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Finanzierung der Sanierung – Tipps und Fördermöglichkeiten

Mit dem Thema Haussanierung sind viele Eigentümer konfrontiert. Sobald ein Gebäude ein gewisses Alter erreicht, sind Schäden an der Bausubstanz oder Einbußen hinsichtlich der Energieeffizienz denkbare Szenarien. Für den Werterhalt und einen möglichst hohen Wohnkomfort müssen Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden. Steht nicht ausreichend Eigenkapital für das Investitionsvorhaben zur Verfügung, ist die Fremdfinanzierung die einzige Option. Fördergelder sollten dabei in das Finanzierungskonzept einbezogen werden, um die Haushaltskasse zu schonen.

Eigenleistungen festlegen

Foto: pixabay.com / MichaelaThiede

Heimwerker können die Kreditsumme mit ihrem handwerklichen Geschick merkbar eindämmen. Je mehr Herausforderungen im Rahmen der Sanierung in Eigenleistung gemeistert werden, desto weniger Fremdkapital ist erforderlich. Sollten für gewisse Arbeiten Baufirmen unverzichtbar sein, ist es lohnenswert sich bei Experten nach Arbeiten zu erkundigen, die sie selbst erledigen können. Dabei muss das persönliche Können realistisch eingeschätzt werden, um letztlich nicht unter mangelhaften Ergebnissen zu leiden. Im Zweifelsfall ist es immer ratsam sich für den Fachmann zu entscheiden. Unsere Tipps für Do-it-yourself-Projekte erleichtern Vorbereitung und Organisation von Eigenleistungen.

Kreditrate kritisch hinterfragen

Damit eine Sanierung nicht in einem finanziellen Fiasko endet, müssen Eigentümer sorgfältig ermitteln, welche Kreditrate geleistet werden kann. Zur Berechnung des finanziellen Spielraums werden sämtliche Kosten den Einnahmen gegenübergestellt. Besonders komfortabel gelingt das mit einem virtuellen Haushaltsrechner von Banken, Vergleichsportalen oder ähnlichen Anbietern. Hier werden Fixkosten wie Wohnkosten, Lebensmittel, Versicherungen und ähnliches abgefragt. Die anzugebenden Daten verhindern, dass wesentliche Unkosten in Vergessenheit geraten und beugen verfälschten Ergebnissen vor. Um ergänzend dazu die potenzielle Kreditsumme für die gewünschte Sanierung zu kalkulieren, sind Kostenvoranschläge von Handwerkern, Architekten und Co. entscheidend. Nur so lässt sich der Kreditbedarf berechnen.

Angebote für Modernisierungskredite einholen

Foto: pixabay.com / 2780243

Bei einem Modernisierungskredit oder auch Wohnkredit genannt, handelt es sich um einen zweckgebundenen Ratenkredit. Aufgrund der Zweckgebundenheit sind diese Kredite in der Regel günstiger als herkömmliche Kredite. Mit Modernisierungskrediten lassen sich beispielsweise folgende Projekte realisieren:

  • Austausch der Fenster
  • Energetische Sanierung
  • Erneuerung der Heizungsanlage
  • Bau einer Photovoltaikanlage

Sowohl die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als auch Privatbanken dienen bei Modernisierungskrediten als Ansprechpartner. Beim Vergleich von Kreditangeboten ist der Blick auf die Rückzahlungsmodalitäten elementar. Sind kostenlose Sondertilgungen und vorzeitige Tilgung möglich? Gibt es eine Zinsbindung für einen festen Zeitraum? Welche Laufzeiten wären möglich und wie hoch liegen die Zinsen?

Ist die Finanzierung über die Hausbank aus individuellen Gründen nicht möglich, könnte ein Onlinekredit von auxmoney mit einer Kreditsumme von bis zu 50.000 Euro eine Alternative sein. Der größte Unterschied zu herkömmlichen Angeboten von Kreditinstituten besteht bei dieser alternativen Finanzierungsform darin, dass die finanziellen Mittel von Privatpersonen bereitgestellt werden. Die Plattform auxmoney tritt dabei als Vermittler zwischen Kreditnehmern und privaten Anlegern auf. Nach kostenloser Registrierung, Bonitätsprüfung und Gestaltung eines Profils stellen Hausbesitzer ihre Kreditanfrage online. Dies kann aufgrund der Abwicklung über das Internet unabhängig von Öffnungszeiten erfolgen. Laut eigenen Angaben des Onlinemarktplatzes für Privatkredite erfahren Antragssteller innerhalb weniger Minuten, ob das Projekt finanziert wird. Kommt ein Kreditvertrag zustande, wird für die Vermittlung eine Gebühr fällig. Wie bei diesem Beispiel, stehen weitere virtuelle Marktplätze bereit, um mit privaten Kreditgebern in Kontakt zu treten.

Staatliche Fördermittel einbeziehen

Foto: pixabay.com / moerschy

Für energetische Sanierungen und einige andere Modernisierungsarbeiten an Immobilien vergibt der Staat attraktive Fördergelder. Die KfW ist als größte Förderbank in Deutschland für die Unterstützung von Eigenheimbesitzern zuständig. Wird ein Gebäude saniert und der Energiebedarf ist maximal 15 Prozent höher als bei einem neuen Haus, sind entlastende Finanzspritzen möglich. Ähnlich verhält es sich bei einzelnen Sanierungsmaßnahmen, wie dem Einbau einer modernen Heizung oder der Dämmung des Daches. Betrifft die Modernisierung stattdessen Umbauten für altersgerechtes Wohnen, sind die Fördermöglichkeiten nicht weniger vielversprechend. Grundsätzlich bietet die KfW bei Bestandsimmobilien folgende Förderprodukte im Rahmen der Modernisierung:

Energieeffizient Sanieren:

  • 151 Kredit Energieeffizient Sanieren (Sanierung zum KfW-Effizienzhaus, Einzelmaßnahmen)
  • 167 Ergänzungskredit Energieeffizient Sanieren (für Heizungsumstellung auf Erneuerbare)
  • 430 Zuschuss Energieeffizient Sanieren (Sanierung zum KfW-Effizienzhaus, Einzelmaßnahmen)
  • 431 Zuschuss Baubegleitung Energieeffizient Bauen und Sanieren (für Planung und Baubegleitung)
  • 433 Zuschuss Brennstoffzelle Energieeffizient Bauen und Sanieren (für Einbau Brennstoffzellensysteme)

Wohnkomfort und Einbruchschutz:

  • 159 Kredit Altersgerecht Umbauen (für Wohnkomfort und Einbruchschutz)
  • 455 Investitionszuschuss Altersgerecht Umbauen (für mehr Einbruchschutz)

Erneuerbare Energien und Photovoltaik:

  • 270 Kredit Erneuerbare Energien (Standard)
  • 275 Kredit Erneuerbare Energien (Speicher)

Nähere Informationen zu den Förderprodukten der KfW sind der offiziellen Internetpräsenz zu entnehmen.

 

Wichtiger Hinweis zur Antragstellung

Um von staatlichen Fördermitteln profitieren zu können, muss der Antrag für den Zuschuss unbedingt vor Beginn der Sanierungsarbeiten erfolgen. Die Antragsstellung wird über unabhängige Banken abgewickelt.

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Kommentare

Mia 12. März 2018 um 7:21

Hallo und danke für die tollen Anleitungen. Ein Bekannter lässt sich gerade beraten ob er für die KFW Bank Finanzierung und deren Vorgaben auch Sandwichpaneele zum Dämmen einsetzen kann. Ich finde das verbauen etwas praktischer als das normale Styropor.

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