Faltbarer klappbarer Pavillon
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Ein faltbarer Pavillon – auch Faltpavillon oder Scherenpavillon – hat ein Gestell aus Scherengittern, das sich in einem Zug aufziehen lässt. Mit zwei Personen steht er in wenigen Minuten, zusammengeklappt passt er in eine Tragetasche. Der Preis für diese Bequemlichkeit ist die Windempfindlichkeit: Ein Faltpavillon ist ein Schirm mit vier Beinen, und ungesichert hebt ihn schon eine kräftige Böe an.
Gängige Größen
| Größe | Geeignet für |
| 2 × 2 m | Balkon, kleine Terrasse, Marktstand für eine Person |
| 3 × 3 m | Der Standard für Garten, Fest und Flohmarkt, Platz für einen Tisch mit sechs Personen |
| 3 × 4,5 m | Größere Runden, Buffet |
| 3 × 6 m | Gartenfeste, Vereine, Zelt für Veranstaltungen |
| 4 × 4 m und größer | Profibereich, meist mit Aluminiumgestell |
Größer heißt schwerer und windanfälliger. Ein 3 × 6 m großer Pavillon lässt sich nur noch mit drei bis vier Personen sicher aufstellen.
Das Gestell: Stahl oder Aluminium
Stahlgestelle sind günstig und stabil, aber schwer. Achten Sie auf eine Pulverbeschichtung, sonst rosten die Gelenke nach der ersten nassen Saison. Aluminiumgestelle wiegen deutlich weniger und rosten nicht. Bei günstigen Modellen sind die Profile dünn und knicken unter Wind. Profigestelle mit dicken Sechskantprofilen halten Jahre im Dauereinsatz auf Märkten.
Die Schwachstellen sind immer die Verbindungsstücke aus Kunststoff an den Scherengelenken. Bei billigen Pavillons brechen sie zuerst. Gute Modelle haben verstärkte oder metallene Verbinder und Ersatzteile im Angebot.
Der Dachstoff
Üblich ist Polyester mit Beschichtung aus PU oder PVC. Wie dicht das Dach ist, zeigt die Wassersäule in Millimetern: Je höher der Wert, desto länger hält der Stoff Regen ab. Wichtig ist auch, dass die Nähte verschweißt oder abgeklebt sind – sonst tropft es genau dort.
Für Veranstaltungen verlangen Veranstalter oft einen schwer entflammbaren Stoff nach DIN 4102 B1 oder vergleichbarer Norm. Wer den Pavillon auf Märkten oder Festen nutzen will, klärt das vor dem Kauf. Ein UV-Schutz im Stoff verlangsamt das Ausbleichen und schützt die Menschen darunter.
Seitenwände und Ausstattung
Die meisten Pavillons lassen sich mit Seitenwänden ergänzen: geschlossen, mit Fenstern oder mit Reißverschlusstür. Sie schützen vor Wind und Schlagregen, machen den Pavillon aber auch zum Segel. Bei aufkommendem Wind öffnen Sie deshalb zuerst die Wände auf der Windseite. Weiteres Zubehör: Regenrinne zwischen zwei Pavillons, Moskitonetz, Heizstrahler-Halterung. Wer den Pavillon an eine Hauswand stellen will, findet unter Anstellpavillon die passende Bauform.
Sicher aufstellen
- Ebenen Platz wählen, frei von Ästen und Stromleitungen.
- Gestell halb aufziehen, zu zweit an gegenüberliegenden Ecken.
- Dach auflegen und mit Klettbändern am Gestell befestigen.
- Ganz aufziehen, bis die Gleitstücke an den Beinen einrasten, dann auf die gewünschte Höhe stellen.
- Sichern. Auf Rasen mit Heringen und Abspannleinen, auf Pflaster mit Gewichten an jedem Bein. Viele Veranstalter schreiben Mindestgewichte vor.
Ein Faltpavillon ist kein Dauerbauwerk. Bei starkem Wind oder Sturmwarnung bauen Sie ihn ab. Viele Hersteller schließen Sturmschäden von der Gewährleistung aus. Unter Schneelast brechen die Scheren – über Winter gehört er in die Garage.
Pflege und Lagerung
Nie nass einpacken. Ein feucht gefalteter Dachstoff schimmelt in wenigen Tagen, die Stockflecken gehen nicht mehr heraus. Nach Regen den Pavillon noch einmal aufstellen und trocknen lassen. Verschmutzungen mit Wasser und mildem Reiniger abwaschen, keine Lösemittel. Gelenke gelegentlich mit Silikonspray gängig halten.
Typische Fehler
- Ohne Gewichte auf der Terrasse. Ein ungesicherter Pavillon kann durch den Garten fliegen und Menschen, Autos oder Fenster treffen.
- Seitenwände bei Wind geschlossen. Der Pavillon wird zum Segel und reißt Heringe aus dem Boden.
- Zu zweit einen großen Pavillon aufgebaut. Das Gestell verkantet, und die Kunststoffgelenke brechen.
- Wasser im Dach stehen lassen. Bei Regen bilden sich Wassersäcke, deren Gewicht Stoff und Streben überlastet. Das Dach straff spannen und Pfützen sofort ausleeren.
- Nass verpackt. Siehe oben – der häufigste Grund, warum ein Pavillon nach einer Saison unbrauchbar ist.
Faltpavillon oder fester Pavillon?
Für wechselnde Einsätze, Feste und Märkte ist der Faltpavillon unschlagbar. Wer dauerhaft einen Schattenplatz im Garten sucht, fährt mit einem fest verankerten Pavillon oder einer Markise besser. Die Alternativen sind im Überblick unter Pavillon und Sonnenschutz für den Garten beschrieben.
Häufige Fragen
Was kostet ein Faltpavillon?
Einfache Modelle mit 3 × 3 m und Stahlgestell gibt es ab etwa 60 bis 100 Euro. Solide Alugestelle liegen bei 200 bis 500 Euro, Profigeräte darüber.
Wie schwer ist ein Faltpavillon?
Ein 3 × 3 m großer Pavillon mit Stahlgestell wiegt oft 20 kg und mehr, mit Aluminium weniger. Die Tragetasche braucht Rollen, sonst wird der Transport mühsam.
Kann ich einen Heizstrahler darunter betreiben?
Nur mit Modellen, die dafür vorgesehen sind, und mit ausreichendem Abstand zum Dach. Gasheizstrahler brauchen offene Seiten, damit keine Abgase unter dem Dach stehen, siehe Zeltheizung.



