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Toiletten Ratgeber: Welches WC passt am besten?

Das stille Örtchen ist nichts, worüber wir normalerweise besonders viele Worte verlieren würden. Man geht hin, erledigt das, was man zu tun hat und verlässt das Bad auch schnell wieder. Ästhetik, Komfort und Hygiene haben aber natürlich auch ihren Stellenwert, wenn es um das eigene WC geht.

Tatsächlich sind die Möglichkeiten breit gefächert, um die Toiletten-Situation zuhause nach den eigenen Vorstellungen zu optimieren. Es gibt unzählige verschiedene Optionen, zwischen denen man wählen kann. Das große Angebot an Spültechnologien und Montagevarianten lässt sich aber ganz gut eingrenzen, sodass wir Ihnen im Folgenden eine Übersicht zu den gängigsten WC-Typen bieten können.

In unserem Ratgeber lernen Sie die Welt der Toiletten im Detail kennen und können sich daraufhin – nachdem Sie alle Vor- und Nachteile kennen – für das von Ihnen präferierte Modell entscheiden.

Flachspüler vs. Tiefspüler: Die erste entscheidende Frage

Bei der Wahl der Toilette muss man sich schon am Anfang bereits zwischen zwei Bauweisen unterscheiden: Möchte man einen Flachspüler oder einen Tiefspüler?

Der Tiefspüler ist das am häufigsten in deutschen Haushalten verwendete Modell. Das liegt sicherlich daran, dass unangenehme Gerüche bei dieser Variante effektiv unterbunden werden. Die Ausscheidungen fallen tief nach unten (daher auch der Name) und werden direkt von im Siphon befindlichen Wasser eingeschlossen. Der einzige Nachteil ist vielleicht, dass durch den Aufprall der Exkremente auf der Wasseroberfläche manchmal Spritzer am Gesäß landen können. Das ist aber wirklich ein Luxusproblem.

Der Flachspüler kommt hingegen hauptsächlich im Gesundheitsbereich zum Einsatz. Hier fallen die Ausscheidungen auf eine Art Stufe, bevor sie heruntergespült werden. Das erleichtert z.B. das Entnehmen von Stuhlproben. Außerdem werden die Gesäßspritzer effektiv unterbunden. Allerdings finden viele die Flachspüler unappetitlich, weil sich ein deutlich stärkerer Geruch entwickelt und zudem auch mehr Spuren auf der Stufe hängen bleiben könnten, die man dann aktiv entfernen muss.

Kleines Fazit: Der Tiefspüler ist in privaten Haushalten vermutlich die bessere Wahl und hat den früher noch häufiger verbreiteten Flachspüler praktisch verdrängt. Letzteren gibt es inzwischen aber auch in modernen Ausführungen.

Bekannte Markenhersteller, wie z.B. Villeroy & Boch, haben weiterhin beide Varianten im Angebot. Die Wahl zwischen Flach- oder Tiefspüler ist aber ohnehin bei weitem nicht die einzige Entscheidung, die man bedenken muss. Wir stellen noch weitere Unterscheidungskriterien vor, die vor der Kaufentscheidung Ihre Aufmerksamkeit verdienen.

Schicke Toilette in einem modernen Badezimmer | Foto: bitpics / Depositphotos.com

WCs in verschiedenen Bauarten

Natürlich soll die Toilette in erster Linie ihren Zweck erfüllen. Doch auch die Ästhetik spielt eine Rolle. Häufig ergibt sich die Bauart des WCs aber auch aus den Gegebenheiten und kann nicht immer komplett frei gewählt werden, weil z.B. gewisse Anschlüsse vorliegen müssen.

Stand-WCs: Einen Klassiker stellen die sogenannten Stand-WCs dar. Der Spülkasten ist sichtbar und die Toilette hat vollständigen Kontakt zum Boden. Ein Stand-WC ist eine günstige Variante und lässt sich praktisch überall montieren.

Wand-WCs: Etwas stylischer sehen Wand-WCs aus, bei denen der Boden unter der Schüssel frei bleibt und sich einfacher reinigen lässt. Hier wird allerdings ein Unterputzspülkasten benötigt, der quasi in der Wand verschwindet. Das ist etwas aufwändiger zu realisieren.

Raumsparende WCs: Wer über ein kleines Badezimmer verfügt, sollte sich mit der Anschaffung eines raumsparenden Compact-WCs anfreunden können. Auf engstem Raum bieten diese hohen Sitzkomfort und sind auch in verschiedenen Ausführungen erhältlich.

Spezial-WCs: Wer sich einen Hauch von Luxus wünscht, kann ein WC in extravaganten Farben und Formen wählen. Auch spezielle Ausführungen oder Ergänzungen zur normalen Toilette (z.B. ein Urinal oder Bidet) lassen sich heute auch in Privathaushalten realisieren. Beliebt sind auch sogenannte XL-WCs, die über eine größere Breite bzw. Länge verfügen. Sie sind gewissermaßen das Gegenteil zu den Compact-WCs und bieten maximalen Komfort.

Wie wird das Wasser abgeführt?

Eine zentrale Frage beim Toilettenkauf ist die nach der Abführung des Wassers. Der Abgang kann senkrecht oder waagerecht ausfallen. Letztere Variante hat sich vor allem bei modernen Toiletten durchgesetzt.

Der senkrechte Abgang ermöglicht eine Montage der Toilette über dem Ablaufrohr, da das Wasser direkt nach unten abfließt. In älteren Wohnungen findet man heutzutage noch diese Technik. Mittlerweile gilt sie aber eher als veraltet.

Ein waagerechter Abgang ist u.a. dann notwendig, wenn ein Wand-WC montiert werden soll. Dabei wird ein Vorwandelement benötigt. Der waagerechte Ablauf ist heutzutage der Standard. Viele Mieter und Eigentümer wissen aber nicht, welche Art bei ihnen verbaut ist. Daher sollte man sich unbedingt zeitnah darüber informieren, bevor man schon nach passenden Modellen guckt.

Spülrandloses WC

Spülrandloses WC | Foto: VitalikRadko / Depositphotos.com

Innovative Technik für komfortable & hygienische Toilettengänge

Wir möchten den Gang zur Toilette an dieser Stelle nicht glorifizieren. Jedoch kann man durchaus sagen, dass es einige Möglichkeiten gibt, um noch mehr Komfort und verbesserte hygienische Bedingungen zu schaffen.

Erfrischende Dusch-WCs, die eine Kombination von Bidet und Toilette darstellen, sind dabei nur eine Option. Es gibt auch WCs mit selbstreinigenden Brillen oder Toiletten, bei denen die Brille über eine Heizung verfügt, sodass man an einem kalten Wintermorgen keinen Schock bekommt, wenn z.B. auch noch die ganze Nacht das Fenster geöffnet war.

Eine weitere Innovation, die immer beliebter wird, stellen sogenannte spülrandlose WCs dar. Unter dem Spülrand sammeln sich die meisten Bakterien an. Oftmals ist auch die Reinigung unter dem Spülrand erschwert, da man trotz ausgefeilter Technik der Anbieter für Reinigungsmittel (jedem dürfte die charakteristische Form der “WC-Ente” bekannt sein) nicht jeden Winkel erreichen kann.

Die spülrandlosen WCs verfügen über einen zentralen Wassereinlauf, der die gesamte Schüssel durchspült. Bei modernen Toiletten ohne Spülrand ist das System sogar schon so stark optimiert, dass die spülrandlosen WCs teilweise weniger Wasser verbrauchen und gleichzeitig Keimen keine Chance bieten. Bei der Reinigung sollte man ohnehin auf umweltschädliche Substanzen verzichten.

So bleibt das Klo nicht nur mit erheblich reduziertem Reinigungsaufwand hygienisch rein, sondern man hat bei jeder Sitzung auch noch das Gefühl, etwas Gutes für die Umwelt getan zu haben.

Fazit zu den WC-Arten

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Wahl des WCs einiges an Überlegung erfordert. Die baulichen Gegebenheiten sind dabei ebenso zu berücksichtigen, wie der persönliche Geschmack und Wünsche hinsichtlich der Funktionen.

Im Trend liegen Tiefspüler mit spülrandloser Technologie, die direkt an an der Wand montiert werden. Verfügen diese Modelle dann auch noch über eine extra breite (ggf. auch noch beheizte) Brille und ist die Toilette mit einer zusätzlichen Duschfunktion ausgestattet, steht dem kleinen Luxusgefühl im Alltag auf dem stillen Örtchen nichts mehr im Wege.


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