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Aufräumen und Entrümpeln – Ordnung schaffen in den eigenen vier Wänden

In der Wohnung oder im Eigenheim gibt es ständig etwas tun. In regelmäßigen Abständen müssen Wände gestrichen, tapeziert oder Bodenbeläge ausgewechselt werden. Die Renovierung ist gleichzeitig eine gute Gelegenheit, die Wohnräume zu entrümpeln und dabei Dinge, die längst nicht mehr benötigt werden, zu entsorgen.

Aufräumen und Entrümpeln - Ordnung schaffen in den eigenen vier Wänden

Aufräumen und Entrümpeln – Ordnung schaffen in den eigenen vier Wänden | Foto: photography33 / Depositphotos.com

Die umfassende Aufräumaktion richtig organisieren

Viele Renovierungsarbeiten können von geschickten Heimwerkern in Eigenregie durchgeführt werden. Dadurch lassen sich Kosten einsparen, die beim Renovieren und Modernisieren fällig werden. Bevor mit dem Umgestalten begonnen wird, sollten die Räumlichkeiten gründlich aufgeräumt sowie alte und unbrauchbare Gegenstände entsorgt werden. Beim Aufräumen, Ausmisten und Entrümpeln bringt man wieder Ordnung in die Wohnung.

Oft wird eine Entrümpelung mit einer kompletten Haushaltsauflösung in Verbindung gebracht. Dabei dient das Entrümpeln grundsätzlich nur der Entfernung und Entsorgung unbrauchbarer und wertlos gewordener Dinge, die sich in jedem Haushalt ansammeln. Nicht immer muss dabei Gerümpel entfernt werden. Häufig handelt es sich einfach um eine umfassende Aufräumaktion, bei der Überflüssiges und Unbrauchbares aussortiert wird, sodass wieder mehr Platz geschaffen wird.

Abhängig von der Größe der Wohnung oder des Hauses kann das Ausmisten jedoch sehr zeitaufwendig sein, sodass beim Entrümpeln oft professionelle Unterstützung in Betracht gezogen wird. In der Regel übernehmen Dienstleister, die sich auf Entrümpelung, Haushaltsauflösung und Geschäftsauflösung spezialisiert haben, alle mit dem Entrümpeln verbundenen Aufgaben. Die Räumlichkeiten werden anschließend besenrein übergeben. Auch um die Entsorgung der Abfälle kümmert sich ein Fachbetrieb.

Es empfiehlt sich allerdings, darauf zu achten, dass Festpreise vereinbart werden können und keine zusätzlichen Kosten wie etwa für die Anfahrt entstehen. Außerdem sollte es möglich sein, auch kurzfristig einen Termin zum Entrümpeln zu bekommen.

Worauf achten beim Aufräumen und Ausmisten von Wohnräumen?

Beim Aufräumen und Ausmisten von Wohnräumen gibt es mehrere Varianten. Wer den Keller oder Dachboden selbst entrümpeln will, kann beispielsweise die Schritt-für-Schritt-Variante nutzen. Bei dieser Aufräumstrategie geht es darum, systematisch kleine Bereiche zu entrümpeln. So sollte man sich täglich etwa 30 Minuten Zeit nehmen, um einen Raum oder einen bestimmten Bereich auszumisten.

Diese Variante eignet sich allerdings nicht, wenn der komplette Haushalt aufgelöst werden soll. Für eine Entrümpelungsaktion zu Hause bietet sich das Wochenende an. Am Samstag und Sonntag können auch Familienmitglieder beim Aussortieren und Ausmisten mithelfen.

Im Grunde werden nur einige Kartons und ein paar Abfallsäcke benötigt und schon kann es mit der Aufräumaktion losgehen. Die Kisten können mit „Entsorgen“ und „Behalten“ beschriftet werden, sodass die Dinge in die richtigen Kartons wandern. Nachdem die Schränke und Kommoden komplett geleert sind, können diese auch gleich geputzt werden.

Entrümpeln bedeutet nicht, dass alles in die Mülltonne geworfen wird. Viele Dinge, die im eigenen Haushalt nicht mehr benutzt werden, lassen sich durchaus weiterverwenden. Daher sollten beim Ausmisten auch einige Kisten zum „Verschenken“ oder „Verkaufen“ vorgesehen werden.

Mit guter Planung und gründlicher Vorbereitung ist die Entrümpelung zu Hause rasch abgeschlossen. Bei Dingen, die entsorgt werden müssen, sollte auf eine korrekte Mülltrennung geachtet werden. Dabei ist zwischen Papiermüll, Restmüll sowie verschiedenen weiteren Müllarten zu unterscheiden. Während Papier- und Pappreste in den Papiermüll gehören, müssen nicht wiederverwertbare Dinge wie Holz, alte Glühbirnen,  Energiesparlampen oder alte Tapeten über den Restmüll entsorgt werden.

Beim Entrümpeln kann man Sachen verkaufen oder verschenken

Beim Entrümpeln kann man Sachen verkaufen oder verschenken. | Foto: nito103 / Depositphotos.com

Schritt für Schritt zum Ziel

Nicht selten kommt es zu dem Phänomen, dass Menschen vollkommen motiviert mit der Aufräum-Aktion starten und dann auf einmal, wenn sie bereits mittendrin stecken, die Lust verlieren. Das kommt oft daher, dass sich Menschen zu viel auf einmal vornehmen und sich zu große Ziele setzen, als in kleinen und beständigen Schritten in Richtung Ziel zu laufen.

Umso wichtiger und sinnvoller ist es also, sich kleine Meilensteine zu setzen, in denen das Ziel im Anschluss daran in kleinen Schritten erreicht werden kann. Für diese Zwecke gibt es verschiedene Aufräum-Methoden.

Eine der bekanntesten Aufräummethoden stellt an dieser Stelle die Konmari-Methode dar. Sie findet vor allem in dem Rahmen des Minimalimus ihren Einsatz, hilft Menschen aber auch dann beim Aufräumen und anschließenden Ordnung-Halten, wenn sie sich nicht an dem Prinzip des Minimalismus entscheiden.

Allerdings kann an dieser Stelle gesagt werden, dass viele Menschen, die sich für Ordnungssysteme interessieren und viel bei sich zu Hause ausmisten, nicht selten auch für das Konzept des Minimalismus interessieren.

In kleinen Schritten aufzuräumen bedeutet zwar vielleicht, dass sich die sichtbaren Ergebnisse nicht direkt präsentieren, doch die Ordnung etabliert sich nach und nach. Es besteht zudem nicht die Gefahr, sich zu übernehmen. In welcher Ordnung und in welchen Schritten in diesem Fall vorgegangen wird, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Jeder findet nach und nach genau die Ordnung und die Vorgehensweise, die sich als „beste Ordnungsmethode“ herausstellt und das Aufräumen erleichtert.

Die Konmari-Methode

Es wurde bereits auf die sogenannte Konmari-Methode zu sprechen gekommen. Bei Marie Kondo handelt es sich um eine Aufräum-Expertin aus Japan, die mit ihren Beststeller „Magic Cleaning“ einen durchschlagenden Erfolg in mehr als 27 Sprachen hatte.

Mit ein paar wenigen Regeln und Strategien hilft sie Menschen nicht nur dabei systematisch Ordnung in den eigenen vier Wänden zu schaffen, sondern sie hilft ihnen im Anschluss daran auch dabei die geschaffte Ordnung zu halten.

Die wichtigsten Regeln, die in dem Bezug auf die Konmari-Methode eine Rolle spielen, stellen die Folgenden dar:

Aufräumen als Verpflichtung

Um gut und vor allem systematisch und effektiv aufräumen zu können, ist es wichtig, das Aufräumen als festen Bestandteil des Alltags und somit als Verpflichtung zu sehen, die mit zu dem Leben dazugehört.

Es ist wichtig, der Tätigkeit des Aufräumens einen der höchsten Plätze auf der Prioritätenliste zu geben, um so sicherstellen zu können, dass auch wirklich aufgeräumt wird. Aufräumen sollte somit denselben Stellenwert erhalten, wie das Essen, das Trinken und das Schlafen. Denn, laut Marie Kondo, kann nur dann im Kopf Ordnung herrschen, wenn auch in der Wohnung und im Alltag Ordnung herrscht.

Dem Aufräumen einen Sinn geben

Ein Problem, auf das viele Menschen bezüglich des Aufräumens treffen besteht darin, dass sie keinen Sinn im Ordnung-Schaffen und Ordnung-Halten sehen. Wer das Aufräumen mit einer spaßigen Tätigkeit verbindet oder sich für den Anschluss nach dem Aufräumen eine tolle Beschäftigung verspricht, wird sehr viel einfacher aufräumen können.

Einige Menschen gestalten das Aufräumen auch als meditative Beschäftigung. Zudem dient alleine das Gefühl, das sich in Menschen ausbreitet, wenn sie sich in einer ordentlichen Umgebung aufhalten, als Motivation dafür, Ordnung zu schaffen und im Anschluss daran auch zu halten.

Die feste Reihenfolge

Wer an allen Ecken und Enden aufräumen möchte, überfordert sich schnell. Aus diesem Grund ist es sinnvoll nach einer bestimmten Reihenfolge aufzuräumen. Marie Kondo hat für diese Zwecke eine ganz bestimmte Reihenfolge festgelegt. Diese lautet:

  • Kleider
  • Bücher
  • Papiere
  • Kleinkram
  • Erinnerungsstücke

Die Reihenfolge bezieht sich dabei nicht nur auf einen Raum, sondern auf die gesamte Umgebung, in der aufgeräumt werden soll.

Sprich: Wer sich an dem Punkt „Kleidung“ befindet, räumt nicht nur die Kleidung in einem Zimmer auf, sondern widmet sich der gesamten Kleidung in allen Räumen – der Garderobe und den Sachen, die sich im Keller oder auf dem Dachboden befinden eingeschlossen.

Ebenfalls interessant bezüglich der Kleidung ist die Falttechnik, die Marie Kondo verfolgt. Anstatt die Kleidung aufzuhängen oder aufeinander gestapelt in den Kleiderschrank zu hängen, faltet sie die einzelnen Kleidungsstücke ebenmäßig und legt sie nebeneinander in Schubfächer. Am besten werden die Kleidungsstücke dabei der Farbe nach geordnet, um so einen noch besseren Überblick über sie zu erhalten.

Natürlich entscheidet jeder für sich selbst, ob er Kleidung faltet und nebeneinander reiht oder, ob er sie in den Kleiderschrank hängt. Die Faltmethode trifft vor allem auf folgende Kleidungsstücke zu:

  • Pullover
  • Shirts
  • Hosen
  • Bettwäsche
  • Unterwäsche

Tschüss Kleinkram

Marie Kondo bezeichnet Kleinkram als „Komono“ und versteht unter ihm alles, was sich zu Hause mit der Zeit ansammelt. Unter anderem fallen unter diese Kategorie Dinge, wie:

  • Kabel
  • Kosmetik
  • Unterlagen
  • Geräte
  • Modeschmuck
  • Kerzen
  • Stifte
  • Büroartikel
  • etc.

Da sich dieser Kleinkram zu Hause ansammelt und anschließend überall verteilt, ist es wichtig, die Wohnung von ihm zu befreien. – Natürlich nur, wenn er keinen Einsatz mehr findet und nur rumliegt.

Was bringt mir der Gegenstand?

Vielen Menschen fällt vor allem das Ausmisten schwer, weil sie sich nicht von bestimmten Dingen trennen können. Um sich leichter von Dingen trennen zu können, ist es immer hilfreich, sich das gefragte Teil in die Hand zu nehmen und genauer zu betrachten. Anschließend kann man sich dann die Frage stellen: „Was bringt mir der Gegenstand?“. Alternativ kann man sich auch fragen: „Bereitet mir der Gegenstand Freude?“

Wenn es sich um keinen Gegenstand handelt, der für Freude sorgt und der auch nicht gebraucht wird, ist es sehr viel besser, ihn zu entsorgen, da er eigentlich nicht mehr gebraucht wird.

Alles an seinen Platz

Ein wichtiges Prinzip, das nicht nur Marie Kondo vertritt, sondern das beim Aufräumen einen allgemein hohen Stellenwert einnimmt, ist das Prinzip: „Alles hat seinen Platz!“. Es ist wichtig, dass jeder Gegenstand einen festen Platz bekommt.

Alle Dinge, die (noch) keinen festen Platz haben kommen in eine Kiste und werden dann nach und nach entweder aussortiert oder aufgeräumt.

So fällt das Aufräumen leichter

Auch, wenn es viele unterschiedliche Methoden gibt, die dabei helfen Ordnung zu machen und Ordnung zu halten, fällt es vielen Menschen schwer, sich zum Aufräumen und Ordnung-Halten aufzuraffen.

Einige Menschen entdecken während des Aufräumens nach einer bestimmten Methode die Freude am Aufräumen, doch manchmal springt der Funke, wie man so schön sagt, einfach nicht über.

In diesem Fall stellt es jedoch keine Lösung dar, einfach gar nicht aufzuräumen. Vielmehr bietet es sich in diesen Fällen an, sich das Aufräumen durch bestimmte Unterstützungen angenehmer und freudiger zu gestalten.

Besonders bekannte und auch sehr beliebte Tipps und Tricks sind in diesem Zusammenhang die Folgenden:

  • Musik hören – viele Erwachsene räumen gerne zu der Musik auf, zu der sie damals in der Disko Party gemacht haben
  • Einem Podcast lauschen
  • Den Fernseher als Hintergrundgeräusch laufen lassen
  • Singen

Vielleicht mag das Aufräumen in diesem Fall immer noch nicht zu der Lieblingsbeschäftigung Nummer 1 werden, doch es wird sehr viel leichter fallen, Ordnung zu machen und die Ordnung im Anschluss daran zu halten.

FAQ

✅ Warum fällt vielen Menschen das Aufräumen schwer?

Vielen Menschen fällt das Aufräumen schwer, weil sie sich nicht nach einer bestimmten Methode richten oder, weil sie sich zu viel vornehmen. Aus diesem Grund geht der Artikel weiter oben genauer darauf an, welche Methoden sich für das Aufräumen anbieten und erklärt, wieso es wichtig ist nach und nach in kleinen Schritten aufzuräumen, anstatt sich zu viel auf einmal vorzunehmen.

✅ Was ist die Konmari-Methode?

Bei der Konmari-Methode handelt es sich um eine bekannte Methode, die sehr viele Menschen für das Aufräumen und anschließende Ordnung-Halten anwenden. Worum es sich dabei genau handelt, zeigt der entsprechende Abschnitt weiter oben im Ratgeber.

✅ Muss ich alles, was ich nicht mehr brauche, wegschmeißen?

Dinge, die nicht mehr gebraucht werden, müssen nicht zwingend weggeworfen werden. In vielen Fällen freuen sich Verwandte oder Freunde über die Sachen. Wer möchte, kann alle nicht gebrauchten und nicht verwendeten Dinge auch verkaufen.

✅ Kann ich mir beim Aufräumen und Entrümpeln professionell helfen lassen?

Wer sich in seinem Chaos nicht mehr zurechtfindet oder schlicht und ergreifend das Gefühl hat, alleine nicht mit der Situation klar zu kommen, kann sich professionelle Hilfe von Dienstleistern holen, die sich intensiv mit dem Aufräumen, Ordnung-Schaffen und Ordnung-Halten auseinandersetzen und somit eine gute und hilfreiche Unterstützung darstellen.


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