Gartenpumpe Tauchpumpe mit Druckschalter
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Eine Tauchpumpe mit Druckschalter liegt in Zisterne oder Brunnenschacht und springt von selbst an, sobald irgendwo ein Hahn geöffnet wird. Schließt man ihn, schaltet sie wieder ab. Das ist bequem und leise, weil die Pumpe unter Wasser arbeitet. Die Automatik funktioniert aber nur, wenn das Leitungsnetz dicht ist und genug Wasser abgenommen wird.
Was der Druckschalter macht
Der Druckschalter überwacht den Druck in der Druckleitung. Wird ein Hahn geöffnet, fällt der Druck, und bei Unterschreiten des Einschaltdrucks startet die Pumpe. Wird der Hahn geschlossen, steigt der Druck, und ein Durchflusssensor oder das Erreichen des Maximaldrucks lässt die Pumpe nach wenigen Sekunden abschalten. Bei vielen Geräten ist der Druckschalter direkt im Pumpenkopf eingebaut, man spricht dann von einer Tauchdruckpumpe oder Zisternenpumpe mit Automatik. Die Alternative ist eine separate Pumpensteuerung zwischen Pumpe und Leitung.
Tauchdruckpumpe oder Gartenpumpe?
Eine normale Gartenpumpe steht trocken neben der Zisterne und saugt an. Die Tauchdruckpumpe liegt im Wasser und drückt nach oben. Daraus ergeben sich klare Vorteile: Es gibt kein Ansaugproblem und keine Begrenzung auf 7 bis 8 m Saughöhe, die Pumpe ist praktisch unhörbar und steht nicht im Weg. Der Nachteil: Für Wartung oder Störung muss sie aus dem Schacht gezogen werden. Die Variante mit Automatik außerhalb des Wassers heißt Hauswasserautomat.
Die Werte, auf die es ankommt
| Maximaler Druck | Meist 3 bis 4,5 bar. Für Sprenger und Handbrause genügen 2 bis 3 bar am Gerät. |
| Fördermenge | Typisch 4000 bis 6000 l/h bei null Förderhöhe. Im Betrieb kommt deutlich weniger an. |
| Einschaltdruck | Oft um 1,5 bis 2 bar. Darunter springt die Pumpe an. |
| Eintauchtiefe | Wie tief die Pumpe unter der Wasseroberfläche liegen darf, oft 7 bis 12 m. |
| Korngröße | Welche Partikel die Pumpe verträgt. Klarwasserpumpen nur wenige Millimeter. |
Die Förderhöhe rechnen Sie wie bei jeder Pumpe zusammen: Höhenunterschied vom Wasserspiegel zur höchsten Zapfstelle, dazu der gewünschte Druck am Gerät (1 bar entspricht 10 m) und die Reibung im Schlauch. Eine Pumpe mit 4,5 bar Maximaldruck, die Wasser aus 3 m Tiefe holt und über 30 m Schlauch zum Sprenger drückt, liefert dort noch gut 3 bar.
Die Ansaugung: schwimmend oder am Boden
Liegt die Pumpe am Zisternenboden, saugt sie auch den Schlamm an, der sich dort absetzt. Besser ist eine schwimmende Entnahme: ein Saugschlauch mit Schwimmer und Filter, der das Wasser knapp unter der Oberfläche holt, wo es am saubersten ist. Viele Pumpen haben dafür einen seitlichen Saugstutzen. Alternativ steht die Pumpe auf einem Sockel oder hängt an einem Seil einige Zentimeter über dem Boden. Das Stromkabel ist kein Tragseil.
Trockenlaufschutz: Pflicht, nicht Zubehör
Sinkt der Wasserspiegel unter den Ansaugpunkt, zieht die Pumpe Luft. Ohne Schutz läuft sie trocken weiter und zerstört Dichtungen und Motor. Die meisten Automatikpumpen erkennen das über fehlenden Durchfluss und schalten ab. Prüfen Sie beim Kauf, ob der Schutz eingebaut ist und ob die Pumpe danach selbst wieder anläuft oder von Hand zurückgesetzt werden muss. In trockenen Sommern ist Letzteres eher ein Vorteil: Man merkt, dass die Zisterne leer ist.
Warum die Pumpe ständig anspringt
Das häufigste Problem der Automatik ist das Takten: Die Pumpe läuft kurz an, schaltet ab, läuft wieder an. Das hat fast immer eine von drei Ursachen:
- Eine undichte Stelle. Ein tropfender Hahn, eine lose Kupplung oder ein Haarriss im Schlauch lassen den Druck langsam sinken. Die Pumpe gleicht aus, immer wieder, auch nachts.
- Zu geringe Abnahme. Ein Tropfschlauch oder eine einzelne Micro-Düse nimmt so wenig Wasser ab, dass der Druck zwischen Ein- und Ausschalten pendelt. Viele Pumpen brauchen eine Mindestabnahme von einigen Dutzend Litern pro Stunde, die steht in der Anleitung.
- Ein defektes Rückschlagventil. Das Wasser läuft nach dem Abschalten in die Zisterne zurück.
Takten verschleißt Schalter und Motor. Abhilfe schafft ein kleiner Druckausgleichsbehälter oder ein Membrankessel nach der Pumpe; er puffert kleine Verluste. Wer viel mit Tropfbewässerung arbeitet, ist mit einem Hauswasserwerk oder einer druckgeregelten Pumpe besser bedient.
Einbau in der Zisterne
- Druckleitung frostfrei führen. Mindestens 80 cm Erdüberdeckung, in kalten Lagen mehr, oder die Leitung im Herbst entleeren.
- Rückschlagventil prüfen. Oft ist es in der Pumpe eingebaut. Ein zweites Ventil in der Leitung schadet selten.
- Stromanschluss wettergeschützt. Die Steckdose gehört nicht in den Zisternenschacht, sondern außerhalb in ein geschütztes Gehäuse mit Fehlerstrom-Schutzschalter. Neue Außenleitungen verlegt die Elektrofachkraft.
- Sicherungsseil anbringen. Am Tragegriff, nicht am Kabel.
- Erste Inbetriebnahme mit offenem Hahn, damit die Luft aus der Leitung entweicht.
Mehr zur Anlage insgesamt steht bei der Zisternenpumpe.
Regenwasser nicht ins Trinkwassernetz
Die Pumpe darf Regenwasser in Garten, WC oder Waschmaschine befördern, aber nie mit dem Trinkwassernetz verbunden werden. Eine Nachspeisung aus dem Hausnetz in die Zisterne braucht einen freien Auslauf nach DIN EN 1717. Regenwasserleitungen im Haus müssen dauerhaft gekennzeichnet sein.
Wartung und Winter
Ziehen Sie die Pumpe einmal im Jahr heraus, reinigen Sie Ansaugsieb und Gehäuse und prüfen Sie Kabel und Seil. Bleibt sie im Winter im Wasser, muss sie frostfrei tief liegen und die Leitung entleert sein. Sonst lagern Sie sie gereinigt und leicht feucht im Keller, damit die Gleitringdichtung nicht austrocknet.
Häufige Fragen
Was kostet eine Tauchdruckpumpe mit Automatik?
Einfache Geräte beginnen bei etwa 100 Euro, solide Modelle mit Trockenlaufschutz und Edelstahlgehäuse liegen bei 200 bis 400 Euro.
Kann ich einen Bewässerungscomputer anschließen?
Ja, das ist sogar eine typische Kombination. Der Bewässerungscomputer öffnet das Ventil, die Pumpe springt an. Die Mindestabnahme der Pumpe muss aber erreicht werden.
Geht das auch im Brunnen?
In einem breiten Schachtbrunnen ja. Für schmale Bohrbrunnen gibt es eigene Bauformen, siehe Tiefbrunnenpumpe.



