Saugwischer: Anwendung, Wartung & Zubehör

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Ein Saugwischer – oft auch Nass-Trocken-Sauger oder Waschsauger genannt – saugt und wischt in einem Arbeitsgang. Eine rotierende Bürstenwalze trägt Reinigungslösung auf, eine Absaugung direkt dahinter nimmt Schmutzwasser und losen Schmutz auf.
Anders als der Roboter ist er ein handgeführtes Gerät. Anders als der Wischmopp arbeitet er mit sauberem Wasser.
Das Zwei-Tank-Prinzip
Das ist der eigentliche Vorteil. Frischwasser mit Reiniger kommt aus einem Tank, Schmutzwasser landet in einem zweiten.
Beim klassischen Wischen taucht man denselben Lappen immer wieder in dieselbe Brühe. Ab dem dritten Zimmer verteilt man Schmutz, statt ihn aufzunehmen. Der Saugwischer kennt dieses Problem nicht.
Der zweite Vorteil: Der Boden ist nach der Überfahrt nahezu trocken und sofort wieder begehbar. Bei Haushalten mit Kindern und Tieren ist das der praktische Hauptgrund für die Anschaffung.
Für welche Böden
Gut geeignet: Fliesen, Feinsteinzeug, Vinyl, Linoleum, versiegeltes Parkett und Laminat – die letzten beiden mit sparsamer Wassereinstellung.
Nicht geeignet: unbehandeltes Holz, geöltes Parkett, unversiegelter Kork, saugender Naturstein, Teppich.
Der einfache Maßstab: Verträgt der Boden nebelfeuchtes Wischen, verträgt er auch den Saugwischer in niedriger Einstellung.
Die Selbstreinigung entscheidet über die Nutzung
Der wichtigste Punkt beim Kauf, und er wird regelmäßig unterschätzt.
Nach dem Einsatz ist die Bürstenwalze nass und voller Schmutz. Bleibt sie so im Gerät, riecht sie nach zwei Tagen deutlich – und dann steht das Gerät im Schrank.
Geräte mit Selbstreinigungsfunktion spülen die Walze in der Station automatisch durch, gute Modelle trocknen sie anschließend mit Warmluft. Das ist der Unterschied zwischen einem Gerät, das täglich benutzt wird, und einem, das man bereut.
Ohne diese Funktion muss die Walze nach jedem Einsatz herausgenommen, ausgewaschen und zum Trocknen aufgestellt werden.
Worauf Sie sonst achten sollten
Randgängigkeit. Bleibt an jeder Wand ein Streifen ungewischt, greifen Sie hinterher doch zum Lappen – und der Zeitvorteil ist weg. Gute Geräte reinigen bis wenige Millimeter an die Kante.
Akkulaufzeit. Oft nur 20 bis 35 Minuten. Für eine Wohnung reicht das, für ein Haus wird es knapp.
Tankvolumen. Bestimmt, wie oft Sie unterbrechen. 0,6 bis 1 Liter Frischwasser sind üblich.
Gewicht und Gelenk. Das Gerät soll sich unter Möbel legen lassen und beim Schieben nicht schwer wirken. Die meisten haben einen Eigenantrieb über die Walze, der das Schieben erleichtert.
Haaraufnahme. In Haushalten mit langen Haaren oder Tieren ist das ein eigenes Kriterium – manche Geräte haben Kammleisten, die das Aufwickeln verhindern.
Reinigungsmittel
Verwenden Sie schaumarme Reiniger. Normales Wischmittel schäumt im Schmutzwassertank auf; der Schaum gelangt in den Saugmotor und beschädigt ihn.
Dosieren Sie sparsam. Zu viel Reiniger hinterlässt einen Film, auf dem sich neuer Schmutz schneller festsetzt – der häufigste Grund, warum Böden nach der Maschinenreinigung rascher wieder stumpf wirken.
Für den täglichen Einsatz reicht oft klares Wasser.
Was er nicht ersetzt
Vorher saugen oder kehren bleibt nötig, wenn grober Schmutz liegt. Zwar nehmen die Geräte Krümel auf, aber Sand unter der Walze wirkt wie Schleifpapier – auf Vinyl und versiegeltem Parkett sieht man das nach einem Jahr.
Und für eingetrocknete Flecken und Grundreinigungen braucht es weiterhin Einwirkzeit, die kein Gerät liefert.
Die Pflege im Alltag
Nach jedem Einsatz: Schmutzwassertank leeren und ausspülen, Walze prüfen, Haare entfernen, alles offen trocknen lassen.
Der Schmutzwassertank ist der Teil, der riecht. Ein Spritzer Spülmittel und einmal durchspülen genügen, wenn man es gleich macht.
Die Walze ist ein Verschleißteil. Sind die Fasern platt gedrückt, reinigt sie nicht mehr, sondern verteilt. Rechnen Sie mit einem Wechsel alle ein bis zwei Jahre.
Preise
Einfache Akku-Saugwischer kosten 150 bis 300 Euro. Geräte mit Selbstreinigung liegen bei 300 bis 600 Euro, Modelle mit zusätzlicher Warmlufttrocknung und Heißwasserspülung darüber.
Der Aufpreis für die Selbstreinigung ist der einzige, bei dem ich ohne Zögern zuraten würde – er entscheidet darüber, ob das Gerät benutzt wird.
Saugwischer, Saug-Wisch-Roboter oder Dampfreiniger?
Die drei werden oft verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Aufgaben haben.
Der Saugwischer ist das gründlichste Gerät für den Alltag. Er wird geführt, arbeitet mit Andruck und Zwei-Tank-Prinzip.
Der Saug-Wisch-Roboter arbeitet selbstständig, aber mit geringem Andruck. Er hält sauber, was schon sauber ist.
Der Dampfreiniger arbeitet ohne Chemie mit Hitze und löst Fett und Eingetrocknetes. Er nimmt den Schmutz aber nicht auf, und für Laminat und Parkett ist er ungeeignet.
Wer ein Gerät für alles sucht, ist mit dem Saugwischer am besten bedient. Wer täglich saubere Böden ohne Aufwand will, mit dem Roboter. Beides zusammen ist die Kombination, die in vielen Haushalten inzwischen üblich ist.
Der Geruchstest vor dem Kauf
Lesen Sie Bewertungen gezielt danach durch, ob das Gerät nach einigen Wochen riecht. Das ist bei Saugwischern das häufigste Problem und liegt fast immer am Schmutzwassertank und an der Walze.
Geräte mit Selbstreinigung und Warmlufttrocknung haben es deutlich seltener. Wer ohne kauft, sollte sich vornehmen, die Walze wirklich nach jedem Einsatz herauszunehmen.



