Eckeinlage für den Pool

Inhalt9 Abschnitte
Eine Eckeinlage ist ein keilförmiges Profil aus Schaumstoff oder Kunststoff, das in den Winkel zwischen Poolboden und Beckenwand gelegt wird. Sie rundet die scharfe 90-Grad-Ecke ab, in der die Folie sonst übermäßig gedehnt würde. Sie ist das günstigste Bauteil eines Stahlwandpools und schützt das teuerste: die Innenfolie.
Wozu sie dient
Beim Aufbau eines Stahlwandpools hängt die Folie von oben in das Becken und liegt unten auf dem Boden auf. Wird das Becken gefüllt, drückt das Wasser die Folie mit großer Kraft gegen Wand und Boden. In einer scharfen Ecke kann sie dort nicht anliegen, ohne stark gedehnt zu werden. Die Folie spannt sich über die Ecke, jede Bewegung reibt an derselben Stelle, und über die Jahre reißt sie dort am ehesten.
Die Eckeinlage füllt diesen Winkel mit einer schrägen Fläche aus. Die Folie liegt dann vollflächig an und wird gleichmäßig belastet.
Ein zweiter Vorteil: sauberer Boden
In einer scharfen Ecke sammeln sich Sand, Blätter und Schmutz, und kein Sauger kommt richtig heran. Die schräge Fläche der Eckeinlage lässt den Schmutz zur Mitte rutschen, wo der Bodensauger oder Roboter ihn erreicht. Das spart Arbeit beim Absaugen des Poolbodens und nimmt Algen einen ihrer Lieblingsplätze.
Material und Maße
Eckeinlagen bestehen meist aus Polystyrol-Hartschaum oder PE-Schaum. Beide sind leicht, verrotten nicht und nehmen kaum Wasser auf. Ein typisches Stück ist etwa 110 cm lang, rund 14 cm breit und 9 cm hoch, mit dreieckigem Querschnitt.
Es gibt auch gebogene Einlagen, die genau zur Rundung eines bestimmten Poolumfangs passen. Sie werden deshalb nach Beckendurchmesser verkauft, etwa für Pools mit 2,5 m, 4 m oder 6 bis 6,4 m. Kaufen Sie passend zum Durchmesser, sonst liegen die Stücke nicht sauber an der Wand an.
Wie viele Sie brauchen
Die Rechnung ist einfach: Umfang des Pools durch Länge einer Einlage. Den Umfang eines runden Pools berechnen Sie mit Durchmesser mal 3,14.
| Pooldurchmesser | Umfang | Einlagen à 110 cm |
| 2,5 m | etwa 7,9 m | 8 Stück |
| 3,5 m | etwa 11 m | 10–11 Stück |
| 4,0 m | etwa 12,6 m | 12 Stück |
| 5,0 m | etwa 15,7 m | 15 Stück |
| 6,0 m | etwa 18,9 m | 18 Stück |
Die letzte Einlage wird bei Bedarf mit einem Cuttermesser passend zugeschnitten. Bei ovalen oder eckigen Pools messen Sie die Wandlänge direkt; bei eckigen Becken braucht es gerade Profile und in den senkrechten Ecken besondere Formteile.
Befestigung: mit oder ohne Klebestreifen
Manche Eckeinlagen haben auf der Rückseite einen Klebestreifen, der sie an der Stahlwand hält. Das erleichtert den Aufbau erheblich, weil die Teile nicht verrutschen, während die Folie eingehängt wird. Ohne Klebestreifen hilft ein Streifen doppelseitiges Klebeband oder ein Tropfen lösungsmittelfreier Kleber. Lösungsmittelhaltiger Kleber greift Polystyrol an – der Schaum wird zerfressen.
Das Wasser drückt die Einlagen später ohnehin fest an ihren Platz. Die Befestigung muss sie nur während der Montage halten.

So werden sie montiert
- Untergrund vorbereiten. Die Fläche muss eben, verdichtet und frei von Steinen sein, darauf eine Poolunterlage oder ein Vlies.
- Stahlwand aufstellen und in die Bodenschienen einsetzen, wie beim Aufbau üblich. Einzelheiten stehen unter Einen Stahlwandpool aufbauen.
- Eckeinlagen setzen. Stoß an Stoß entlang der Wand auf den Boden legen, die schräge Seite zur Beckenmitte, und leicht an die Wand drücken.
- Lücken vermeiden. Die Stoßstellen sollten dicht aneinanderliegen. Ein Spalt ist genau die Kante, die die Einlage verhindern soll.
- Folie einhängen und langsam etwas Wasser einlassen. Dabei die Folie am Boden glatt streichen, bevor sie sich festsaugt.
Wer den Pool schon aufgebaut hat, kommt an die Ecke nicht mehr heran. Eckeinlagen müssen vor dem Einhängen der Folie gesetzt werden.
Was ohne Eckeinlage passiert
Ein Pool ohne Eckeinlage funktioniert zunächst. Die Folie wird aber am Übergang stärker belastet, und an dieser Stelle zeigen sich nach einigen Saisons die ersten Risse und Undichtigkeiten. Außerdem zieht sich die Folie ungleichmäßig, was Falten am Boden begünstigt. Beim nächsten Folienwechsel lohnt es sich daher, Einlagen nachzurüsten.
Früher wurde der Winkel mit einem Keil aus Sand oder Magermörtel aufgefüllt. Das funktioniert auch, ist aber aufwändiger und bröckelt bei Bewegung.
Was sie kosten
Eckeinlagen sind günstig. Je nach Anbieter und Poolgröße bekommen Sie einen kompletten Satz meist für wenig Geld, oft deutlich unter 50 Euro. Verglichen mit einer neuen Innenfolie, die schnell mehrere hundert Euro kostet, ist das eine sehr billige Versicherung.
Häufige Fragen
Brauche ich Eckeinlagen auch bei einem Aufstellpool mit Luftring?
Nein. Quick-up- und Framepools haben keine starre Wand und keine scharfe Ecke. Eckeinlagen sind für Stahlwand- und Holzpools mit eingehängter Folie gedacht.
Ist die Montage schwer?
Nein. Die Teile werden nur ausgelegt und gegebenenfalls angeklebt. Zu zweit dauert es für einen Pool mit 4 m Durchmesser etwa eine Viertelstunde.
Können Eckeinlagen im Winter im Pool bleiben?
Ja. Sie liegen unter der Folie und nehmen kaum Wasser auf. Frost schadet ihnen nicht, solange der Pool ordnungsgemäß eingewintert ist.



