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Renovieren und Modernisieren – Vergleich der benötigten Ausgaben

Altbau, Fachwerkhaus oder selbst gebautes Einfamilienhaus – früher oder später braucht jedes Gebäude eine Überholung. Allerdings muss es nicht immer direkt eine Sanierung sein, die in die Bausubstanz eingreift. Oft reicht es aber auch einfache Renovierungsarbeiten durchzuführen oder das Haus zu modernisieren.

Unter Modernisierung versteht man die Ersetzung von nicht mehr zeitgemäßer Ausstattung, eine Verbesserung der Dämmung an Dach und Wänden. Außerdem kann durch Isolierglas und ein modernes Heizsystem die Wärme effizienter genutzt werden. Renovierungsarbeiten – wie Wände streichen, Tapezieren, Abschleifen von Holzfußböden, Auswechseln von Bodenbelägen und wenn nötig der Austausch von Dachziegeln – fallen gut alle fünf bis zehn Jahre an. Dadurch werden Abnutzungserscheinungen beseitigt. Man spricht dabei auch von Schönheitsreparaturen.

Wenn Sie vorhaben, Ihr Haus zu renovieren und zu modernisieren, sollten Sie allerdings als Erstes einen Plan erstellen und sich mit einem Profi besprechen. Lassen Sie sich dazu beraten, ob Ihre Wünsche umsetzbar sind und fordern Sie einen Kostenvoranschlag an.

Handwerker beim Modernisieren eines Hauses

Bei Modernisierungen hat man verschiedene Möglichkeiten; wir erläutern sie hier! | Foto: zurijeta / Depositphotos.com

Modernisierung – Welche Möglichkeiten gibt es?

Sowohl Innen als auch Außen lassen sich kleine Makel am Haus beheben oder Aspekte verbessern. Fangen wir mit möglichen Maßnahmen an der Außenseite Ihres Hauses an.

  • Das Dach: Die alten Dachziegel haben ausgedient? Dann haben Sie nun die Chance, moderne, ausgefuchste Dachziegeln zu decken. Besonders glatte Dachziegel verhindern zum Beispiel, dass sich Algen oder Moos darauf festsetzen und weitere Ziegel befallen können. Bei der Modernisierung Ihres Daches können Sie übrigens auch darüber nachdenken, umweltfreundliche Solarmodule zu installieren. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, u.a. Dachziegel mit Solarmodulfunktion. Ein Dach neu zu decken, kostet grundsätzlich ca. 100 Euro/m². Bei spezielleren Dachziegeln kommen natürlich höhere Kosten auf Sie zu.
  • Dämmung: Je besser Sie Ihr Haus dämmen, umso effektiver kann die Heizung genutzt werden. Die Dämmung von Außenwänden geschichte durch ein Wärmedämmverbundsystem und kostet pro Quadratmeter zwischen 110 und 130 Euro. Zudem können Sie Ihr Dach von Innen und von Außen dämmen. Die Dämmung von Außen bietet sich dann an, wenn Sie in einem Aufwasch auch das Dach neu decken lassen möchten. Die Dachdämmung von Innen liegt kostentechnisch bei gut 50 Euro/m², die äußere Dämmung bei 200 Euro/m².
  • Fensteraustausch: Damit auch Ihre Fenster wärmeeffizient sind, können Sie bei Modernisierungsmaßnahmen dreifach verglaste Scheiben einsetzen. Kostenpunkt: 300 bis 400 Euro/m². Dafür zieht es dann nicht mehr und in der guten Stube bleibt es gemütlich warm.
  • Außenputz und Außenanstrich: Ein Außenputz dient nicht nur der Optik, sondern unterstützt auch die Luftdichtigkeit des Gebäudes und schützt das Gemäuer vor Feuchtigkeit. Der Außenanstrich sorgt ebenfalls für Schutz vor Witterung, Korrosion, Insektenbefall und UV-Strahlung. Ein neuer Außenputz kostet gut 70 Euro/m², bei einem Außenanstrich liegen Sie bei 30 Euro/m².
  • Historische Elemente: Fachwerk, alte Haustüren, Geländer und Fensterrahmen versprühen gemütliches Flair, sind allerdings oft aus Holz oder anderen Materialien, die irgendwann ausgetauscht werden müssen. Keine Sorge, denn die schicken Elemente lassen sich auch durch ästhetische Imitationen mit längerer Lebensdauer ersetzen.

Auch im Inneren Ihres Hauses lässt sich einiges machen, um Schäden zu beheben oder zu verhindern. Und natürlich gewinnt Ihr Haus dadurch nicht nur optisch, sondern auch energietechnisch.

  • Dachbodenausbau: Ein Dachbodenausbau sorgt für mehr Platz und sogar für ein zusätzliches Zimmer für Sport, Musik oder Basteleien. Und Mit Dachgauben wird dieser Raum sogar mit natürlichem Licht versorgt. Die Kosten dafür hängen stark von dem Haus und seinem Zustand ab und sollten am Besten mit einem Handwerkerbetrieb geklärt werden.
  • Heizung austauschen: Wenn Sie eine neue Heizung einbauen möchten, stehen Ihnen mehrere Arten zur Verfügung. Eine Gas- oder Ölheizanlage für das ganze Haus kostet zwischen 8000 und 10.000 Euro, eine Holzpelletheizung schlägt mit 20.000 bis 28.000 Euro zu Buche, eine Wärmepumpe bietet sich an, wenn Sie zeitgleich auch die Wärmeverteilung modifizieren und zum Beispiel eine Fußbodenheizung einbauen möchten. Die Wärmepumpe kostet zwischen 21.000 und 37.000 Euro, die Fußbodenheizung kommt mit 40 bis 90 Euro/m² obendrauf.
  • Elektroinstallation: Auch technische Dinge wie Steckdosen, Leitungen und Anschlüsse sollten von Zeit zu Zeit überholt werden. Nicht nur, weil neue Steckdosen einfach schicker aussehen, sondern auch, weil sich sonst Sicherheitsrisiken ergeben können. Bei einer Rundumerneuerung der Elektrik in einem Einfamilienhaus können an Kosten zwischen 5000 und 7000 Euro zusammen kommen.
  • Badezimmer: Altmodische Fliesen, Risse in der Keramik und veraltete Rohre müssen nicht sein. Wenn Sie vor allem Ihr Bad auf den neuesten Stand bringen wollen, müssen Sie mit Kosten von ca. 8000 Euro pro Bad rechnen.
Sanierung des Badezimmers

Die Sanierung des Badezimmers ist eine wirkungsvolle Maßnahme beim Renovieren einer Wohnung bzw. eines Hauses. | Foto: ginasanders / Depositphotos.com

Vor den Modernisierungsmaßnahmen

Wenn Sie Ihr Haus modernisieren wollen, sollten Sie Angebote von mehreren Handwerksbetrieben einholen – sofern Sie die Arbeiten nicht selbst durchführen. Profis können Ihnen vorab die Kosten für alle Überholungen aufschlüsseln und bei Unsicherheiten beraten. Wie lange werden die Arbeiten dauern? Wie hoch wird der Wert der Immobilie hinterher sein? Brauche ich einen Kredit oder eine Baugenehmigung? Diese Fragen werden Ihnen die Experten beantworten können.

Tipp: Kalkulieren Sie frühzeitig, ob Sie lieber hochwertige Materialien, die länger halten oder gesundes Mittelmaß zur Anwendung bringen möchten. Je nach vorhandenem Budget sollten Sie auch eine klare Prioritätenliste machen, welche Veränderungen Ihnen am Wichtigsten sind.

Kredit für Modernisierung und Renovierung

Wenn Sie Ihr Haus am Liebsten in einem Rutsch wieder in einen Top-Zustand bringen wollen, kann sich ein Kredit lohnen. Unsere Empfehlung: nehmen Sie nicht den erstbesten Kredit, sondern vergleichen Sie die Tarife in Ruhe. Portale wie Wechselpiraten.de bieten Ihnen eine Übersicht über passende Angebote. Sie geben einfach Ihren Bedarf und die Laufzeit ein und können sich dann durch die verschiedenen Anbieter klicken.

Eine Baugenehmigung beantragen

Eine Baugenehmigung benötigen Sie dann, wenn die Bauarbeiten die Tragstruktur, Stand- und Funktionssicherheit des Hauses tangieren. Außerdem müssen Sie eine Baugenehmigung beantragen, wenn sich durch die Maßnahmen das Erscheinungsbild des Hauses maßgeblich wandelt. In der Regel stellt ein Architekt oder Bauingenieur den Antrag, der in dreifacher Ausführung eingereicht werden muss.

Die Modernisierung Ihres Hauses kann starten

Wenn sowohl die Finanzen als auch die behördlichen Anträge geklärt sind, können die Arbeiten an Ihrem Haus beginnen. Bleiben Sie dabei in Kontakt mit der Handwerksfirma und schauen Sie sich den Fortschritt regelmäßig an. Falls Sie Mängel entdecken, sollten Sie die mit Ihrer Kontaktperson besprechen. Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrem modernisierten und renovierten Haus!


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