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Heimwerker-Berater

Waschmaschinenpodest

Haushaltvon Christoph4 Min. · 10 Abschnitte
Inhalt10 Abschnitte
  1. Warum die Höhe zählt
  2. Die Bauarten
  3. Was ein Podest aushalten muss
  4. Standsicherheit Schritt für Schritt
  5. Und der Lärm?
  6. Die Schublade
  7. Anschlüsse nicht vergessen
  8. Das Podest als Transporthilfe
  9. Selbst bauen
  10. Häufige Fragen

Ein Waschmaschinenpodest ist ein stabiler Sockel, der die Waschmaschine um 30 bis 60 cm anhebt. Sein Hauptzweck ist der Rücken: Die Trommelöffnung liegt dann auf einer Höhe, in der man ohne Bücken ein- und ausräumen kann. Viele Podeste haben dazu eine Schublade für Wäschekorb oder Waschmittel.

Warum die Höhe zählt

Bei einem normalen Frontlader liegt die Mitte der Tür etwa 40 bis 50 cm über dem Boden. Zum Beladen muss man sich tief bücken oder hinknien – bei jeder Wäsche, mehrmals pro Woche. Mit einem Podest von 40 cm kommt die Öffnung auf Hüfthöhe. Für Menschen mit Rückenproblemen, für ältere Menschen und für alle, die viel waschen, ist das eine spürbare Entlastung.

Die richtige Höhe hängt von der Körpergröße ab. Als Anhaltspunkt: Die Unterkante der Trommelöffnung sollte ungefähr auf Höhe der Hüfte liegen.

Die Bauarten

HerstellersockelPassgenau für eine Marke, meist mit Schublade, wird mit der Maschine verschraubt. Die stabilste Lösung.
UniversalpodestMetallrahmen mit Plattform, für viele Maschinen passend. Oft mit Halteleisten gegen Wandern.
RollsockelNiedriges Gestell mit feststellbaren Rollen. Kaum höher, aber die Maschine lässt sich zum Putzen verschieben.
Gemauertes PodestAus Kalksandstein oder Beton im Keller oder Hauswirtschaftsraum, dauerhaft und schwer.

Was ein Podest aushalten muss

Eine Waschmaschine wiegt 60 bis 85 kg, dazu kommen Wasser und nasse Wäsche. Beim Schleudern mit 1400 Umdrehungen entstehen dynamische Kräfte, die ein Vielfaches des Eigengewichts in wechselnde Richtungen übertragen. Ein Podest, das im Stand stabil wirkt, kann dabei ins Schaukeln geraten.

Deshalb gilt: Je höher das Podest, desto wichtiger die Fixierung. Die Maschine muss durch Leisten, Halter oder Verschraubung gegen Herunterwandern gesichert sein. Eine Maschine, die aus 50 cm Höhe fällt, ist nicht nur kaputt, sondern auch eine Gefahr für jeden, der davor steht.

Standsicherheit Schritt für Schritt

  1. Podest auf festen, ebenen Boden stellen. Auf Holzbalkendecken nur nach Rücksprache mit einem Fachmann.
  2. Mit der Wasserwaage ausrichten, die Stellfüße des Podests nachjustieren.
  3. Maschine aufsetzen – zu zweit, mit Hebegurten oder über eine Rampe. Sie ist schwerer, als sie aussieht.
  4. Maschine ausrichten und fixieren, Füße kontern, Halteleisten montieren.
  5. Probelauf mit Schleudern und dabei beobachten, ob Podest oder Maschine wandern.

Und der Lärm?

Ein Podest ist in erster Linie ein Möbel für die Ergonomie, kein Schallschutz. Ein Metallpodest kann Vibrationen sogar verstärken, wenn es selbst mitschwingt. Hilfreich ist eine Gummimatte zwischen Podest und Boden und eine weitere zwischen Maschine und Podest. Wer vor allem Ruhe will, ist mit einer schweren Unterlage besser beraten, siehe Waschmaschinenunterlage und Waschmaschinenmatte.

Die Schublade

Viele Podeste haben eine ausziehbare Schublade. Sie ist praktisch für den Wäschekorb, der beim Ausräumen direkt unter der Trommel steht, oder als Ablage für Waschmittel und Pflegemittel. Achten Sie auf Vollauszug und eine Traglast, die für einen Korb nasser Wäsche reicht. Eine Schublade, die bei jedem Schleudergang aufgeht, hat eine zu schwache Arretierung.

Anschlüsse nicht vergessen

Mit dem Podest wandert die Maschine nach oben – ihre Schläuche nicht. Prüfen Sie:

  • Reicht der Zulaufschlauch noch bis zum Wasserhahn? Wenn nicht, siehe Waschmaschinenschlauch Verlängerung.
  • Stimmt die Höhe des Ablaufs? Der Schlauch muss einen Bogen haben, der über dem Wasserstand liegt. Durch das Podest liegt die Maschine höher, der Bogen muss mitwandern.
  • Reicht das Stromkabel ohne Verlängerung bis zur Steckdose? Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabel sind für eine Waschmaschine tabu.

Das Podest als Transporthilfe

Ein Rollsockel mit feststellbaren Rollen ist eine praktische Lösung, wenn die Maschine regelmäßig bewegt werden muss – zum Putzen, weil sie im Weg steht oder weil sie nur zum Waschen vor die Anschlüsse gerollt wird. Die Rollen müssen beim Waschen festgestellt sein, sonst wandert die Maschine beim ersten Schleudergang los. Für hohe Podeste sind Rollen keine gute Idee.

Selbst bauen

Im Keller lässt sich ein Podest aus Kalksandsteinen oder Betonsteinen mauern und mit einer Betonplatte oder Siebdruckplatte abdecken. Es ist schwer, damit stabil, und dämpft durch seine Masse. Wichtig sind eine ebene Oberfläche, Randleisten gegen Herunterwandern und eine Höhe, bei der Sie die Anschlüsse hinten noch erreichen. Holzkonstruktionen aus Kanthölzern funktionieren auch, müssen aber sehr solide verschraubt sein.

Häufige Fragen

Was kostet ein Waschmaschinenpodest?

Universalpodeste mit Schublade gibt es ab etwa 50 Euro, Herstellersockel liegen meist bei 100 bis 250 Euro.

Welche Höhe ist die richtige?

Für die meisten Erwachsenen liegen 30 bis 45 cm gut. Stellen Sie sich vor die Maschine und prüfen Sie, ob Sie die Trommel ohne Bücken bis nach hinten erreichen. Wer viel größer oder kleiner ist als der Durchschnitt, misst lieber vorher mit einer Kiste nach.

Passt der Trockner obendrauf?

Mit einem passenden Verbindungsrahmen ja, aber dann wird die Säule sehr hoch. Das oberste Gerät sollte noch gut bedienbar sein, und das Podest muss das Gesamtgewicht tragen.

Geht das auch mit einem Toplader?

Kaum. Toplader werden von oben beladen, ein Podest macht das schwieriger statt leichter.

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