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Heimwerker-Berater

Puksäge

Werkzeugvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Inhalt9 Abschnitte
  1. Name und Herkunft
  2. So ist sie aufgebaut
  3. Wofür sie gemacht ist
  4. Das richtige Blatt
  5. Richtig einspannen
  6. So sägen Sie sauber
  7. Typische Fehler
  8. Kaufen
  9. Häufige Fragen

Die Puksäge ist eine kleine Handsäge mit einem Bügel aus gebogenem Rundstahl, in den ein kurzes, schmales Sägeblatt gespannt wird. Sie wiegt fast nichts, passt in jede Werkzeugtasche und kommt an Stellen, an denen eine große Bügelsäge nicht angesetzt werden kann. Für das Kürzen von Schrauben, Gewindestangen, Kunststoff- und dünnen Metallrohren ist sie oft das schnellste Werkzeug im Kasten.

Name und Herkunft

Puk ist ursprünglich ein geschützter Markenname eines deutschen Sägenherstellers aus den 1930er-Jahren. Wie bei Tempo oder Tesa ist daraus ein Gattungsbegriff geworden: Heute nennt man fast jede kleine Metallsäge mit Drahtbügel so, egal wer sie herstellt. Im Handel findet man sie auch als Mini-Bügelsäge oder Metallsägebogen.

So ist sie aufgebaut

Der Bügel besteht aus einem etwa 5 mm starken, zu einer Schlaufe gebogenen Stahldraht. Seine eigene Federkraft spannt das Blatt – eine Spannschraube wie bei der großen Bügelsäge gibt es nicht. Die Blätter haben an beiden Enden Querstifte, die in Schlitze am Bügel eingehängt werden. Zum Wechseln drücken Sie den Bügel etwas zusammen, das alte Blatt fällt heraus, das neue wird eingehängt. Der Griff ist aus Holz oder Kunststoff, bei manchen Modellen ist der Draht einfach umwickelt.

BlattlängeMeist 150 mm, je nach Modell auch 170 oder 200 mm.
GesamtlängeEtwa 23 bis 30 cm.
BlattmaterialWerkzeugstahl oder Bimetall, meist für Metall gezahnt.
ZahnungFein, für Metall und Kunststoff. Für Holz gibt es gröbere Blätter.
GewichtUnter 200 g.

Wofür sie gemacht ist

  • Schrauben und Gewindestangen kürzen, etwa bei der Möbelmontage oder am Bau.
  • Kunststoffrohre wie Abwasserrohre, Elektro-Leerrohre und Kabelkanäle ablängen.
  • Dünne Metallrohre und Profile aus Stahl, Kupfer, Messing oder Aluminium.
  • Dübel und Nägel bündig abschneiden, die aus der Wand ragen.
  • Modellbau und Bastelarbeiten mit kleinen Querschnitten.
  • Notfallwerkzeug im Auto, im Wohnmobil oder im Fahrradkoffer.

Für dickere Profile, Vierkantrohre oder viele Schnitte hintereinander ist die große Eisensäge mit 300-mm-Blatt die bessere Wahl. Der Schnitt ist dort schneller, und die Hand ermüdet weniger.

Das richtige Blatt

Wie bei jeder Metallsäge gilt die Faustregel: Mindestens drei Zähne müssen gleichzeitig im Material sein. Bei dünnwandigen Rohren und Blechen braucht es deshalb eine feine Zahnung, bei massivem Material darf sie gröber sein. Wird die Zahnung zu grob gewählt, verhaken sich die Zähne in dünnem Material und brechen aus.

Bimetallblätter sind biegsamer und brechen seltener, wenn die Säge verkantet. Einfache Werkzeugstahlblätter sind billig und für Kunststoff völlig ausreichend. Für Holz gibt es eigene Blätter mit gröberen Zähnen – für ein Stück Leiste taugen sie, für echte Holzarbeiten sind eine Japansäge oder ein Fuchsschwanz besser.

Richtig einspannen

Die Zähne des Blattes zeigen nach vorn, vom Griff weg. Die Säge schneidet dann auf Stoß, also beim Vorschieben. Beim Zurückziehen nehmen Sie den Druck weg, sonst stumpfen die Zähne schneller ab. Ein falsch herum eingesetztes Blatt sägt zwar auch, aber mühsam und ungenau.

Bei vielen Puksägen lässt sich das Blatt auch so einsetzen, dass die Zähne nach oben zum Bügel zeigen. Dann kann man in einer Ecke oder unter einem Hindernis von unten sägen. Ob das bei Ihrem Modell geht, sehen Sie an der Form der Aufnahmeschlitze.

So sägen Sie sauber

  1. Werkstück einspannen, bei Rohren im Schraubstock mit Schutzbacken, damit nichts verdrückt wird.
  2. Schnittlinie anzeichnen und mit einer Feile eine kleine Kerbe anlegen. Das Blatt findet so den Anfang und springt nicht.
  3. Mit flachem Winkel anschneiden, dann aufrichten.
  4. Die ganze Blattlänge nutzen, in ruhigen Zügen. Kurze, hektische Striche nutzen nur die Blattmitte ab.
  5. Kurz vor dem Ende den Druck reduzieren, damit das abgetrennte Stück nicht abbricht und einen Grat hinterlässt.
  6. Schnittkante entgraten mit Feile oder Entgrater.

Typische Fehler

  • Zu viel Druck. Der Drahtbügel gibt nach, das Blatt verläuft oder bricht.
  • Verkantet. Das Blatt klemmt und reißt aus der Aufnahme.
  • Stumpfes Blatt weiterbenutzt. Ein neues Blatt kostet kaum etwas, ein stumpfes kostet Nerven.
  • Blatt locker im Bügel. Wenn der Bügel nach Jahren seine Federkraft verloren hat, spannt er das Blatt nicht mehr genug. Dann ist eine neue Säge fällig.

Kaufen

Puksägen kosten meist zwischen 5 und 15 Euro, Ersatzblätter im Mehrfachpack wenige Euro. Achten Sie darauf, dass Blätter des gewählten Modells leicht erhältlich sind. Für den Werkzeugkoffer im Haus reicht ein einfaches Modell mit ein paar Ersatzblättern. Wer häufiger mit kleinen Metallteilen arbeitet, legt sich zusätzlich eine Kompaktsäge oder eine große Bügelsäge zu.

Häufige Fragen

Kann ich mit der Puksäge Holz sägen?

Mit einem Holzblatt ja, für kleine Leisten und Dübel. Für größere Holzarbeiten ist sie zu klein und zu langsam.

Passen die Blätter anderer Hersteller?

Nicht immer. Blattlänge und Stiftform müssen zum Bügel passen. Nehmen Sie beim Nachkauf das alte Blatt mit.

Wie lange hält ein Blatt?

Bei Kunststoff sehr lange, bei Edelstahl manchmal nur wenige Schnitte. Stumpfe Blätter erkennen Sie daran, dass die Säge rutscht statt zu greifen.

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