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Heimwerker-Berater

Die Arbeit mit einfachen Tricks vereinfachen

Haus & Bauvon Christoph4 Min. · 11 Abschnitte
Die Arbeit mit einfachen Tricks vereinfachen
Inhalt11 Abschnitte
  1. Vorher planen, nicht während der Arbeit
  2. Werkzeug griffbereit halten
  3. Zweimal messen, einmal schneiden
  4. Tricks beim Bohren
  5. Tricks bei Schrauben und Nägeln
  6. Gerade ausrichten ohne Frust
  7. Abdecken spart Putzen
  8. Zwischendurch aufräumen
  9. Hilfe holen, wo sie sich lohnt
  10. Pausen und Grenzen
  11. Häufige Fragen

Die meiste Zeit bei Heimwerkerprojekten geht nicht beim eigentlichen Arbeiten verloren, sondern beim Suchen, Nachkaufen, Nachmessen und Aufräumen. Mit ein paar Gewohnheiten und einfachen Tricks lässt sich ein Projekt oft in der Hälfte der Zeit erledigen – und mit weniger Ärger. Die folgenden Tipps kosten wenig oder gar nichts.

Vorher planen, nicht während der Arbeit

Wer ein Regal baut, ohne vorher eine Skizze zu machen, steht nach dem dritten Schnitt im Baumarkt. Eine einfache Zeichnung mit Maßen klärt die meisten Fragen, bevor sie teuer werden. Aus der Skizze ergibt sich eine Materialliste, und aus der Materialliste eine Einkaufsliste. Schlagen Sie beim Material 10 Prozent Verschnitt auf, bei Fliesen und Laminat mit vielen Ecken eher 15 Prozent.

Planen Sie auch die Reihenfolge. Im Raum gilt fast immer: von oben nach unten. Erst Decke, dann Wände, dann Boden. Wer den neuen Boden zuerst verlegt, streicht danach mit Abdeckfolie über dem frischen Belag und Farbe an den Schuhen.

Werkzeug griffbereit halten

Jeder Gang von der Leiter zur Werkzeugkiste kostet Zeit und Konzentration. Ein Werkzeuggürtel mit den fünf Werkzeugen, die Sie gerade brauchen, spart viele dieser Wege. Für Schrauben und Bits hat sich ein Magnetarmband bewährt, das Kleinteile direkt am Handgelenk hält. Eine flache Magnetschale auf der Leiterablage verhindert, dass Schrauben herunterfallen und unter Möbeln verschwinden.

Für größere Projekte lohnt ein Werkzeugtrolley, der alles an einem Ort hält und mit ins Zimmer rollt. Und ein zweiter geladener Akku für den Akkuschrauber ist der vielleicht einfachste Zeitsparer überhaupt.

Zweimal messen, einmal schneiden

Die alte Regel hat ihren Grund: Ein falscher Schnitt lässt sich nicht rückgängig machen. Messen Sie jedes Maß zweimal, am besten mit demselben Maßband, denn zwei Maßbänder weichen oft um einen Millimeter voneinander ab. Markieren Sie mit einem spitzen Bleistift und einem Winkel statt mit einem dicken Strich, und kennzeichnen Sie, auf welcher Seite der Linie gesägt wird. Das Sägeblatt nimmt einige Millimeter mit.

Für viele gleiche Teile ist ein Anschlag besser als jedes Einzelmaß. Eine an der Werkbank festgeklemmte Leiste sorgt dafür, dass alle Bretter exakt gleich lang werden, auch wenn das zehnte schneller geschnitten wird als das erste.

Tricks beim Bohren

  • Kreppband auf Fliesen und glatten Flächen. Der Bohrer rutscht nicht weg, und die Markierung lässt sich darauf schreiben.
  • Klebeband als Tiefenanschlag. Ein Streifen Klebeband um den Bohrer zeigt, wann die Dübellänge erreicht ist.
  • Gefaltetes Papier oder Haftnotiz unter dem Bohrloch. Fängt den Bohrstaub auf, bevor er auf dem Boden landet.
  • Staubsauger direkt ans Bohrloch. Zu zweit geht es fast staubfrei.
  • Vorher Leitungen suchen. Ein Ortungsgerät kostet weniger als ein angebohrtes Kabel.

Tricks bei Schrauben und Nägeln

Schrauben in hartem Holz gehen leichter hinein, wenn Sie das Gewinde vorher über ein Stück Seife oder Kerzenwachs ziehen. Kleine Nägel halten Sie mit einer Wäscheklammer oder durch ein Stück Pappe fest, statt mit den Fingern. Vorbohren verhindert, dass Holz an den Enden reißt – als Faustregel etwa 70 Prozent des Schraubendurchmessers bei Hartholz. Die Grundausstattung einer Werkstatt sollte ein Sortiment an Holzbohrern in den gängigen Größen enthalten.

Gerade ausrichten ohne Frust

Für ein einzelnes Bild genügt eine Wasserwaage. Für eine Reihe von Bildern, Regalen oder Hängeschränken ist ein Kreuzlinienlaser ein echter Zeitsparer: Er projiziert eine gerade Linie über die ganze Wand, und alle Bohrpunkte liegen darauf. Wie man mit der Wasserwaage richtig arbeitet, steht unter Damit es gerade wird. Ein Trick für Aufhänger auf der Rückseite: Etwas Zahnpasta oder Kreide auf den Aufhänger geben, Bild an die Wand halten – der Abdruck zeigt genau, wo gebohrt werden muss.

Abdecken spart Putzen

Zehn Minuten Abdecken ersparen eine Stunde Putzen. Abdeckvlies auf dem Boden rutscht weniger als Folie und saugt Farbspritzer auf. Beim Schleifen und Bohren eine Folie mit Klebeband vor die Tür, damit der Staub im Raum bleibt. Kreppband an Kanten wird sofort nach dem Streichen abgezogen, solange die Farbe noch feucht ist.

Zwischendurch aufräumen

Es klingt banal, aber ein Arbeitsplatz, auf dem sich Verschnitt, Werkzeug und Verpackung stapeln, macht langsam und gefährlich. Ein Eimer für Abfall und ein fester Platz für jedes Werkzeug am Arbeitsort genügen. Am Ende des Tages zehn Minuten aufräumen, und der nächste Tag beginnt mit Arbeit statt mit Suchen.

Hilfe holen, wo sie sich lohnt

Manche Arbeiten sind zu zweit nicht doppelt, sondern viermal so schnell: Gipskartonplatten an die Decke heben, lange Bretter sägen, Türen einhängen, schwere Möbel tragen. Planen Sie solche Schritte so, dass ein Helfer für eine Stunde gezielt kommen kann. Und bei Arbeiten an Strom, Gas und Statik ist die richtige Hilfe ohnehin der Fachbetrieb.

Pausen und Grenzen

Die meisten Fehler passieren am Ende eines langen Tages. Wer müde weitermacht, schneidet falsch, rutscht ab oder verletzt sich. Planen Sie Pausen ein und hören Sie auf, bevor die Konzentration nachlässt. Gutes Licht gehört ebenfalls dazu: Eine helle Arbeitsleuchte verhindert mehr Fehler als jedes teure Werkzeug.

Häufige Fragen

Welcher Trick spart am meisten Zeit?

Eine vollständige Materialliste vor dem ersten Arbeitsschritt. Sie erspart fast jeden zweiten Weg zum Baumarkt.

Welches Werkzeug lohnt sich zuerst?

Ein guter Akkuschrauber mit zwei Akkus, eine Wasserwaage und ein Ortungsgerät für Leitungen. Damit sind die meisten Arbeiten im Haushalt abgedeckt.

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