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Heimwerker-Berater

Saugschlauch

Gartenvon Christoph4 Min. · 8 Abschnitte
Saugschlauch
Inhalt8 Abschnitte
  1. Der richtige Durchmesser
  2. Was ans Ende gehört
  3. Dicht anschließen
  4. Prüfen, ob er dicht ist
  5. Die 8-Meter-Grenze
  6. Saugen oder drücken – zwei Paar Schuhe
  7. Typische Fehler
  8. Häufige Fragen

Ein Saugschlauch sieht aus wie ein Gartenschlauch mit einer Spirale darin. Die Spirale ist der ganze Punkt: Auf der Saugseite herrscht Unterdruck, und ein normaler Schlauch würde dabei flachgedrückt wie ein Strohhalm.

Deshalb lässt sich ein Gartenschlauch nicht als Saugleitung verwenden – auch nicht kurz, auch nicht versuchsweise.

Der richtige Durchmesser

Der Saugschlauch muss mindestens so groß sein wie der Pumpenanschluss. Größer schadet nicht, kleiner erzeugt Reibung genau dort, wo ohnehin Unterdruck herrscht.

PumpenanschlussSaugschlauchTypisch bei
1 Zoll (25 mm)25 mmkleine Gartenpumpen bis 3000 l/h
1 Zoll32 mmbei Saughöhen über 4 m
1¼ Zoll (32 mm)32 mmGartenpumpen ab 4000 l/h
1½ Zoll (38 mm)38–50 mmHauswasserwerke, größere Anlagen

Je länger die Saugstrecke, desto großzügiger. Bei mehr als 5 Metern Schlauchlänge oder mehr als 4 Metern Höhe gehen Sie eine Nummer größer.

Was ans Ende gehört

Ein Saugschlauch ohne Garnitur funktioniert nicht zuverlässig. Zwei Teile sind Pflicht:

  • Rückschlagventil (Fußventil). Es hält das Wasser nach dem Abschalten in der Leitung. Ohne es läuft alles zurück, und die Pumpe muss bei jedem Start neu ansaugen – was sie oft nicht schafft.
  • Saugkorb oder Filter. Hält Blätter, Sand und Kies zurück. Bei Zisternenwasser unverzichtbar: Ein Sandkorn im Laufrad zerstört die Gleitringdichtung.

Der Saugkorb soll mindestens 30 cm über dem Boden hängen und mindestens 30 cm unter dem Wasserspiegel. Zu tief saugt er Schlamm an, zu hoch zieht er Luft.

Dicht anschließen

Hier scheitern die meisten Anlagen. Auf der Druckseite fällt eine kleine Undichtigkeit als Tropfen auf; auf der Saugseite zieht dieselbe Stelle Luft, und die Pumpe fördert nichts mehr – ohne dass man von außen etwas sieht.

  1. Jedes Gewinde mit Hanf oder Teflonband eindichten. Auch das, von dem Sie sicher sind, dass es dicht ist.
  2. Schlauchschellen doppelt setzen, um 90 Grad versetzt.
  3. Keine Schnellkupplungen auf der Saugseite. Sie sind für Druck gebaut, nicht für Unterdruck.
  4. Steigend verlegen, ohne Hochpunkt zwischen Wasser und Pumpe. In jeder Kuppe sammelt sich Luft, die nie mehr weggeht.
  5. So kurz wie möglich. Jeder Meter kostet Saugleistung.

Prüfen, ob er dicht ist

Fördert die Pumpe nicht, finden Sie das Leck so: Schlauch am Pumpeneingang abnehmen, unteres Ende mit dem Fußventil ins Wasser halten und den Schlauch von oben mit Wasser füllen. Bleibt der Stand über Minuten konstant, sind Schlauch und Ventil dicht – dann sitzt der Fehler an der Verschraubung zur Pumpe.

Die 8-Meter-Grenze

Eine saugende Pumpe wird vom Luftdruck unterstützt, und der schafft theoretisch gut 10 Meter. Reibung und Undichtigkeiten ziehen davon ab, sodass 7 bis 8 Meter die praktische Grenze sind.

Kein Schlauch und keine stärkere Pumpe ändern daran etwas. Liegt der Wasserspiegel tiefer, muss die Pumpe hinunter – als Tauchpumpe oder Tiefbrunnenpumpe.

Saugen oder drücken – zwei Paar Schuhe

Am selben Gerät hängen oft zwei Schläuche, und sie haben nichts gemeinsam.

SaugseiteDruckseite
BelastungUnterdruck bis −0,8 barÜberdruck 2–6 bar
Schlauchartspiralverstärkt, formstabilGewebeschlauch, flexibel
Verbindungverschraubt, gehanftSchnellkupplung genügt
Folge eines LecksPumpe fördert gar nichtses tropft

Deshalb lohnt es nicht, auf der Saugseite zu sparen: Dort entscheidet sich, ob die Anlage überhaupt läuft.

Typische Fehler

  • Gartenschlauch als Saugleitung. Er fällt zusammen, sobald Unterdruck entsteht.
  • Kein Fußventil. Die Pumpe muss jedes Mal neu ansaugen und läuft dabei trocken.
  • Zu dünn gewählt. Ein 19-mm-Schlauch an einer 1-Zoll-Pumpe halbiert die Saugleistung.
  • Zu tief im Wasser. Sand und Schlamm gehen direkt ins Laufrad.
  • Im Winter voll gelassen. Gefrierendes Wasser sprengt die Spirale. Vor dem Frost entleeren und frostfrei lagern.
  • Knick beim Aufrollen. Ein geknickter Saugschlauch bleibt an der Stelle dauerhaft geschwächt. Locker in großen Schlaufen lagern.

Häufige Fragen

Kann ich einen Saugschlauch verlängern?

Ja, mit einem Zwischenstück und zwei Schellen. Jede zusätzliche Verbindung ist aber eine mögliche Undichtigkeit – ein durchgehender Schlauch in passender Länge ist besser.

Woran erkenne ich einen guten Saugschlauch?

An der Spirale: Sie soll fest in der Wandung eingebettet sein und sich nicht ablösen lassen. Billige Schläuche werden mit der Zeit hart, die Spirale löst sich von der Wand und der Schlauch knickt.

Was kostet er?

1,50 bis 5 Euro je Meter, je nach Durchmesser und Qualität. Fertige Garnituren mit 7 m Schlauch, Fußventil und Verschraubung liegen bei 20 bis 50 Euro – für den Einstieg meist die vernünftigere Lösung.

Ist er für Trinkwasser geeignet?

Nur, wenn er ausdrücklich als trinkwassergeeignet gekennzeichnet ist (KTW oder W270). Normale Saugschläuche sind es nicht – sie gehören an Gartenwasser und Regenwasserpumpen.

Warum zieht meine Pumpe trotz allem Luft?

Wenn Schlauch und Ventil geprüft dicht sind, bleibt fast immer die Wellendichtung der Pumpe selbst. Sie ist ein Verschleißteil und lässt sich bei den meisten Geräten tauschen.

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