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Heimwerker-Berater

Mobile Werkbank

Werkzeugvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Mobile Werkbank
Inhalt10 Abschnitte
  1. Die drei Bauformen
  2. Klappwerkbank: der Klassiker für unterwegs
  3. Werkbank auf Rollen
  4. Werkstattwagen mit Arbeitsplatte
  5. Die Arbeitsplatte
  6. Die richtige Arbeitshöhe
  7. Spannen und Zubehör
  8. Gebraucht kaufen
  9. Selbst bauen
  10. Häufige Fragen

Eine mobile Werkbank ist ein Arbeitstisch, den Sie dorthin bringen, wo gearbeitet wird – auf die Terrasse, in den Dachboden, auf die Baustelle. Unter dem Begriff laufen drei ganz verschiedene Dinge: die zusammenklappbare Spannwerkbank, die Werkbank auf Rollen und der Werkstattwagen mit Arbeitsplatte. Welche passt, hängt davon ab, ob sie ins Auto muss oder nur quer durch die Garage.

Die drei Bauformen

BauformGewichtTraglastStärke
Klapp- oder Spannwerkbank8–15 kg100–200 kgpasst in jeden Kofferraum
Werkbank auf Rollen30–80 kg200–500 kgstabil, feste Arbeitsfläche
Werkstattwagen mit Platte40–100 kgje nach Bauart hochWerkzeug und Arbeitsfläche in einem

Die Werte sind typische Spannen; das jeweilige Datenblatt nennt die genaue zulässige Last.

Klappwerkbank: der Klassiker für unterwegs

Die klappbare Werkbank besteht aus einem Stahl- oder Aluminiumgestell und zwei Holz- oder Kunststoffplatten, die zugleich als Spannbacken dienen. Über zwei Kurbeln werden sie gegeneinander bewegt und halten Bretter, Rohre oder Türen fest. Der bekannteste Vertreter ist die Workmate von Black+Decker, die seit Jahrzehnten gebaut wird; ähnliche Modelle gibt es von Bosch, Wolfcraft und vielen anderen.

Ihre Stärke ist das Spannen, nicht das Tragen. Zum Sägen, Bohren und Schleifen eines eingespannten Werkstücks ist sie hervorragend. Als Unterlage für schwere Maschinen oder zum Hämmern auf der Platte ist sie zu leicht und federt. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Gestell auch zusammengeklappt einrastet und nicht beim Tragen aufschwingt, und dass die Kurbeln beide Backen einzeln verstellen – nur so lassen sich auch keilförmige Werkstücke festspannen.

Werkbank auf Rollen

Eine Werkbank auf Rollen hat ein festes Stahlgestell, eine massive Arbeitsplatte – meist Buche, Multiplex oder MDF – und vier Lenkrollen, von denen mindestens zwei feststellbar sind. Sie ist die richtige Wahl, wenn die Werkbank in der Werkstatt oder Garage steht, aber zum Arbeiten oder Putzen verschoben werden soll.

Achten Sie auf die Rollen: Mit Feststellbremse an allen vier Rollen steht die Bank wirklich still. Mit nur zwei Bremsen dreht sie sich beim Hobeln um die gebremste Achse. Rollen mit 100 bis 125 mm Durchmesser kommen über Kabel und Schwellen.

Werkstattwagen mit Arbeitsplatte

Werkstattwagen haben Schubladen oder Fächer für Werkzeug und oben eine Arbeitsplatte. Sie sind für Arbeiten gedacht, bei denen das Werkzeug mitwandern soll, etwa in der Kfz-Werkstatt. Als echte Werkbank sind sie meist zu niedrig und zu klein. Hämmern auf einem Schubladenwagen schadet den Auszügen.

Die Arbeitsplatte

  • Buche massiv, 30 bis 40 mm stark: robust, schwer, verträgt Schläge, lässt sich abschleifen und neu ölen.
  • Multiplex: formstabil, verzieht sich kaum, günstiger als Massivholz.
  • MDF oder Spanplatte: günstig, empfindlich gegen Feuchtigkeit und Kanten.
  • Stahlblech: für Metallarbeiten und Schweißen, aber laut und rutschig.

Eine 38 mm starke Buchenplatte ist für Holzarbeiten der beste Kompromiss. Ölen Sie sie vor dem ersten Einsatz, dann perlen Leim und Farbe ab.

Die richtige Arbeitshöhe

Die ideale Höhe hängt von Ihrer Körpergröße und der Arbeit ab. Faustregel für stehende Arbeit: Die Platte liegt etwa auf Höhe des Handgelenks bei hängendem Arm. Für Hobeln und Sägen darf sie etwas tiefer sein, für feine Arbeiten wie Schnitzen oder Löten höher. Bei 1,80 m Körpergröße ergibt das rund 90 bis 95 cm.

Viele Klappwerkbänke haben zwei Höhen, eine niedrige für Sägearbeiten und eine hohe für Feinarbeit. Rollwerkbänke sind meist fest; hier ist die Höhe beim Kauf entscheidend.

Spannen und Zubehör

Eine Werkbank ohne Spannmöglichkeit ist nur ein Tisch. Prüfen Sie, wie Sie Werkstücke festhalten können:

  • Integrierter Schraubstock oder die Möglichkeit, einen Schraubstock anzuschrauben.
  • Bankhakenlöcher im Raster von 20 oder 96 mm für Spannpratzen.
  • Spannbacken bei Klappwerkbänken, oft mit Kunststoffkeilen für runde Werkstücke.
  • Kniehebelspanner für Serienarbeiten.

Für einen ganzen Spanntisch mit Lochraster siehe Spanntisch.

Gebraucht kaufen

Stabile Rollwerkbänke tauchen oft aus Werkstattauflösungen auf und sind gebraucht deutlich günstiger. Prüfen Sie Gestell auf Risse an den Schweißnähten, Rollen und Bremsen auf Funktion und die Platte auf Verzug. Eine abgenutzte Buchenplatte lässt sich abschleifen; eine verzogene nicht.

Selbst bauen

Eine Werkbank auf Rollen ist ein gutes Heimwerkerprojekt. Aus Kanthölzern, einer Multiplexplatte und vier Lenkrollen entsteht an einem Wochenende eine Bank, die genau auf Ihre Körpergröße passt. Eine Anleitung steht im Beitrag Werkbank selber bauen. Für den Anfang ist eine gekaufte Klappwerkbank oft die schnellere Lösung.

Häufige Fragen

Was kostet eine mobile Werkbank?

Klappwerkbänke gibt es ab etwa 40 Euro, solide Markenmodelle für 80 bis 150 Euro. Werkbänke auf Rollen mit Buchenplatte kosten meist 200 bis 600 Euro.

Reicht eine Klappwerkbank für Kappsäge und Tischkreissäge?

Für eine kleine Kappsäge gerade so, aber die Bank wackelt bei langen Werkstücken. Besser ist ein eigenes Untergestell.

Welche Traglast brauche ich?

Für Heimwerkerarbeiten reichen 150 bis 200 kg. Wer Motoren, Maschinen oder schwere Werkstücke bearbeitet, braucht mehr – und eine Rollwerkbank.

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