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Heimwerker-Berater

Laubrechen

Gartenvon Christoph4 Min. · 9 Abschnitte
Laubrechen
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wie ein Laubrechen aufgebaut ist
  2. Die Zinken: Kunststoff, Stahl oder Bambus
  3. Die richtige Breite
  4. Der Stiel
  5. So rechen Sie effizient
  6. Wann Sie rechen sollten
  7. Wohin mit dem Laub
  8. Rechen, Kehrer oder Sauger
  9. Häufige Fragen

Der Laubrechen, auch Laubbesen oder Fächerbesen genannt, ist das wichtigste Werkzeug im Herbstgarten: ein fächerförmiger Kopf mit langen, federnden Zinken an einem Stiel. Anders als die Harke kämmt er nicht, sondern gleitet – er nimmt das Laub mit, ohne den Rasen aufzureißen. Die Wahl der Zinken entscheidet darüber, wie gut das gelingt.

Wie ein Laubrechen aufgebaut ist

Der Kopf besteht aus 15 bis 30 langen, dünnen Zinken, die fächerförmig auseinanderlaufen und an den Enden leicht umgebogen sind. Sie sind elastisch, sodass sie sich an Bodenunebenheiten anpassen und über das Gras gleiten, statt hineinzustechen. Der Stiel ist zwischen 150 und 180 cm lang, aus Holz, Aluminium oder Fiberglas.

Die Harke oder der Rechen mit kurzen, starren Zinken ist dagegen für Beete gemacht: Erde ebnen, Steine sammeln, Mulch verteilen. Auf dem Rasen reißt sie Moos und Gras heraus – was beim Vertikutieren gewollt ist, beim Laubrechen nicht.

Die Zinken: Kunststoff, Stahl oder Bambus

MaterialStärkenSchwächen
Kunststoffleicht, rasenschonend, rostfrei, günstigkann bei Kälte brechen, wird mit UV spröde
Federstahlrobust, feine Zinken, auch für Moos und Rasenfilzschwerer, kann den Rasen verletzen
Bambustraditionell, leicht, natürlichverschleißt schnell, muss trocken lagern

Für den Rasen sind breite Kunststoffzinken die beste Wahl. Sie sind leicht, gleiten gut und nehmen auch nasses Laub mit. Stahlzinken sind im Vorteil auf Kies, zwischen Sträuchern und für kleine Äste. Ein Stahlrechen eignet sich auch, um im Frühjahr Rasenfilz auszukämmen, wenn kein Vertikutierer zur Hand ist.

Laubrechen extrabreit
Laubrechen gibt es in vielen verschiedenen Formen. | Foto: Cebas1 / Depositphotos.com

Die richtige Breite

  • 30 bis 45 cm: für Beete, zwischen Stauden und Sträuchern, unter Hecken.
  • 50 bis 65 cm: der Allrounder für Rasen und Wege.
  • 70 bis 80 cm: XXL-Modelle für große Rasenflächen. Sie schaffen viel, werden aber bei nassem Laub schwer.

Verstellbare Rechen lassen sich stufenlos oder in Stufen zwischen etwa 30 und 55 cm verändern. Einmal schmal für das Beet, einmal breit für den Rasen – das spart ein zweites Gerät.

Der Stiel

Der Stiel sollte so lang sein, dass Sie aufrecht arbeiten können. Als Faustregel reicht er etwa bis zur Augenhöhe. Zu kurze Stiele zwingen Sie in eine gebückte Haltung, das rächt sich nach einer Stunde im Kreuz.

Aluminium ist leicht und rostfrei, Holz liegt angenehm in der Hand und ist bei Kälte weniger kalt, Fiberglas ist sehr stabil. Stecksysteme, bei denen ein Stiel für viele Werkzeugköpfe passt, sparen Platz im Schuppen. Ein ergonomischer Zweitgriff in der Stielmitte entlastet Schultern und Rücken.

So rechen Sie effizient

  1. Trockenes Laub ist leichter. Nach ein paar trockenen Tagen rechen, nicht direkt nach dem Regen.
  2. Mit dem Wind arbeiten. Gegen den Wind trägt er das Laub zurück.
  3. In Bahnen ziehen, nicht kehren. Mit langen Zügen zu sich heranziehen, von außen nach innen.
  4. Auf eine Plane rechen. Eine große Plane in der Mitte der Fläche, das Laub darauf ziehen, dann die Plane mit den Ecken zusammennehmen und zum Kompost schleifen. Das spart das Aufsammeln.
  5. Mit zwei Brettern aufnehmen. Oder einem Laubsammler, der wie zwei große Hände funktioniert.

Wann Sie rechen sollten

Laub schadet dem Rasen, wenn es wochenlang liegen bleibt. Darunter fehlt Licht, das Gras vergilbt, und es bilden sich Moos und Fäulnis. Rechen Sie deshalb lieber mehrmals im Herbst statt einmal im Dezember, wenn das Laub nass und verklebt ist. Auf Beeten und unter Sträuchern darf das Laub dagegen liegen bleiben: Es schützt den Boden im Winter und wird von Regenwürmern eingearbeitet.

Wohin mit dem Laub

  • Laubkompost. In einem Drahtsilo wird Laub in ein bis zwei Jahren zu wertvollem Laubhumus. Siehe Komposter aus Metall.
  • Mulch. Unter Sträuchern, Hecken und auf abgeernteten Beeten.
  • Unterschlupf. Ein Laubhaufen in einer ruhigen Ecke ist Winterquartier für Igel. Eine Anleitung für ein richtiges Igelhaus gibt es ebenfalls.
  • Biotonne oder Grünschnittsammelstelle für das, was keinen Platz findet.

Rechen, Kehrer oder Sauger

Für kleine und mittlere Gärten ist der Laubrechen unschlagbar: leise, billig, kein Strom. Bei großen Rasenflächen spart ein Rasenkehrer viel Zeit, der das Laub mit rotierenden Bürsten in einen Sammelbehälter fegt. Ein Laubsauger ist praktisch auf Wegen, in Ecken und auf Kies, aber laut und für Kleintiere im Laub nicht ungefährlich.

Häufige Fragen

Was kostet ein Laubrechen?

Einfache Kunststoffrechen mit Holzstiel gibt es ab etwa 10 Euro. Gute Markenrechen mit breiten, stabilen Zinken und Alu-Stiel kosten 20 bis 40 Euro, Stecksysteme mit Stiel ähnlich.

Kann man mit dem Laubrechen auch anderes rechen?

Ja: Rasenschnitt, Heu, kleine Äste, Tannennadeln und Moos nach dem Vertikutieren. Für Erde und Kies ist er zu weich.

Wie lagere ich den Rechen?

Hängend, mit den Zinken nach oben oder an der Wand, trocken und nicht in der prallen Sonne. Liegt der Rechen mit den Zinken auf dem Boden, verbiegen sie sich mit der Zeit.

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