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Heimwerker-Berater

Bosch Säbelsäge PSA 700 E im Praxistest

Werkzeugvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Bosch Säbelsäge PSA 700 E im Praxistest
Inhalt10 Abschnitte
  1. Die technischen Daten
  2. Wofür sie gedacht ist
  3. Leicht, aber nicht klein
  4. Der Blattwechsel
  5. Richtig sägen
  6. Die Grenzen
  7. Sicherheit
  8. PSA 700 E oder PSA 900 E
  9. Häufige Fragen
  10. Video zum Thema

Die Bosch PSA 700 E ist die leichtere der beiden kabelgebundenen Säbelsägen aus Boschs grüner Heimwerkerlinie. Mit 710 Watt und 3 kg zielt sie auf Garten, Renovierung und gelegentlichen Rückbau. Für Äste, Latten und dünne Rohre reicht sie gut – für dicke Balken und viel Metall ist die stärkere PSA 900 E die bessere Wahl.

Die technischen Daten

Leistung710 Watt
Schnitttiefe Holzbis 150 mm
Schnitttiefe Metallbis 10 mm
Gewicht3 kg
Maße58 × 24,5 × 11 cm
BlattaufnahmeBosch SDS, werkzeuglos, für Blätter mit S-Schaft
Lieferumfangje ein Blatt für Holz und für Metall

Die Hubzahl lässt sich über den Schalter stufenlos regeln. Wer mit der Säge noch wenig Erfahrung hat, profitiert davon besonders, weil sich jeder Schnitt langsam und kontrolliert beginnen lässt.

Wofür sie gedacht ist

Die PSA 700 E ist eine Säge für den Haus- und Gartengebrauch. Typische Aufgaben:

  • Rückschnitt im Garten: Äste, Hecken, dünne Stämme bis zur Schnitttiefe.
  • Renovierung: Latten, Bretter, Kanthölzer, alte Fensterrahmen zerlegen.
  • Installation: Kunststoff- und Kupferrohre kürzen, Gasbetonsteine anpassen.
  • Entsorgung: Möbel, Paletten und Sperrmüll in handliche Stücke zerlegen.

Säbelsägen sind keine Präzisionswerkzeuge. Für gerade Schnitte in Platten nimmt man eine Stichsäge oder Handkreissäge, für exakte Winkel eine Kappsäge. Die Säbelsäge ist das Werkzeug für alles, was schnell durch muss. Mehr zur Bauart unter Säbelsäge.

Leicht, aber nicht klein

Mit 3 kg ist die PSA 700 E rund 700 Gramm leichter als die PSA 900 E. Das klingt wenig, macht sich aber bei Arbeiten auf Schulterhöhe und im Garten, wo man die Säge oft lange hält, deutlich bemerkbar. Die Baulänge ist praktisch gleich; kompakter wird die Säge durch das geringere Gewicht nicht.

Die Griffe sind mit Softgrip überzogen, der vordere Bereich hat einen Rutschschutz für die stützende Hand. Der hintere Griff ist als Bügel ausgeführt, was ein sicheres Umgreifen erlaubt.

Der Blattwechsel

Über das SDS-System wird das Blatt ohne Werkzeug gewechselt: Klemmhebel betätigen, das Blatt wird ausgeworfen, das neue wird eingesteckt, bis es einrastet. In den meisten Fällen geht das schnell. Vor dem Wechsel immer den Stecker ziehen, und das gebrauchte Blatt nicht sofort anfassen – nach einem Schnitt in Metall ist es heiß.

Die Säge nimmt alle üblichen Säbelsägeblätter mit S-Schaft auf, von Bosch und von anderen Herstellern. Die beiden mitgelieferten Blätter reichen zum Ausprobieren. Für dickes, frisches Holz oder Nägel im Altholz braucht es passende Spezialblätter; eine Übersicht steht bei den Reciprosägeblättern.

Richtig sägen

  1. Blatt passend wählen. Grobe Zähne für Holz, feine für Metall, Bimetall für Holz mit Nägeln.
  2. Fuß anlegen. Der Fuß an der Blattseite liegt am Werkstück an und fängt die Rückstöße ab.
  3. Langsam anfangen. Schalter leicht drücken, bis das Blatt sicher im Material ist, dann Gas geben.
  4. Beidhändig führen. Eine Hand am Schaltergriff, die andere am vorderen gummierten Bereich.
  5. Nicht drücken. Das Blatt arbeitet mit seinem Hub. Zu viel Druck lässt es verbiegen und die Säge springen.
  6. Metall langsam. Mit geringer Hubzahl und bei dicken Profilen mit etwas Schneidöl.

Die Grenzen

Metall bis 10 mm heißt: Kupferrohre, dünne Stahlrohre, Profile und Gewindestangen. Dickere Stahlteile schafft die PSA 700 E nur sehr langsam, wenn überhaupt. Holz bis 150 mm gilt mit passendem, langem Blatt. Frisches, nasses Holz sägt sich langsamer als trockenes.

Wie alle Säbelsägen dieser Preisklasse vibriert sie spürbar. Für lange Arbeiten sind Pausen sinnvoll, und für Feinarbeiten eignet sie sich nicht. Wer häufig ohne Steckdose arbeitet, etwa im hinteren Teil des Gartens, ist mit einer Akku-Säbelsäge beweglicher.

Sicherheit

Vor Schnitten in Wände und Böden prüfen, ob dort Leitungen verlaufen; ein Kabelsuchgerät hilft. Äste unter Spannung können beim Durchtrennen aufspringen, deshalb von der Seite schneiden, die nachgibt. Schutzbrille und Handschuhe gehören dazu, bei längeren Arbeiten auch Gehörschutz. Das Kabel immer hinter der Säge führen, nie in der Schnittlinie.

PSA 700 E oder PSA 900 E

Die PSA 900 E hat 900 Watt, 3,7 kg und schafft bis 200 mm in Holz und 20 mm in Stahl. Die Entscheidung hängt am Material: Wer vor allem Äste und Latten sägt und gelegentlich ein Rohr kürzt, kommt mit der PSA 700 E aus und hat das leichtere Gerät. Wer Rückbau macht, dicke Balken trennt oder regelmäßig Metall schneidet, nimmt die stärkere Säge. Einen eigenen Beitrag gibt es auch zur Bosch PSA 700 E.

Häufige Fragen

Kann ich damit Bäume fällen?

Dünne Stämme bis etwa 15 cm ja. Für echte Fällarbeiten ist eine Kettensäge das richtige Werkzeug, auch weil dafür eigene Schutzausrüstung und Kenntnisse nötig sind.

Reicht das mitgelieferte Holzblatt?

Für dünnes, trockenes Holz ja. Für dicke Äste, frisches Holz oder Altholz mit Nägeln lohnt ein längeres, gröberes oder ein Bimetallblatt.

Wird die Säge heiß?

Bei längerer Arbeit wird das Gehäuse warm, das ist normal. Wird sie so heiß, dass man sie kaum halten kann, Pause machen und die Lüftungsschlitze auf Staub prüfen.

Video zum Thema

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