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Einen Lampenschirm selber machen

Lampenschirme sollen das unmittelbare Licht der Quelle verteilen und dafür sorgen, dass diese nicht blendet. Doch das ist nicht alles – sie sind auch ein Deko-Artikel, der die Einrichtung des Raumes mitbestimmt.

Deshalb ist es eine schöne und kreative Idee, Lampenschirme selbst zu machen. Dafür gibt es eine große Bandbreite an Möglichkeiten – wir werden hier ein paar davon vorstellen.

Meist ist nicht mehr als ein wenig Material erforderlich – und die super Ideen, die Viele zwar haben, aber dann nicht wissen, wie sie diese umsetzen können.

Einen Lampenschirm selber machen

Einen Lampenschirm selber machen | Foto: mary_smn / Depositphotos.com

Alten Lampenschirm neu mit Stoff bespannen

Ist ein alter Lampenschirm nicht mehr schön, oder man hat sich einfach daran sattgesehen, kann er relativ simpel mit neuem Stoff wieder frisch erstrahlen. Dies geht jedoch nur mit einem gerade verlaufenden oder konischen Lampenschirm. Bei bauchigem Modellen ist dies eher nicht die erste Wahl.

Dazu nimmt man den Lampenschirm ab, und rollt ihn über die Rückseite des Stoffes. Dabei werden mit Schneiderkreide oder einem anderen Stift die obere und untere Kante markiert. Der Stoff wird dann sorgsam entlang des Striches ausgeschnitten. Die Rückseite des Stoffes wird anschließend mit doppelseitigem Klebeband beklebt und auf den Lampenschirm aufgebracht. Der Stoff muss gut und natürlich faltenfrei angedrückt werden.

Danach wird am oberen und unteren Ende ein farbig passendes Satinband um die Schnittkante und die Kante des Lampenschirmes herumgeklebt.

Neuer Stoff auf den Lampenschirm – aber anders aufgebracht

Dabei kann ebenfalls mittels eines schicken Baumwollstoffs die Lampe ein neues Kleid bekommen. Allerdings werden neben den anmarkierten Strichen auf dem Stoff noch ca. 3 cm Nahtzugabe dazugenommen, ehe man ausschneidet. Dann wird der „Ring“ mit der Nährmaschine geschlossen und die Kanten werden versäubert.

Anschließend werden die beiden Kanten noch einmal je einen Zentimeter umgeschlagen und festgesteppt, wobei eine kleine Öffnung bleibt. Dort hinein wird ein Gummiband gezogen, welches ebenfalls zusammengenäht wird.

So kann der Lampenschirm dank des Gummibandes ganz einfach neu bespannt werden, und das Ganze ist sogar noch auswechsel- bzw. waschbar.

Lampenschirm aus Bambus

Wer Bambus im Garten hat, und die geernteten Stangen aufbewahrt und trocknet, hat wunderbares Bastelmaterial. Aus diesen Bambusstäben lassen sich auch tolle Lampen basteln. Besonders bei Deckenlampen geht dies einfach.

Man überlegt sich, wie groß das Quadrat oder Sechseck werden soll, und legt zwei Stangen nebeneinander im richtigen Abstand. Dann wieder zwei darüber, die die anderen queren. Das Ganze geht auch mit jeweils drei Stangen pro Ebene, damit ein Sechseck entsteht. Die Stangen werden entweder dort, wo sie sich queren, übereinander geklebt, oder mit einem Loch versehen, durch welches ein Strick oder ähnliches gefädelt wird.

Lampenschirme aus Weck-Gläsern

Glas ist zwar ein bekanntes Material für Lampenschirme, ist jedoch selbst eher nicht zu bearbeiten. Wer sich dennoch eine Deckenlampe aus Gläsern herstellen will, sollte zu solchen greifen, auf die ein Deckel aus Blech gehört. Dieser kann durchstochen werden für das Kabel der Lampe, und wird dann auf das Glas aufgeschraubt. So leuchtet die Birne im Inneren des Glases. Als zusätzlicher Schmuck können die Gläser bemalt oder mit diversen Dekoartikeln gefüllt werden, wie beispielsweise buntem Sand.

Oder mal einen alten Hut?

Wer eine schlichte und kleine Pendelleuchte hat, kann über diesen Schirm einfach einen alten Hut, vorzugsweise eine Melone oder einen Zylinder, ziehen. Dazu braucht einfach oben ein Kreuzschlitz gemacht zu werden, und dann lässt sich das Kabel hindurchziehen.

Pappmaché

Was auf alle Fälle für Lampenschirme jeder Art zu verwenden geht, ist Pappmaché. Dabei kann jede erdenkliche Form als Vorlage gelten. Pappmaché lässt sich beispielsweise hervorragend auf Luftballons herstellen, die man nach dem Trocknen einfach zerplatzen lässt.

Für die Herstellung von Pappmaché braucht man Papierfasern und Wasser sowie Kleister. Aus zerrissenem Papier und Wasser sowie Kleister wird ein zäher Brei gerührt. Sehr gut geht es, wenn man das Papier ein paar Minuten in über 100 Grad heißem Wasser kocht. Anschließend wird das Wasser abgeseiht. Dabei verschwindet in der Regel gleich ein Teil der Druckerschwärze, falls diese vorhanden war. Nach dem Abkühlen wird Tapetenkleister-Pulver untergemischt.

Diese Masse bringt man auf die Form auf – also etwa den aufgeblasenen Luftballon. Dies muss trocknen und kann immer wieder neu aufgebracht werden, falls die Schicht dicker werden soll. Für den Lampenschirm ist eine eher dünne Wand gewünscht oder eine, die relativ ungleichmäßig ist, damit das Licht durchschimmert. Pappmaché kann auch bemalt werden.

Wer ein Muster erzeugen möchte, das zugleich lichtdurchlässig ist, kann in den fertigen Pappmaché-Schirm Löcher stechen oder bohren.

Origami für den Lampenschirm

Wer die Kunst des Origami beherrscht, kann auch mit dieser Technik super Lampenschirme machen. Dazu kann entweder farbiges oder weißes Papier benutzt werden, aber auch Bedrucktes. Vielleicht ein gemaltes Bild oder eine Weltkarte? Das ist jedem selbst überlassen – Hauptsache, es handelt sich um Papier, welches groß genug ist und sich gut falten lässt. Welche Möglichkeiten des Faltens es gibt, um eine bestimmte Form herzustellen, findet man in zahlreichen Büchern über diese Falttechnik und auch im Internet.

Noch mehr Papier…

Weitere Lampenschirme lassen sich aus Papier oder Pappe herstellen, die zweckentfremdet wird. So lassen sich Lampenschirme, die eine zylindrische Form haben, sehr gut rundum mit halb gefalteten Einweg-Pappetellern bekleben. Dabei wird der Falz mit der Heißklebepistole an den alten Schirm geklebt. Die Rundungen der Teller, die dann den äußeren Rand des Lampenschirmes bilden, können entweder offengelassen oder als Paar zusammengeklebt werden.

Ebenfalls eine schöne Idee: Alte Lampenschirme können auch anderweitig mit Papier beklebt werden – etwa mit Rechtecken oder runden Talern aus Zeitungspapier. Dieses ist Lichtdurchlässig und ergibt so besondere Effekte.

Drahtgeflechte und Co

Körbe aus Drahtgeflecht sind häufig bei IKEA und Co zu finden. Sie sind eigentliche zur Aufbewahrung von Obst oder als Papierkorb hergestellt worden. Die Körbe sind leicht und in vielen Farben erhältlich. Sie können – auf den Kopf gestellt – als Lampenschirme dienen. Dazu braucht nur der alte Lampenschirm entfernt und der Korb kopfüber angebracht zu werden.

Durch das Drahtgeflecht fällt viel Licht – und interessante Effekte erzielt man, wenn der Drahtkorb noch verziert wird. Vielleicht mit Vögeln oder Schmetterlingen, die außen oder innen am Korb „sitzen“.

Recycling wird zum Lampenschirm

Eine schöne Plastikflasche oder ein anderer Plastikbehälter kann ebenfalls zum Lampenschirm umfunktioniert werden. Dazu wird der Boden herausgeschnitten, und das obere Ende dient zum Einfädeln der Schnur bzw. des Lampeninneren.

Dann wird die gesamte Flasche, die das Leuchtmittel enthält, mit einer dekorativen Schnur oder Kordel umwickelt. Dabei können sogar Muster entstehen, wenn mehrfarbige Kordeln verwendet werden. Das Ganze lässt sich zudem noch farbig ansprühen, wenn die anderen Teile abgeklebt werden.

Omas Spitzendecke kommt zu Ehren

Wer einen Glaslampenschirm hat, der langweilig kugelig oder anderweitig nicht mehr schön ist, kann diesem einen romantischen Touch verleihen. Sind von Oma noch Sitzendeckchen da, werden diese mit Tapetenkleister auf den Lampenschirm geklebt. So fällt das Licht durch die Löcher und zaubert herrliche Effekte. Dies ist übrigens auch mit Ausschnitten aus Gardinenstoffen möglich.

Ganz ähnliche Effekte lassen sich erzielen, wenn der Lampenschirm umhäkelt wird, oder eine offene, lose Strickform bevorzugt wird. Dabei kann die richtige Form zuvor hergestellt werden und wird dann übergezogen, ähnlich des Stoffes im ersten Beitrag.

Blumenübertöpfe von IKEA

Im schwedischen Einrichtungshaus gibt es eine Reihe von Blumenübertöpfen aus Metall, die mit einem Durchbruchmuster versehen sind. Auch diese eignen sich hervorragend als Lampenschirm, da das Licht – ähnlich dem Spitzenmuster in Häkeldecken oder Gardinenstoffen – hindurchfällt. Gleiches gilt für einen Durchschlag aus Metall.

Wachsüberzug in Mustern

Früher wurden Lampenschirme oft heiß, da die Glühbirnen viel Wärme produzierten. Dies gehört zu Zeiten von LED der Vergangenheit an. Daher kann auch ein alter Lampenschirm mit Wachs verziert werden. Dabei wird eine Kerze angezündet und so über den abgebauten Schirm gehalten, dass sie tropft. Dadurch entstehen Streifen und Muster sowie Flecken auf dem Schirm, die nicht nur schön aussehen, sondern auch das Licht in romantischen Formen hindurchflackern lassen.

Rattan – das ideale Material

Rattankörbe stehen ebenfalls hoch im Kurs, wenn es darum geht, Lampenschirme selbst zu kreieren. Denn jede erdenkliche Form ist dabei möglich und erhältlich. Die Körbe können als Ganzes, verkehrt herum, als Lampenschirm genutzt werden, ähnlich den Drahtkörben, die wir oben angeführt haben.

Aber auch Matten aus Rattan, die es im Bastelbedarf gibt, können zu allen möglichen Formen werden.

Weitere Tipps rund um das Herstellen von neuen Lampenschirmen oder deren Erneuerung

Noch viele weitere Materialien eignen sich, aus einem alten Lampenschirm ein neues Exemplar zu machen. So kann auch ein alter, unansehnlich gewordener Lampenschirm, der glatte Flächen hat, mit Tischtennisbällen beklebt werden. Diese sehen dann im Ganzen toll aus und lassen romantisches Licht hindurch fallen.

Was ebenfalls einfach möglich ist und tolle Effekte zaubert: Schattenspiele. Ein Lampenschirm, der ohne Muster ist und glatte Außenseiten hat, kann einfach ein tolles Muster erhalten. Dazu schneidet man aus schwarzem Papier oder Filz Muster aus. Das können beispielsweise Bäume oder Tiere sein. Diese klebt man auf den hellen Schirm. Wird die Lampe eingeschaltet, entstehen Schattenrisse.

Ebenfalls auf dem glatten Schirm bunte Effekte zaubern kann ein Lampenschirm, der rundum mit alten Knöpfen beklebt ist. Durch die Zwischenräume und die Löcher in den Knöpfen fällt das Licht hindurch. So entstehen interessante Effekte, und die bunte Lampe fürs Kinderzimmer ist fertig.

Weitere Infos auf Eine Lampe aus Holz bauen – das sollten Sie wissen

Fazit

Also wie man sieht, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, wenn es um das selbst Herstellen oder renovieren von Lampenschirmen geht. Dabei gibt es neben den Vorgestellten noch viele weitere Varianten, und wer ein wenig Geschick und gute Ideen hat, kann im ganzen Haus Unikate für die Beleuchtung haben.

Aus jedwedem Material lassen sich Lampenschirme zaubern, vor allem deshalb, weil dank der LEDs keine Hitzeentwicklung zu befürchten ist, die manche Materialen als ungeeignet ausscheiden lies. So können selbst hitzeempfindliche Dinge wie Papier, Pappmaché oder Stoff sowie Wachs Verwendung finden.

FAQ

✅ Sind alle Materialien für die Herstellung von Lampenschirmen geeignet?

Im Prinzip ja. Natürlich gibt es Einschränkungen, aber eigentlich nur dann, wenn sie sich nicht gut selbst bearbeiten lassen. Ansonsten ist jedes Material geeignet, da es keine Hitzeentwicklung mehr durch die LEDs gibt. Selbst solche Dinge, die kein Licht durchlassen, sind als Pendelleuchten geeignet, wenn sie das Licht nur nach unten leiten sollen.

✅ Kann der alte Lampenschirm weiter verwendet werden?

Häufig können auch die alten Lampenschirme einfach wieder verwendet werden, indem sie mit neuen Materialien veredelt, verschönert oder verändert werden. Dabei ist es meist wichtig, dass die alten Schirme zu säubern sind, damit man darauf kleben kann. Außerdem sollten sie eine glatte Oberfläche haben.

✅ Können auch Alltagsgegenstände umfunktioniert werden?

Natürlich! Auch Siebe, Körbe, Gläser und vieles mehr kann als Lampenschirm weiterverwendet werden. Gelebtes Recycling ist ideal, um aus alten Lampen Neue zu machen, die noch lange ihren Dienst tun und sogar zu Unikaten werden, die vielfache Bewunderung einbringen.

Letzte Aktualisierung am 16.05.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


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