Notstromaggregat Diesel

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Ein Notstromaggregat mit Dieselmotor ist die robuste Lösung für längere Stromausfälle. Diesel ist sparsamer als Benzin, weniger feuergefährlich und lässt sich länger lagern. Dafür sind die Geräte schwerer, lauter und teurer. Für einen Stromausfall von ein paar Stunden reicht oft ein Benziner; wer mit Tagen rechnet oder das Gerät regelmäßig braucht, ist mit Diesel besser bedient.
Warum Diesel
Dieselmotoren haben einen höheren Wirkungsgrad als Benzinmotoren und verbrauchen bei gleicher Leistung spürbar weniger Kraftstoff. Sie sind für lange Laufzeiten ausgelegt, haben keine Zündkerzen und kein Vergasersystem, das bei langer Standzeit verharzen kann. Dieselkraftstoff ist schwer entflammbar; ein Kanister in der Garage ist deutlich weniger gefährlich als einer mit Benzin.
Dafür
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Mobil oder stationär
Mobile Dieselaggregate stehen auf einem Rahmen oder in einem Gehäuse mit Rädern. Sie liefern meist zwischen 3 und 10 kW und werden bei Bedarf herausgerollt, gestartet und angeschlossen. Für Baustellen, Wochenendhäuser und die Notversorgung eines Einfamilienhauses ist das die übliche Wahl.
Stationäre Aggregate sind fest installiert, oft in einem schallgedämmten Gehäuse, und springen mit einer automatischen Netzumschaltung selbstständig an, wenn der Strom ausfällt. Sie kommen in Betrieben, Arztpraxen und Landwirtschaft zum Einsatz, gelegentlich auch in Privathäusern mit hohen Sicherheitsanforderungen. Ihre Leistung reicht von etwa 10 kW bis weit in den dreistelligen Bereich.

Wie viel Leistung
Rechnen Sie die Leistung aller Geräte zusammen, die gleichzeitig laufen sollen, und beachten Sie den Anlaufstrom: Motoren in Kühlschränken, Pumpen und Kompressoren ziehen beim Start ein Mehrfaches ihrer Nennleistung. Ein Aggregat sollte im Dauerbetrieb bei etwa 70 bis 80 Prozent seiner Nennleistung laufen. Dauernd bei sehr geringer Last zu laufen, ist für Dieselmotoren ebenfalls ungünstig, weil sie verrußen. Wie die Rechnung für ein ganzes Haus aussieht, steht bei Notstromaggregat für das Einfamilienhaus.
Einphasig oder dreiphasig
Einphasige Geräte liefern 230 V und reichen für Licht, Kühlschrank, Heizungssteuerung und Kleingeräte. Dreiphasige Geräte liefern zusätzlich 400 V Drehstrom für Kreissägen, Pumpen, Wärmepumpen oder die Einspeisung in alle drei Phasen des Hausnetzes. Achten Sie darauf, wie sich die Leistung verteilt: Bei vielen Dreiphasengeräten steht auf einer einzelnen Phase nur ein Drittel der Gesamtleistung zur Verfügung.
Sensible Elektronik
Klassische Aggregate liefern eine Spannung, die je nach Drehzahl leicht schwankt. Für Werkzeuge und Heizstäbe ist das egal, für Computer, Heizungssteuerungen und Fernseher kann es heikel werden. Hier helfen eine elektronische Spannungsregelung (AVR) oder ein Gerät mit Invertertechnik. Mehr dazu beim Inverter-Stromerzeuger.
Starten
Kleinere Dieselaggregate haben einen Seilzugstarter, größere einen Elektrostarter mit Batterie, oft beides. Stationäre Anlagen starten automatisch. Bei Frost helfen Winterdiesel und ein Gerät mit Vorglühanlage. Die Starterbatterie ist die häufigste Pannenursache: Halten Sie sie mit einem Erhaltungsladegerät voll.
Diesel lagern
Diesel ist länger lagerfähig als Benzin, aber nicht unbegrenzt. Durch den Biodieselanteil kann sich bei langer Lagerung Wasser ansammeln, und Mikroorganismen vermehren sich – die sogenannte Dieselpest verstopft Filter. Kraftstoff im Kanister regelmäßig umwälzen, also etwa jährlich ins Auto tanken und durch frischen ersetzen. Die zulässige Lagermenge in Wohngebäuden und Garagen regeln die Länder; in Garagen sind kleine Mengen in geeigneten Behältern meist erlaubt.
Anschluss an das Hausnetz
Ein Aggregat darf nie einfach über eine Steckdose in das Hausnetz einspeisen. Ohne Netztrennung fließt der Strom zurück in das öffentliche Netz und gefährdet die Monteure, die gerade an der Leitung arbeiten. Für die Einspeisung braucht es einen Netzumschalter, der das Haus vom öffentlichen Netz trennt, bevor das Aggregat zugeschaltet wird. Den Einbau und die Frage der richtigen Erdung übernimmt eine Elektrofachkraft. Eine Einspeisung in das öffentliche Netz ist mit Notstromaggregaten nicht vorgesehen.
Sicherheit
Abgase enthalten Kohlenmonoxid – geruchlos und tödlich. Ein Aggregat läuft nur im Freien, mit Abstand zu Fenstern, Türen und Lüftungsöffnungen. Nie in Garage, Keller, Schuppen oder Zelt, auch nicht bei offenem Tor. Nachtanken nur bei abgestelltem und abgekühltem Motor.
Wartung
Lassen Sie das Aggregat etwa einmal im Monat für eine halbe Stunde unter Last laufen. Das hält Motor und Batterie in Form und zeigt, ob im Ernstfall alles funktioniert. Ölwechsel und Filter nach Herstellerangabe, meist nach einer bestimmten Zahl Betriebsstunden oder mindestens einmal im Jahr.
Häufige Fragen
Was kostet ein Diesel-Notstromaggregat?
Offene mobile Geräte mit 5 kW gibt es ab etwa 800 bis 1500 Euro, schallgedämmte Geräte liegen meist bei 2000 bis 5000 Euro. Stationäre Anlagen mit automatischer Umschaltung kosten inklusive Installation deutlich mehr.
Wie laut ist ein Dieselaggregat?
Offene Geräte sind sehr laut und in Wohngebieten nachts kaum zumutbar. Schallgedämmte Gehäuse senken den Pegel erheblich. Vergleichen Sie die Herstellerangaben im gleichen Messabstand.
Wie lange läuft ein Aggregat mit einer Tankfüllung?
Das hängt von Tankgröße und Last ab. Mobile Dieselgeräte schaffen bei halber Last oft 8 bis 15 Stunden. Stationäre Anlagen haben größere Tanks.



