft, merkt man sie kaum. Unangenehm wird es, wenn Paare eng zusammen liegen, wenn Kinder oder der Hund dazukommen oder wenn die Matratzen verrutschen und die Fuge mit den Monaten breiter wird. Dann liegt man mit Hüfte oder Schulter auf zwei weichen Kanten und einem Loch dazwischen.

Zwei Betten mit spalt sind nicht schoen
Früher wurden einfach die Holzbettgestelle aneinandergestellt, um ein Doppelbett zu erhalten. Der Abstand zwischen den Matratzen war dabei sehr groß. Mit einer selbst gemachten Doppelbettbrücke lässt sich auch diese Lücke einigermaßen schließen. | Foto: cocoparisienne / pixabay.com

Die vier Lösungen im Vergleich

LösungWirkungGeeignet für
Liebesbrückefüllt die Fugeschmale Ritzen, gleiche Matratzenhöhe
Topperüberdeckt die Fugealle Fälle, wenn die Matratzen ähnlich hart sind
Partnerbezughält beide Matratzen zusammenverrutschende Matratzen
Matratzengurtzieht die Matratzen zusammengünstige Sofortlösung

Die Liebesbrücke

Die Liebesbrücke, auch Doppelbettbrücke genannt, ist ein Schaumstoffkeil mit T-förmigem Querschnitt. Der schmale Steg steckt in der Fuge, die breite Oberseite legt sich über die beiden Matratzenkanten. Übliche Breiten liegen zwischen 18 und 25 cm. Sie wird unter das Spannbettlaken gelegt und fällt dann nicht mehr auf.

Modelle mit Bezug sind waschbar und verrutschen weniger, weil der Stoff auf der Matratze haftet. Modelle ohne Bezug sind günstiger und atmen besser, der blanke Schaum nimmt aber Schweiß und Staub auf und lässt sich nicht waschen.

Der Topper

Ein Topper ist eine Matratzenauflage aus Schaum, Latex oder Gel mit einer Höhe von etwa 4 bis 9 cm. Liegt ein durchgehender Topper über beiden Matratzen, verschwindet die Fuge komplett. Er verändert aber auch das Liegegefühl: Eine harte Matratze wird weicher, eine weiche noch weicher. Paare mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen verlieren damit einen Teil des Vorteils getrennter Matratzen.

Dünne Matratzenauflagen aus Stoff oder Vlies sind billiger, überdecken die Ritze aber nur optisch. Man spürt sie trotzdem.

Partnerbezug und Gurt

Ein Partnerbezug ist ein großer Matratzenbezug mit Reißverschluss, in den beide Matratzen zusammen hineinkommen. Er hält sie fest aneinander und hat oft eine eingearbeitete Mittelzone. Das funktioniert gut, wenn die Matratzen gleich hoch sind.

Ein Matratzengurt ist ein Spanngurt, der um beide Matratzen gelegt und zugezogen wird. Er kostet wenig und verhindert das Auseinanderwandern. Kombiniert mit einer Liebesbrücke ist das oft schon die ganze Lösung.

Wenn die Matratzen unterschiedlich hoch sind

Ein Höhenunterschied von ein, zwei Zentimetern macht die Ritze zur Stufe. Eine Liebesbrücke hilft dann nicht, weil sie auf einer Seite in der Luft hängt. Möglichkeiten:

  • Die niedrigere Matratze unterlegen, etwa mit einer dünnen Schaumstoffplatte auf dem Lattenrost.
  • Einen dickeren Topper verwenden, der die Stufe schluckt.
  • Beim nächsten Kauf gleiche Höhen wählen. Das spart später alle Tricks.

Die Liebesbrücke selbst bauen

Aus einer Schaumstoffplatte mittlerer Festigkeit lässt sich ein Keil selbst zuschneiden. Am saubersten gelingt der Schnitt mit einem elektrischen Messer oder einem langen, sehr scharfen Brotmesser.

  1. Maß nehmen: Bettlänge, Breite der Fuge und gewünschte Breite der Auflage.
  2. Zwei Streifen schneiden: einen breiten für die Oberseite, einen schmalen für den Steg.
  3. Verkleben mit Sprühkleber für Schaumstoff und gut trocknen lassen.
  4. Einen Bezug nähen oder einen alten Kissenbezug in Streifen umnähen, damit der Schaum geschützt ist.

Der Materialpreis liegt meist unter dem einer gekauften Brücke. Den Kleber vor dem Einsatz gut auslüften lassen.

Worauf es beim Kauf ankommt

Die Länge der Brücke sollte der Matratzenlänge entsprechen, meist 200 cm. Der Schaum sollte eine Festigkeit haben, die zur Matratze passt – zu hart spürt man als Kante, zu weich gibt er nach. Ein abnehmbarer, waschbarer Bezug ist bei jedem Produkt ein Plus, das direkt am Körper liegt.

Ein Holzbett mit einer grossen Matratze
Ein großes Familienbett ist das Allergrößte für die Kleinen. | Foto: 8moments / pixabay.com

Häufige Fragen

Warum nicht einfach eine große Matratze?

Weil beide dann denselben Härtegrad haben. Das passt bei ähnlicher Statur, sonst schläft einer schlechter. Außerdem ist eine Matratze mit 180 cm Breite schwer zu wenden.

Hilft ein großes Spannbettlaken allein?

Ein durchgehendes Laken hält die Matratzen etwas zusammen, schließt die Fuge aber nicht. Zusammen mit Gurt oder Brücke ist es sinnvoll.

Was kostet eine Liebesbrücke?

Einfache Modelle ohne Bezug gibt es ab etwa 15 Euro, mit waschbarem Bezug und hochwertigem Schaum liegt man bei 30 bis 60 Euro.

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