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Heimwerker-Berater

Ascheeimer

Reinigungvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Inhalt9 Abschnitte
  1. Der Grund: Asche bleibt länger heiß, als man denkt
  2. Was ein Ascheeimer können muss
  3. Wo der Eimer stehen darf
  4. Asche richtig entnehmen
  5. Wohin mit der kalten Asche
  6. Zubehör, das sich lohnt
  7. Was ein Ascheeimer kostet
  8. Ascheeimer, Aschebehälter oder Aschetonne?
  9. Was in den Ascheeimer nicht hineingehört

Ein Ascheeimer sieht aus wie ein schlichter Blecheimer mit Deckel. Er ist es auch – und trotzdem das Bauteil, an dem die häufigsten Brände im Zusammenhang mit Kaminöfen hängen.

Der Grund: Asche bleibt länger heiß, als man denkt

In einer scheinbar kalten Aschelage können sich Glutnester bis zu drei Tage halten. Die feine Asche wirkt wie eine Dämmung: Sie schließt die Glut ein, hält die Wärme und entzieht ihr gerade genug Sauerstoff, dass sie nicht durchbrennt, aber auch nicht erlischt.

Wird diese Asche bewegt oder bekommt sie frische Luft, kann sie innerhalb von Minuten wieder aufflammen. Genau das passiert, wenn man sie in eine Plastiktonne kippt oder in einen Papiersack füllt.

Die Faustregel lautet deshalb: Asche gehört mindestens 48 bis 72 Stunden in einen geschlossenen Metallbehälter, bevor sie weiterverarbeitet wird.

Was ein Ascheeimer können muss

Vollständig aus Metall. Verzinktes Stahlblech ist Standard, Edelstahl haltbarer. Kunststoff scheidet aus – auch „hitzebeständiger“.

Dicht schließender Deckel. Er erstickt Glut, indem er den Sauerstoff begrenzt, und verhindert, dass Asche aufgewirbelt wird. Ein locker aufgelegter Deckel genügt nicht.

Erhöhter Boden. Gute Eimer haben einen Standring oder Füße, sodass der heiße Boden keinen direkten Kontakt zum Untergrund hat. Ohne ihn können Teppich, Laminat und Holzdielen darunter Schaden nehmen.

Tragegriff, der nicht heiß wird. Ein Bügel mit Holz- oder Kunststoffgriff macht den Unterschied, wenn der Eimer voll ist.

Ausreichendes Volumen. Für einen normal genutzten Kaminofen sind 15 bis 20 Liter ein guter Wert. Zu klein bedeutet, dass zu oft umgefüllt wird – und jedes Umfüllen ist ein Risiko.

Wo der Eimer stehen darf

Auf einem nicht brennbaren Untergrund: Fliesen, Stein, Beton, Metallplatte. Nicht auf Teppich, Parkett, Laminat oder Vinyl.

Mit Abstand zu allem Brennbaren: Holzstapel, Papierkorb, Vorhänge, Möbel. Ein halber Meter ist das Minimum.

Nicht im Wohnraum über Nacht, wenn es sich vermeiden lässt. Ein unbelüfteter Raum mit einem Eimer heißer Asche ist keine gute Kombination, auch wegen des Kohlenmonoxid-Risikos bei Restglut. Ein Platz im Freien unter einem Vordach, auf Stein, ist die sicherste Lösung.

Asche richtig entnehmen

Warten Sie, bis der Ofen vollständig ausgekühlt ist – in der Regel am nächsten Morgen. Öffnen Sie die Tür langsam; ein Luftzug wirbelt Feinstaub auf.

Nehmen Sie die Asche mit einer Metallschaufel heraus, nicht mit dem Staubsauger. Ein Haushaltssauger ist dafür ungeeignet: Er saugt Glut ein, der Papierfilter fängt Feuer, und er bläst den Feinstaub hinten wieder aus. Dafür gibt es Aschesauger mit Metallbehälter.

Lassen Sie ein bis zwei Zentimeter Asche im Brennraum liegen. Diese Schicht schützt den Ofenboden und verbessert das Anfeuern.

Tragen Sie beim Ausräumen eine Staubmaske. Holzasche enthält lungengängigen Feinstaub und je nach Brennmaterial auch Schwermetalle.

Wohin mit der kalten Asche

In den Restmüll. Das ist der Regelfall. Die Asche muss vollständig kalt sein und sollte im Müllsack verpackt werden, damit sie nicht staubt.

Nicht in den Biomüll und nicht auf den Kompost. Holzasche enthält Cadmium und andere Schwermetalle, die sich im Kompost anreichern und in Gemüse gelangen.

Im Garten nur mit Bedacht. Kleine Mengen reiner Holzasche aus unbehandeltem Holz können auf Zierbeete gegeben werden – sie wirken stark basisch und enthalten Kalium. Auf Gemüsebeeten und bei sauren Böden mit Rhododendron, Heidelbeeren oder Hortensien ist davon abzuraten. Asche von behandeltem Holz, Spanplatten, Papier, Kohle oder Brennstoffbriketts gehört nie in den Garten.

Zubehör, das sich lohnt

Ein Aschesauger nimmt die Restasche staubfrei auf. Achten Sie darauf, dass er einen Metallbehälter und einen Feinstaubfilter hat – und lesen Sie in der Anleitung nach, ob er für warme Asche freigegeben ist. Die meisten Geräte sind es trotz des Namens nicht; sie sind für kalte Asche gedacht.

Eine Ofenbesteck-Garnitur mit Schaufel, Besen und Zange gehört zur Grundausstattung. Eine flache, breite Schaufel arbeitet deutlich sauberer als eine schmale.

Ein Aschesieb trennt unverbrannte Holzkohlestücke von der feinen Asche. Die Stücke können beim nächsten Anfeuern mitverbrannt werden – das spart spürbar Brennstoff.

Was ein Ascheeimer kostet

Einfache verzinkte Eimer mit Deckel gibt es ab etwa 15 bis 25 Euro. Modelle mit Standring, stabilem Bügel und pulverbeschichteter Oberfläche liegen bei 30 bis 60 Euro, Edelstahlausführungen darüber.

Das ist kein Bauteil, an dem sich Sparen lohnt. Ein Eimer mit schlecht schließendem Deckel oder dünnem Blech, das an der Naht aufgeht, kostet im schlechtesten Fall sehr viel mehr.

Ascheeimer, Aschebehälter oder Aschetonne?

Die Begriffe werden durcheinander verwendet. Praktisch gibt es drei Bauformen.

Der klassische Ascheeimer mit Bügel und Deckel fasst 15 bis 25 Liter und steht neben dem Ofen. Er ist die übliche Lösung für einen Kaminofen im Wohnraum.

Die Aschetonne mit 40 bis 90 Litern steht im Freien und nimmt die Asche mehrerer Wochen auf. Sinnvoll bei einem Ofen, der als Hauptheizung läuft.

Der Ascheschrank oder Aschekasten ist ein flacher Metallbehälter, der unter dem Ofen steht und kaum Platz braucht.

Bei allen dreien gilt dieselbe Anforderung: Metall, dicht schließender Deckel, nicht brennbarer Standplatz.

Was in den Ascheeimer nicht hineingehört

  • Brennbarer Abfall aller Art. Ein Ascheeimer ist kein Papierkorb – auch nicht für Anzündholz und Zeitungsreste.
  • Nasse Asche. Sie klebt, riecht und lässt sich später kaum entnehmen.
  • Asche von Grillkohle mit Anzündhilfe, wenn Sie die Asche im Garten verwenden wollen; die Rückstände gehören in den Restmüll.

Und der wichtigste Punkt zum Schluss: Stellen Sie den Eimer niemals in die Garage neben brennbare Flüssigkeiten. Das ist eine Kombination, die schon viele Gebäude gekostet hat.

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