Eine Katzenklappe einbauen

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Eine Katzenklappe gibt der Katze Freiheit und Ihnen die Ruhe, nicht ständig die Tür öffnen zu müssen. Der Einbau in eine Holztür ist mit Stichsäge und einer Stunde Zeit erledigt. Schwieriger wird es bei Glas und Wand – und die wichtigste Entscheidung fällt vor dem Sägen: welche Klappe, und in welcher Höhe.
Welche Klappe zur Katze passt
| Einfache Klappe | Schwingt in beide Richtungen, hält per Magnet zu. Jedes Tier kann hinein. |
| 4-Wege-Verschluss | Stellungen für nur rein, nur raus, beides oder zu. Praktisch für nachts oder beim Tierarzttermin. |
| Mikrochip-Klappe | Liest den implantierten Chip der Katze und öffnet nur für registrierte Tiere. Hält Nachbarkatzen draußen. |
| Halsbandschlüssel | Magnet oder Infrarot am Halsband. Funktioniert, aber das Halsband muss dranbleiben. |
Die Mikrochip-Klappe ist für die meisten Haushalte die beste Wahl. Fremde Katzen, die hereinkommen, fressen nicht nur das Futter, sondern markieren gern das Revier. Die Klappe braucht Batterien, viele Modelle zeigen rechtzeitig an, wann sie leer werden. Einfache Klappen gibt es ab etwa 20 Euro, Mikrochip-Klappen liegen meist zwischen 60 und 150 Euro.
Die Größe
Standardklappen haben eine Durchgangsöffnung für Katzen bis etwa 7 kg. Für große Rassen wie Maine Coon oder Norwegische Waldkatze gibt es größere Modelle. Messen Sie die Katze an der breitesten Stelle, meist die Schultern, und geben Sie einige Zentimeter dazu. Eine zu enge Klappe wird ungern benutzt.
Die richtige Höhe
Die Klappe sitzt dort, wo die Katze bequem durchläuft, ohne zu springen oder sich zu ducken. Als Faustregel gilt: Unterkante der Öffnung etwa auf Bauchhöhe der Katze, das sind meist 10 bis 15 cm über dem Boden. Ist die Außenseite tiefer oder höher als innen, etwa durch eine Stufe, richtet sich die Höhe nach der Seite, die es der Katze schwerer macht, und auf der anderen hilft ein kleines Podest.
Gleichzeitig muss die Klappe weit genug vom Türschloss entfernt sein. Bei Haustüren sollte man nicht durch die Öffnung greifen und von innen die Klinke oder den Schlüssel erreichen können.
Einbau in eine Holztür
- Schablone anlegen. Die meisten Klappen haben eine Papierschablone. Auf die Tür kleben, Höhe prüfen, Umriss anzeichnen.
- Tür aushängen. Liegend arbeitet es sich sauberer und sicherer als an der hängenden Tür.
- In den Ecken bohren. Mit einem 8- bis 10-mm-Bohrer innerhalb des Umrisses, damit die Stichsäge ansetzen kann.
- Ausschneiden. Mit einer Stichsäge entlang der Linie. Kreppband auf der Oberfläche verhindert Ausfransen.
- Kanten glätten. Mit Schleifpapier, bei Außentüren die Schnittkanten lackieren oder versiegeln, damit keine Feuchtigkeit eindringt.
- Rahmen einsetzen und verschrauben. Innen- und Außenrahmen werden durch die Tür miteinander verschraubt. Die Schrauben auf die Türstärke kürzen.
Achtung bei Röhrenspantüren: Innen sind sie hohl. Der Schnittrand muss mit einem Holzrahmen ausgefüttert werden, sonst halten die Schrauben nicht.
Einbau in Glas
Ein nachträglicher Ausschnitt in eine vorhandene Scheibe ist nicht möglich, wenn es sich um Einscheibensicherheitsglas handelt: Es zerfällt beim Schneiden in Krümel. Auch Isolierglas lässt sich nicht einfach aufschneiden. In beiden Fällen fertigt der Glaser eine neue Scheibe mit rundem Ausschnitt an, in den eine passende Glasklappe eingesetzt wird.

Eine Alternative für Fenster sind Einsätze, die statt eines geöffneten Flügels eingesetzt werden, oder Kippfenster-Einsätze mit integrierter Klappe. Das ist rückbaubar und für Mieter interessant.
Einbau in die Wand
Durch die Außenwand geht es mit einer Kernbohrung oder einem ausgestemmten Durchbruch, in den ein Tunnel eingesetzt wird. Das ist keine Nebenbei-Arbeit: Leitungen in der Wand vorher orten, die Dämmung wieder sauber anschließen, auf tragende Bauteile achten. Bei Mauerwerk mit Wärmedämmverbundsystem ist die Abdichtung nach außen entscheidend.
Kippfenster sind eine Falle
Wer keine Klappe hat und stattdessen das Fenster kippt, riskiert das Leben der Katze. Katzen, die durch einen Kippspalt klettern, rutschen nach unten und bleiben eingeklemmt – mit schweren Verletzungen an Wirbelsäule und Organen. Seitliche Kippfenstergitter verhindern das und kosten wenig.
Mietwohnung und Einbruchschutz
Der Ausschnitt in einer Tür ist eine bauliche Veränderung. In der Mietwohnung brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters, und beim Auszug kann er den Rückbau verlangen, also eine neue Tür. Klären Sie das schriftlich vorher.
Zum Einbruchschutz: Eine Katzenklappe in einer Haustür ist nur so groß, dass kein Mensch hindurchpasst, aber durch große Hundeklappen kann man greifen. Mehr Hinweise unter Einbruchschutz an der Tür nachrüsten.
Häufige Fragen
Wie gewöhne ich die Katze an die Klappe?
Klappe zunächst mit Klebeband offen fixieren, damit die Katze durchschauen kann. Mit Futter oder Spielzeug locken, dann die Klappe nur halb öffnen, später ganz schließen. Die meisten Katzen haben es nach wenigen Tagen verstanden.
Zieht es durch die Klappe?
Bei einfachen Modellen ja. Klappen mit Bürstendichtung oder doppelter Klappe halten Wind und Kälte besser ab. Bei Außentüren lohnt sich dieser Aufpreis.
Was mache ich mit der Katze in der Wohnung?
Beschäftigung ist das halbe Leben – etwa ein selbst gebauter Kratzbaum. Für Fliegen im Sommer gibt es eine Katzenklappe auch in manchen Fliegenschutztüren.



