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Heimwerker-Berater

Ein Staketenzaun aus Lärche ist robust und langlebig

Gartenvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Inhalt9 Abschnitte
  1. Warum Lärche
  2. Lärche im Vergleich
  3. Was er kostet
  4. Gespalten oder gesägt
  5. Das Vergrauen
  6. Aufbau in Kürze
  7. Pfosten: die Schwachstelle
  8. Typische Fehler
  9. Häufige Fragen

Ein Staketenzaun besteht aus schmalen, senkrechten Holzlatten, die mit Draht oder Querriegeln verbunden sind. Er wirkt ländlich, lässt Licht und Luft durch und ist schnell aufgestellt. Aus Lärche gebaut, hält er ohne Holzschutzmittel viele Jahre. Lärche ist teurer als Fichte, spart aber den Anstrich und hält deutlich länger.

Warum Lärche

Lärchenholz enthält viel Harz, das es auf natürliche Weise vor Nässe, Pilzen und Insekten schützt. Nach der europäischen Norm für die Dauerhaftigkeit von Holz, DIN EN 350, liegt Lärche im mittleren Bereich – deutlich besser als Fichte und Kiefer, aber nicht so haltbar wie Eiche oder Robinie. Für einen Zaun genügt das vollauf.

Entscheidend ist, dass der Zaun vor allem aus Kernholz besteht. Das hellere Splintholz am Rand des Stammes ist bei jeder Holzart weniger widerstandsfähig. Gute Staketen haben einen hohen Kernholzanteil, erkennbar an der rötlich-braunen Farbe.

Staketenzaun kaufen
Staketenzaun | Foto: DesignPicsInc / Depositphotos.com

Lärche im Vergleich

HolzHaltbarkeit im FreienHolzschutz nötigPreis
Fichtegeringja, regelmäßiggünstig
Kiefer, kesseldruckimprägniertgutnein, bereits imprägniertgünstig bis mittel
Lärchegutneinmittel, bis etwa 30 % über Fichte
Edelkastaniesehr gutneinmittel bis hoch
Robiniesehr gutneinhoch

Kastanie ist die klassische Alternative: gespaltene Staketen aus Edelkastanie sind noch haltbarer und typisch für französische und englische Gärten. Mehr dazu beim Kastanienzaun.

Was er kostet

Lärche kostet in der Anschaffung bis zu 30 Prozent mehr als Fichte. Rechnet man Holzschutz und Arbeitszeit mit ein, dreht sich das Verhältnis: Ein Fichtenzaun braucht alle zwei bis drei Jahre einen neuen Anstrich, ein Lärchenzaun keinen. Über die Lebensdauer ist Lärche deshalb meist die günstigere Wahl.

Staketenzaun wird meist als Rolle mit einer bestimmten Länge und Höhe verkauft, gängig sind Höhen von 60 bis 150 cm. Dazu kommen Pfosten, Spanndraht oder Querriegel und Befestigungsmaterial.

Gespalten oder gesägt

Gespaltene Staketen folgen dem Faserverlauf des Holzes. Wasser läuft an der natürlichen Oberfläche ab, statt in angeschnittene Fasern einzudringen. Sie halten dadurch länger und sehen rustikal aus.

Gesägte Staketen sind gleichmäßiger, glatter und oft günstiger. Sie wirken ordentlicher, sind aber etwas anfälliger, weil die Säge die Fasern durchtrennt. Beide Varianten sind aus Lärche gut haltbar.

Das Vergrauen

Lärche ist frisch rötlich bis honigfarben. Nach ein bis zwei Jahren im Freien vergraut sie silbrig. Das ist kein Schaden, sondern eine Reaktion der obersten Holzschicht auf UV-Licht und Regen. Die Haltbarkeit leidet darunter nicht.

Wer die ursprüngliche Farbe erhalten will, muss das Holz regelmäßig mit einem pigmentierten Holzöl oder einer Lasur behandeln – und verliert damit den Vorteil des pflegefreien Zauns. Die meisten Gartenbesitzer lassen die Lärche daher vergrauen. Ein gleichmäßiges Grau entsteht schneller, wenn der Zaun frei steht und nicht halb im Schatten.

Aufbau in Kürze

  1. Pfosten setzen, bei Rollzäunen im Abstand von etwa 2 bis 2,5 m, Eck- und Endpfosten mit Streben. Wie die Löcher entstehen, steht unter Den Gartenzaun errichten.
  2. Zaun abrollen und am ersten Endpfosten befestigen.
  3. Spannen. Der Zaun wird kräftig gespannt, bevor er an den Zwischenpfosten befestigt wird. Sonst hängt er durch.
  4. Befestigen mit Krampen oder Schrauben an jedem Pfosten.
  5. Abstand zum Boden von einigen Zentimetern halten, damit die Staketen unten nicht im nassen Gras stehen.

Die ausführliche Anleitung steht unter Staketenzaun selber bauen, der Einbau einer Pforte unter Staketenzaun Tor einbauen.

Pfosten: die Schwachstelle

Der Zaun selbst hält lange, die Pfosten sind die Schwachstelle. Holzpfosten, die direkt in der Erde stehen, faulen am Übergang zwischen Boden und Luft, auch Lärche. Besser sind Pfostenträger aus verzinktem Stahl, auf denen der Holzpfosten einige Zentimeter über dem Boden steht, oder Pfosten aus Eiche oder Robinie. Metallpfosten sind eine weitere haltbare Möglichkeit.

Typische Fehler

  • Splintholz nicht erkannt. Helle, weiche Staketen am Rand faulen zuerst.
  • Zu schwach gespannt. Ein Staketenzaun mit Draht muss straff stehen, sonst wird er wellig.
  • Pfosten ohne Schutz eingegraben. Nach wenigen Jahren kippt der Zaun, obwohl die Staketen noch gut sind.
  • Verzinkter Draht in schlechter Qualität. Rostet der Draht, reißt der Zaun. Auf dickverzinkten oder Edelstahldraht achten.

Häufige Fragen

Wie lange hält ein Staketenzaun aus Lärche?

Bei guter Qualität und fachgerechtem Aufbau viele Jahre, oft 15 bis 20 und mehr. Am stärksten beanspruchte Stellen sind die unteren Enden und die Pfosten.

Muss ich Lärche streichen?

Nein. Streichen ist nur nötig, wenn Sie die Farbe erhalten oder den Zaun farbig gestalten wollen. Dann aber regelmäßig.

Kann ich einen Lärchenzaun später farbig streichen?

Ja, nach dem ersten Vergrauen oder mit einer Grundreinigung vorher. Wichtig ist eine offenporige Lasur, die das harzreiche Holz nicht einschließt. Einmal gestrichen, müssen Sie aber dabei bleiben und regelmäßig nachbehandeln.

Sibirische oder europäische Lärche?

Sibirische Lärche wächst langsamer und hat engere Jahresringe, sie gilt deshalb als etwas dichter und harzreicher. Für einen Staketenzaun sind beide geeignet. Mehr zum Holz bei den Lärchenbrettern.

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