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DIY-Küchenrückwand aus Kunststoff: für welches Material sollten Sie sich entscheiden?

Möchten Sie frischen Wind in Ihre Küche bringen? Von elegant über retro bis hin zu modern: eine neue Küchenrückwand bietet die ideale Gelegenheit, Ihrer Küche einen neuen Look ganz nach Ihrem Geschmack zu verleihen. Während früher oftmals Fliesen, Holz, Glas oder Edelstahl verwendet wurden, wird heutzutage gerne auf Kunststoff zurückgegriffen.

Sorten wie Acrylglas, HPL oder Alu-Verbundplatten können unterschiedliche Effekte erzielen und sind eine kostengünstige sowie langlebige Alternative zu Holz, Glas oder Edelstahl. Aber wie entscheiden Sie sich für das richtige Material? Erfahren Sie hier alles über die Vor- und Nachteile diverser Kunststoffe, die sich perfekt als Küchenrückwand eignen.

DIY-Küchenrückwand aus Kunststoff: für welches Material sollten Sie sich entscheiden?

DIY-Küchenrückwand aus Kunststoff: für welches Material sollten Sie sich entscheiden? | Foto: © Kunststoffplattenonline.de

Küchenrückwand aus Acrylglas

Acryglas (auch bekannt unter den Namen Polymethylacrylat und Acrylat oder dem Markennamen PLEXIGLAS®) ist dank der großen Farbauswahl und unterschiedlichen erhältlichen Dicken ein vielseitiges Material für die Herstellung einer Küchenrückwand. Die meisten Hersteller bieten das Material in Dicken von 3-10 mm an und matten, glänzenden, fluoreszierenden, verspiegelten oder getönten Variationen an.

Vorteile

Der größte Vorteil von Acrylplatten ist dessen Schlagfestigkeit (30 Mal härter als Glas, UV-Beständigkeit sowie dessen Feuchtigkeitsbeständigkeit. Dies sorgt dafür, dass Ihre Küchenrückwand viele Jahre gut erhalten bleibt und zudem einfach zu reinigen ist. Da Acrylglas relativ flexibel ist, lässt sich die Platte einfach bearbeiten und kann in jede mögliche Form zugeschnitten werden.

Nachteile

Acrylglas wird in die Brandschutzklasse B2 eingeteilt und ist somit normal entflammbar. Sollten Sie einen Gasherd besitzen, empfiehlt es sich daher nicht, eine Küchenrückwand aus Acrylglas dahinter zu montieren, da die Wärme diese verformen könnte.

Küchenrückwand aus HPL

HPL steht für „High Pressure Laminate” und ist auch unter dem Markennamen Trespa® bekannt. Es handelt sich hierbei um einen Kunststoff aus mit Phenolharz laminierten Holzfasern. Die Holzfasern werden unter hohem Druck zusammengepresst, was für eine besonders große Witterungsbeständigkeit sorgt. HPL-Platten werden sowohl im Innen- als auch Außenbereich eingesetzt, z.B. in Sanitärräumen, aber dank ihrer UV-Beständigkeit auch als Fassade. Sie sind meist in Dicken von 3-6 mm erhältlich.

Vorteile

Einer der größten Vorteile ist somit, dass HPL-Platten besonders robust sind und sich leicht reinigen lassen. Dank ihrer Schlagfestigkeit können weder Kratzer noch Dellen auf den Platten entstehen. Zudem sind ist das Material äußerst wasserbeständig.

Nachteile

HPL ist ein schweres Material, sicherlich im Vergleich zu Acrylglas oder Alupanel und bietet auch eine kleinere Farbvielfalt. Wer jedoch auf der Suche nach einem Material ist, das Holz ersetzen kann, ist mit HPL bestens beraten.

Küchenrückwand aus Alu-Verbundplatten

Alu-Verbundplatten werden auch Sandwichplatten genannt und sind zudem auch unter den Markennamen Dibond® oder Alupanel® bekannt. Sie bestehen aus einem Kern von Polyethylen und werden laminiert. Ursprünglich wurden Sie für den Reklamesektor als Werbeschilder konzipiert, sind aber vielseitig einsetzbar.

Sie sind in Stärken von 2-6 mm sowie mit glatter oder gebürsteter Oberfläche erhältlich und können bedruckt werden, was sie äußerst geeignet für Personalisierungen macht. Besonders die gebürstete Variante ist momentan stark im Trend, da sie Küchen eine geradlinige oder industrielle Ausstrahlung verleiht. Hierfür eignen sich Alu-Verbundplatten in Kupfer, Silber oder Gold am besten.

Vorteile

Alu-Verbundplatten verleihen Ihrer Küche einen modernen Metallic-Look. Ihre Leichtigkeit bietet einen Vorteil bei der Montage und lässt das Material besonders edel wirken. Zudem ist Aluminium feuchtigkeits- sowie UV-beständig.

Nachteile

Da Alu-Verbundplatten so leicht sind, sind sie empfindlich für Kratzer und beulen beim Aufprall. Seien Sie bei der Montage und Reinigung des Materials also besonders vorsichtig. Sollte es doch einmal zu leichten Kratzern kommen, können Sie jedoch auch mit einem geeigneten Poliermittel entfernen.

moderne schöne küchenrückwand

Moderne und top aussehende Küchenrückwand | Foto: © Kunststoffplattenonline.de

Küchenrückwand montieren

Die Montage einer Küchenrückwand aus Kunststoff ist einfach, da die auf Maß zugeschnittene Platte meist lediglich an die gewünschte Stelle geklebt werden muss. Achten Sie jedoch darauf, Kunststoff keinesfalls hinter einem Gasherd anzubringen, da sich das Material aufgrund der Wärme verformen kann. Die Montage hinter einem Induktions- oder Elektrokochfeld stellt jedoch kein Problem dar.

Was Sie für die Montage benötigen:

  • Kunststoffplatte Ihrer Wahl
  • Kunststoffreiniger
  • Dichtmittel (Silikon)
  • Montagekleber oder Abstandhalter
  • Stichsäge oder Oberfräse (bei Bedarf, wenn Sie Aussparungen für Steckdosen fräsen möchten)

Je nachdem, ob Sie sich für eine durchsichtige oder farbige Kunststoffplatte als Küchenrückwand entscheiden, müssen Sie etwas anders vorgehen. Undurchsichtige Platten können mit Montagekleber befestigt werden, für durchsichtige Platten empfehlen sich jedoch Abstandshalter, da Kleber unschön durchscheinen würde.

Tipps für die Montage

Sorgen Sie vor der Montage davor, dass die Wand bzw. Stelle, an der Sie die Küchenrückwand platzieren möchten sauber, flach und fettfrei ist.

Aussparungen für Steckdosen

Befinden sich auf Ihrer heutigen Küchenrückwand Steckdosen? Dann müssen Sie auch dafür sorgen, dass sich dafür die richtigen Aussparungen in Ihrer Kunststoffplatte befinden. Bei vielen Onlineshops können Sie nicht nur die Wunschmaße angeben, sondern auch, ob und wo Aussparungen vorhanden sein müssen. Wenn Sie diese selbst ausschneiden möchten, können Sie dies auf folgende Weise tun: Zeichnen Sie die Aussparungen auf die Platte, bohren Sie mit einem Metallbohrer in die Ecken Ihrer gezeichneten Aussparung und schneiden Sie die Aussparung mittels einer Stichsäge oder Oberfräse aus.

Montagekleber einsetzen

Bevor Sie den Montagekleber auf der Kunststoffplatte auftragen, sollten Sie diese am besten mit einem antistatischen Kunststoffreiniger putzen.

Montagekleber ist nicht gleich Montagekleber: je nach Kunststoff sollten Sie sich für den passenden Kleber entscheiden. Tragen Sie den Klebstoff nicht zu nahe an den Rändern auf.

Nachdem Sie den Montagekleber angebracht haben, platzieren Sie die Platte auf der Wand. Erst, wenn sich diese in der richtigen Position befindet, sollten Sie diese von der Mitte der Platte aus gegen die Wand drücken. Lassen Sie den Kleber 24 Stunden aushärten.

Küchenrückwand abdichten

Verwenden Sie schließlich Silikon zum abdichten Ihrer Küchenrückwand. Wenn Sie Mühe haben, sauber zu arbeiten, können Sie die Anrichte sowie die Unterseite der Platte mit Malerklebeband abdichten, damit das Silikon lediglich in die Nähte gelangt. Dichtmittel ist mittlerweile in diversen Farben erhältlich, sodass Sie sicherlich die zu Ihrer Küchenrückwand passende finden können.

Fazit

Ob Acrylglas, HPL oder Alu-Verbundplatten: alle drei eignen sich hervorragend als Küchenrückwand aus Kunststoff. Da sich alle Sorten einfach montieren lassen und feuchtigkeitsbeständig sind, hängt es im Prinzip von Ihren ästhetischen Wünschen ab, für welches der drei Materialien Sie sich entscheiden sollten. Dank der großen Farbvielfalt und diverser Beschaffenheiten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Viele Onlineshops wie Kunststoffplattenonline.de schneiden Ihre Platte zudem kostenlos auf Ihre Wunschmaße zu.


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