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Ein Gefälle berechnen

Gefälle gibt es überall, doch wohl kaum woanders spielt dieser Faktor eine solch wichtige Rolle, wie es auf dem Bau der Fall ist. Denn ein Gefälle kann vieles beeinflussen, oder auch berücksichtigen. Zum Beispiel wenn das Wasser ablaufen soll, die Hanglage ein besonderes Gefälle haben soll, oder das Dach im richtigen Winkel liegen muss.

Selbst im Garten finden sich immer wieder Punkte, bei denen das Gefälle entscheidend ist. In vielen Bereichen gilt es also ein Gefälle zu berücksichtigen oder speziell zu berechnen oder zu ermitteln.

Wie Sie hier am besten vorgehen sollten, das wollen wir Ihnen in diesem kleinen Artikel etwas näher erläutern.

Darum geht es hier:

  • Was ein Gefälle ist und wozu man es braucht
  • Wie man ein Gefälle berücksichtigt und wann
  • Wo kommt überall ein Gefälle vor oder gar zum tragen?
  • Zudem erfahren Sie wie Sie ein Gefälle richtig berechnen
  • Und wieder Antworten auf die häufigsten Fragen im FAQ Bereich am Ende des Artikels
Ein Handwerker überprüft, ob ein Gefälle am Boden vorhanden ist

Ein Handwerker überprüft, ob ein Gefälle am Boden vorhanden ist. | Foto: ArturVerkhovetskiy / Depositphotos.com

Was ist ein Gefälle?

Ein Gefälle kommt überall im Alltag vor. Sowohl auf natürliche, wie auch künstlich hervorgerufene Weise. Täglich begegnen wir mindestens einem Gefälle. Sei es auf der Straße oder auf einem Hügel. So gut wie jedes Haus verfügt ebenfalls über ein Gefälle.

Aber was ist das denn genau? Hierbei handelt es sich entweder um eine Steigung oder eine Neigung bei Bauten oder in der Landschaft, welche zu einem bestimmten Prozentsatz vorhanden ist. Umso höher die Prozentangabe bei dem Gefälle ausfällt, desto steiler ist dieses. Auf dem Bau ist der Prozentsatz des Gefälles meist so gering, das es mit dem bloßen Auge in der Regel nicht einmal auffällt.

Dennoch ist das Gefälle in vielen Bereichen wichtig. Denn ohne dieses, könnte zum Beispiel das Wasser nicht abfließen. So würde sich dieses stauen um im schlimmsten Fall einen Wasserschaden verursachen. Selbst als Warnung kann das Gefälle dienen, indem es anzeigt wie steil etwas ist. Deshalb ist es auch wichtig ein Gefälle berechnen und berücksichtigen zu können.

Wo kommt das Gefälle im Alltag vor?

Jeden Tag werden wir mit einem Gefälle konfrontiert. Egal ob in der Dusche in der Wohnung (s.a. Ratgeber: Duschkabinen), bei der das leichte Gefälle ermöglicht, dass auch der letzte Tropfen Wasser den Weg in den Abguss findet. Oder die Rohrleitungen die dafür sorgen das Wasser auch in den ersten Stock, oder wiederum in die Kanalisation gelangt. All das wird durch ein Gefälle ermöglicht.

Oftmals spielt hier auch der genaue Winkel eine wichtige Rolle. Zu wenig und das Wasser kann beispielsweise nicht abfließen. Zu viel und etwas könnte wiederum über das Ziel hinausschießen. Zum Beispiel im Straßenverkehr sorgen Schilder vor einem Gefälle oder der Steigung dafür, das wir einschätzen können ob dieses Hindernis gut zu überwinden ist. Eine Berechnung hilft dabei. Zwar werden wir im normalen Alltag wohl kaum jedes einzelne Gefälle berechnen und berücksichtigen, dennoch ist dies bei manchen Situationen notwendig.

Vor allem auf dem Bau ist dies für den weiteren Bauverlauf ein wichtiger Bestandteil und Faktor der von speziellen Fachleuten be- und errechnet wird. Das betrifft somit meist alle wichtigen Versorgungsbereich des Alltags. in erster Linie vor allem die Wasserversorgung, wie auch Entsorgung und darf somit bei keinem Bau unberücksichtigt bleiben.

Wie wird das Gefälle berechnet?

In den meisten Fällen ist die Berechnung des Gefälle vor allem auf dem Baugewerbe relevant. Denn hier gibt es vielerlei Dinge zu berücksichtigen. Um einen einwandfreien Ablauf gewährleisten zu können, sollte das Gefälle also so genau wie möglich berechnet werden, sowie bestimmt werden können.

Dazu geht man mit mathematischen Formeln ans Werk, mit denen das jeweilige Gefälle so exakt wie möglich ausgerechnet werden kann. Da ein Gefälle unterschiedliche Anwendungsbereiche haben kann, können sich auch die Berechnungen unterschiedlich gestalten.

Handelt es sich zum Beispiel um ein Gefälle bei Dächern, so erfolgt die Angabe in Grad, also Winkel. Die Formel sieht dann im Groben folgendermaßen aus:

Prozent-Gefälle = (Höhe / Strecke) * 100

Da es sich bei dieser Formel um die gängigste Variante handelt, so ist das Ergebnis in den meisten Fällen immer das Mindestgefälle. Deshalb findet eben diese Formel in den meisten Bereichen der Baubranche ihre Anwendung. Dazu gehören Dächer jeglicher Art, Duschen und Sanitäre Anlagen allgemein, Terrassen und vieles weitere mehr was ein Mindestgefälle verlangt, damit zum Beispiel das Wasser von selbst abfließen kann.

Gerade in der Bauwirtschaft ist das Berechnen von Gefällen sehr wichtig

Gerade in der Bauwirtschaft ist das Berechnen von Gefällen sehr wichtig! | Foto: Aisyaqilumar / Depositphotos.com

Hilfsmittel für die Berechnung des Gefälles

Es gibt bekanntlich unterschiedliche Möglichkeiten, wo ein Gefälle erforderlich ist, oder zumindest sein kann. Für die Längenmessung sind einfache Werkzeuge wie Maßband oder Zollstock vollkommen ausreichend.

Wenn es hingegen um die Neigungswinkel oder dergleichen geht, sind meist elektronische Werkzeuge oder Hilfsmittel angeraten. Damit sich die ermittelten Zahlen und Daten exakt berechnen lassen, ist zudem ein Taschenrechner ein weiteres wichtiges Werkzeug.

So kann man bei der Berechnung jeder Art des Gefälles vorgehen. Auch wenn es um die Berechnung von Prozent oder Grad geht unterscheiden sich die Rechenwege kaum voneinander.

FAQ

✅ Kann man auch das Gefälle einer Straße auf diese Weise errechnen?

Egal um welche Art des Gefälle es sich handelt, die meisten werden mit der hier beschriebene Formel berechnet. In den meisten Fällen wird auch nur ein Mindestgefälle benötigt, welches zwischen 1 und etwa 8 Prozent liegt. Nur selten liegt der Wert bei etwa 22 Prozent. So ist es also ohne Weiteres möglich auch das Gefälle einer Straße auf diesem Wege zu berechnen. Es gilt jedoch zu beachten, das ein Gefälle auch schnell eine Steigung sein kann. Steht man auf dem Berg ist es das Gefälle. Von unten her betrachtet ist es jedoch die Steigung. Das beeinflusst aber in keiner Weise die Gradzahl oder den Prozentsatz.

✅ Wie hoch sollte das Gefälle bei einer Terrasse sein?

Die Terrasse ist ein fester Bestandteil eines Hauses. da die Terrasse das ganze Jahr über im freien steht, so ist sie natürlich auch Wind und Wetter ausgesetzt. Damit sich auf der Terrasse, egal aus welchem Material diese bestehen mag das Wasser nicht sammelt, ist auch hier ein Gefälle, also ein Neigungswinkel notwendig. Hierbei handelt es sich dann aber auch um ein Mindestgefälle. In diesem Fall wird in der Regel auch ein Prozentsatz angegeben. Dieser liegt im Schnitt zwischen 1 und 2 Prozent.

✅ Sollte ich das Gefälle selbst ausrechnen?

Es ist natürlich kein großes Hexenwerk ein Gefälle egal ob in Prozent oder Grad selbst zu berechnen. Es kommt aber ganz darauf an, wie wichtig oder Groß das Vorhaben ist, für welches Sie das Gefälle berechnen wollen. In manchen Fällen ist es gerade bei baulichen Maßnahmen erforderlich nicht nur die Berechnung exakt vorzunehmen, sondern das bauliche Werk ebenso genau in diesem Gefälle zu bauen, beziehungsweise zu setzen. Holen Sie sich am besten bei wichtigen Dingen in diesem Bereich einen Fachmann dazu, der Sie bei der Umsetzung unterstützen kann. So können sich später keine schweren Fehler einschleichen, welche eventuell größere Schäden nach sich ziehen können.


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