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Heimwerker-Berater

Abwasserpumpe

Haus & Bauvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Abwasserpumpe
Inhalt10 Abschnitte
  1. Die Bauarten
  2. Die Korngröße
  3. Förderhöhe und Fördermenge
  4. Schwimmerschalter: automatisch oder von Hand
  5. Hebeanlage und Rückstauebene
  6. Pool und Teich leeren
  7. Aufstellen und betreiben
  8. Kunststoff oder Edelstahl
  9. Reinigung und Lagerung
  10. Häufige Fragen

Abwasserpumpe ist ein Sammelbegriff. Dahinter stecken Geräte, die einen überfluteten Keller leeren, den Pool ablassen, Waschmaschinenwasser aus dem Keller nach oben befördern oder Toilettenabwasser in den Kanal heben. Welche Pumpe passt, hängt vor allem davon ab, was im Wasser schwimmt – und ob sie nur gelegentlich oder dauerhaft arbeiten muss.

Die Bauarten

PumpeFürKorngröße
KlarwasserpumpePool, Regenwasser, sauberes Wasserbis etwa 5 mm
SchmutzwasserpumpeKeller, Baugrube, Teich, Wasser mit Sand und Laubmeist 20–35 mm
Fäkalienpumpe mit SchneidwerkAbwasser mit Toilettenpapier und Feststoffenwird zerkleinert
Hebeanlagedauerhafte Entwässerung unter der Rückstauebeneje nach Anlage
Flachsaugende PumpeRestwasser bis auf wenige Millimeterklein

Mehr zu den einzelnen Typen unter Schmutzwasserpumpe, Fäkalienpumpe und Schlammpumpe.

Die Korngröße

Die Korngröße gibt an, wie große Feststoffe die Pumpe noch durchlässt, ohne zu verstopfen. Klarwasserpumpen vertragen nur feinen Sand. Eine Schmutzwasserpumpe mit 30 oder 35 mm schafft auch Laub, kleine Steine und Schlamm.

Wählen Sie die Korngröße nach dem Schlimmsten, was im Wasser sein kann. Eine Klarwasserpumpe im überfluteten Keller ist nach wenigen Minuten verstopft.

Förderhöhe und Fördermenge

Die Nennfördermenge gilt ohne Höhenunterschied und ohne Schlauch. Muss das Wasser aus dem Keller 3 m nach oben und 15 m weit durch einen Schlauch, kommt nur noch ein Teil davon an. Die maximale Förderhöhe ist der Punkt, an dem gar nichts mehr fließt.

Faustregel: Für den normalen Hauskeller reicht eine Pumpe mit 7 bis 10 m maximaler Förderhöhe, mit der die tatsächliche Höhe von 3 bis 4 m gut bewältigt wird. Ein größerer Schlauchdurchmesser (1 1/4 oder 1 1/2 Zoll statt 1 Zoll) verringert die Reibung spürbar.

Abwasserpumpe für das häusliche Gebrauch
Abwasserpumpe für das häusliche Gebrauch. | Foto: oocoskun / Depositphotos.com

Schwimmerschalter: automatisch oder von Hand

Die meisten Tauchpumpen haben einen Schwimmerschalter. Steigt das Wasser, hebt sich der Schwimmer und schaltet die Pumpe ein; sinkt es, schaltet er ab. Das schützt vor Trockenlauf und erlaubt Dauerbetrieb, etwa in einem Pumpensumpf.

Achten Sie darauf, dass der Schwimmer frei beweglich ist und nicht an der Wand hängen bleibt. Wer das Wasser bis auf einen dünnen Film abpumpen will, schaltet auf Handbetrieb oder nutzt eine flachsaugende Pumpe – der Schwimmer schaltet sonst ab, bevor der Boden trocken ist.

Hebeanlage und Rückstauebene

Die Rückstauebene ist in der Regel die Straßenoberkante an der Anschlussstelle. Bei Starkregen kann das Wasser im Kanal bis dorthin ansteigen und über jeden tiefer liegenden Ablauf in den Keller drücken.

Abläufe unterhalb dieser Ebene müssen gegen Rückstau gesichert sein. Für fäkalienhaltiges Abwasser, etwa eine Kellertoilette, ist dafür eine Hebeanlage vorgesehen, die das Abwasser über eine Schleife oberhalb der Rückstauebene in den Kanal pumpt. Für fäkalienfreies Wasser kann je nach Lage ein Rückstauverschluss genügen. Planung und Einbau sind Sache des Fachbetriebs, weil Fehler hier direkt zum Wasserschaden führen.

Pool und Teich leeren

Für den Pool reicht eine Klarwasser-Tauchpumpe. Ein Rechenbeispiel: 20.000 l Pool, Pumpe mit real etwa 6000 l/h – gut drei Stunden. Achten Sie darauf, wohin das Wasser geht. Gechlortes Poolwasser lässt man nach dem Ende der Chlorzugabe einige Tage stehen. Ob es danach in den Schmutzwasserkanal oder auf die eigene Rasenfläche darf, regelt die Gemeinde – in Bäche und Regenwasserkanäle gehört es nicht.

Teiche enthalten Schlamm und Pflanzenreste. Hier ist eine Schmutzwasserpumpe oder ein Teichschlammsauger die bessere Wahl.

Aufstellen und betreiben

  1. Auf festen Grund stellen. Direkt auf Schlamm saugt sich die Pumpe fest. Ein Ziegelstein oder eine Platte darunter hilft.
  2. Am Tragegriff einsetzen, nie am Kabel. Das Kabel ist nicht als Seil gedacht.
  3. Schlauch knickfrei verlegen. Jeder Knick kostet Leistung.
  4. Fehlerstromschutzschalter. Pumpen im Wasser nur an Steckdosen mit FI-Schutz betreiben.
  5. Nie trocken laufen lassen. Auch mit Schwimmer regelmäßig nachsehen.

Kunststoff oder Edelstahl

Günstige Pumpen haben ein Kunststoffgehäuse und reichen für den gelegentlichen Einsatz, etwa einmal im Jahr zum Poolleeren. Für den Dauerbetrieb im Pumpensumpf oder für Schmutzwasser mit Sand ist ein Edelstahl- oder Gussgehäuse die robustere Wahl. Achten Sie auch auf die Dichtung zwischen Motor und Pumpenraum: Eine Gleitringdichtung hält länger als einfache Wellendichtringe.

Die Kabellänge wird oft unterschätzt. Die Steckdose soll nicht im Keller stehen, der gerade vollläuft; 10 m Kabel sind deshalb sinnvoller als die üblichen 5 m.

Reinigung und Lagerung

Nach dem Einsatz in schmutzigem Wasser die Pumpe in einem Eimer mit klarem Wasser kurz laufen lassen. So werden Sand und Schlamm aus dem Laufrad gespült, bevor sie antrocknen. Danach trocken und frostfrei lagern.

Wer eine Pumpe für den Notfall bereithält, sollte sie einmal im Jahr testen. Ein festgeklebtes Laufrad fällt sonst erst auf, wenn der Keller schon voll steht.

Häufige Fragen

Kann ich eine Schmutzwasserpumpe für die Gartenbewässerung nutzen?

Grundsätzlich ja, aber der Druck reicht meist nicht für Sprenger. Für die Bewässerung ist eine Tauchpumpe mit höherer Förderhöhe oder eine Gartenpumpe geeignet.

Was kostet eine Abwasserpumpe?

Einfache Schmutzwasser-Tauchpumpen gibt es ab 50 bis 80 Euro, robuste Modelle mit Edelstahlgehäuse ab etwa 150 Euro. Hebeanlagen kosten mit Einbau ein Vielfaches.

Wie tief kann die Pumpe absaugen?

Normale Tauchpumpen lassen einige Zentimeter Restwasser zurück, bis der Schwimmer abschaltet. Flachsaugende Modelle schaffen wenige Millimeter.

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