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Heimwerker-Berater

Pavillon

Gartenvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Pavillon
Inhalt10 Abschnitte
  1. Die Bauformen
  2. Materialien
  3. Die richtige Größe
  4. Fundament und Verankerung
  5. Wind: die größte Gefahr
  6. Winter und Schnee
  7. Baugenehmigung
  8. Zubehör
  9. Pflege
  10. Häufige Fragen

Ein Pavillon ist ein freistehendes, überdachtes Gartenbauwerk, das an den Seiten meist offen ist. Das reicht vom Faltzelt für die Gartenparty bis zum achteckigen Holzpavillon mit Schindeldach, der jahrzehntelang steht. Die wichtigste Unterscheidung ist deshalb: fest gebaut oder mobil – davon hängen Fundament, Kosten, Windfestigkeit und Genehmigung ab.

Die Bauformen

BauformEinsatzHaltbarkeit
Holzpavillon, festdauerhafter Sitzplatz im GartenJahrzehnte bei Pflege
Metallpavillon mit festem DachTerrasse, Gartenviele Jahre, Dach aus Blech oder Polycarbonat
Metallpavillon mit StoffdachSommersaisonGestell lange, Stoff einige Jahre
Faltpavillon, PartyzeltFeste, Märkte, kurzzeitigabhängig von Qualität und Wind
Anstellpavillonan der Hauswandwie fester oder Stoffpavillon

Ein Anstellpavillon hat nur eine offene Seite zur Hauswand hin und ist damit eine Mischung aus Pavillon und Terrassenüberdachung; mehr dazu unter Anstellpavillon. Das schnelle Zelt für den Einsatz zwischendurch beschreibt Faltbarer Pavillon.

Materialien

Holz ist der Klassiker für feste Pavillons. Üblich sind Fichte oder Kiefer, kesseldruckimprägniert oder lasiert, für höhere Ansprüche Lärche oder Douglasie. Bei Bausätzen zeigt die Stärke der Pfosten und Wandelemente die Qualität: Pfosten von 9 × 9 cm und mehr sind stabil, dünne Leisten wackeln.

Metall – Aluminium oder pulverbeschichteter Stahl – ist schlanker und pflegeleichter. Aluminium rostet nicht, Stahl ist schwerer und stabiler, muss aber an Kratzern nachgebessert werden.

Stoffdächer bestehen meist aus Polyester mit Beschichtung. Eine UV-Beständigkeit und eine Wasserdichtigkeit mit Angabe der Wassersäule sind Mindestangaben. Billige Stoffe werden nach einer Saison spröde.

Die richtige Größe

Feste Pavillons gibt es häufig mit einem Grundmaß von etwa 2 × 2 m bis 4 × 4 m, achteckige Modelle mit Durchmessern um 3 bis 4 m. Faltpavillons sind meist 3 × 3 m oder 3 × 6 m groß. Für einen runden Tisch mit sechs Stühlen sollten es mindestens etwa 3 × 3 m sein, damit die Stühle zurückgeschoben werden können, ohne dass jemand im Regen sitzt.

Fundament und Verankerung

Ein fester Pavillon braucht ein Fundament. Üblich sind Punktfundamente aus Beton unter jedem Pfosten, frostfrei gegründet, mit Pfostenträgern aus verzinktem Stahl. So steht das Holz nicht im Boden und fault nicht. Wer einen Boden im Pavillon möchte, baut auf eine Platte aus Beton oder eine Unterkonstruktion mit Dielen; Hinweise dazu gibt Holzterrasse Unterkonstruktion.

Metallpavillons werden mit Schwerlastankern auf Platten oder Beton verschraubt oder mit Erdankern im Rasen gesichert.

Pavillon-Zelt
Großes Pavillon-Zelt; damit kann man wundervolle Partys im Garten feiern! | Foto: ronyzmbow / Depositphotos.com

Wind: die größte Gefahr

Ein Pavillon mit Stoffdach wirkt bei Wind wie ein Segel. Faltpavillons sind nicht für Sturm gebaut und gehören bei aufkommendem Wind abgebaut oder zumindest das Dach abgenommen. Jeder Fuß braucht Gewichte oder Erdnägel, die Ecken zusätzlich Abspannleinen. Seitenwände erhöhen die Windlast erheblich; bei Böen lieber abnehmen.

Auch feste Pavillons sollten verankert sein. Leichte Metallpavillons, die nur auf Platten stehen, haben schon manches Nachbardach getroffen.

Winter und Schnee

Stoffdächer werden vor dem ersten Schnee abgenommen und trocken gelagert. Nasser Schnee wiegt mehrere hundert Kilo je Quadratmeter Dachfläche und verbiegt das Gestell. Feste Dächer aus Holz, Schindeln oder Blech müssen die örtliche Schneelast tragen; bei Bausätzen steht die zulässige Last in der Beschreibung.

Baugenehmigung

Ob ein fester Pavillon genehmigungspflichtig ist, regeln die Landesbauordnungen. Kleine Gartengebäude und überdachte Freisitze sind in vielen Ländern bis zu einer bestimmten Größe verfahrensfrei, die Grenzen unterscheiden sich aber deutlich. Auch ein verfahrensfreier Bau muss Abstandsflächen und den Bebauungsplan einhalten. Vor dem Kauf beim Bauamt nachfragen. Faltpavillons, die nur zeitweise stehen, sind in der Regel kein Thema.

Zubehör

  • Seitenwände aus Stoff oder mit Fenstern, als Wind- und Sichtschutz.
  • Moskitonetze, die rundum geschlossen werden können.
  • Vorhänge für Schatten am Nachmittag.
  • Beleuchtung, am einfachsten mit Solar- oder Akkuleuchten. Ideen dazu unter Terrassenüberdachung Beleuchtung.
  • Gewichte und Erdanker für den sicheren Stand.

Pflege

Holzpavillons alle paar Jahre nachlasieren, besonders an der Wetterseite. Stoffdächer mit Wasser und milder Seife reinigen, nie mit dem Hochdruckreiniger, und nur trocken einlagern, sonst schimmeln sie. Bei Metallgestellen einmal im Jahr Schrauben nachziehen und Kratzer ausbessern.

Häufige Fragen

Was kostet ein Pavillon?

Faltpavillons gibt es ab etwa 60 Euro, stabile Modelle mit dickem Gestell bei 200 bis 500 Euro. Metallpavillons mit festem Dach liegen meist bei 500 bis 2000 Euro, Holzpavillons als Bausatz bei 1000 bis 4000 Euro, dazu Fundament und Montage.

Pavillon oder Sonnensegel?

Ein Sonnensegel ist günstiger und wirkt leichter, schützt aber kaum vor Regen. Ein Pavillon ist ein richtiger Raum. Worauf es beim Segel ankommt, steht unter Sonnensegel richtig befestigen.

Kann ich den Pavillon selbst aufbauen?

Faltpavillons ja, mit zwei Personen in wenigen Minuten. Feste Bausätze sind machbar, wenn Sie Erfahrung mit Fundamenten haben; rechnen Sie mit ein bis zwei Tagen zu zweit.

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